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IHK-Zeugnistag krönt den Ausbildungs-Abschluss
Eröffnet wurde der Festakt von Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, sowie vom stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes Hessen, Jörg-Uwe Hahn "Mit dem Zeugnistag möchten wir den jungen Fachkräften zum Abschluss gratulieren und sie in der Wirtschaft willkommen heißen", erklärte Dr. Müller zu Beginn der Veranstaltung. "Gleichzeitig wollen wir auch zeigen, dass die regionale Wirtschaft sich um ihren eigenen Nachwuchs bemüht: Indem sie ausbilden, investieren Unternehmen in ihre Zukunft." Der Zeugnistag mache aber auch deutlich, dass die Berufsausbildung eine Gemeinschaftsaufgabe der regionalen Wirtschaft sei. Ohne das Know-how und das Engagement von über 3.000 ehrenamtlichen Prüfern aus Unternehmen und Berufsschulen würde das Ausbildungssystem nicht so gut funktionieren, betonte der IHK-Präsident.
"Sie alle haben eine hervorragende Leistung vollbracht", lobte Hahn das junge Publikum. "Sie haben sich eine duale, praxisnahe Ausbildung erarbeitet, die europaweit anerkannt ist. Sie sind die Fachkräfte, die wir dringend brauchen. Sie werden Anteil haben am weltweiten Klang von Made in Germany. Sie sind die Zukunft Deutschlands. Sie sind vor allem die Zukunft Hessens." Hahn zielte damit auch auf die Tatsache ab, dass die Gleichwertigkeit der beruflichen Aus- und Weiterbildung zur akademischen Bildung seit diesem Jahr auch EU-weit anerkannt ist. So ist zum Beispiel ein Fachwirt oder Industriemeister, zu dem man sich nach seiner Ausbildung weiterbilden kann, mittlerweile einem Bachelor-Abschluss gleichgestellt.
Stellvertretend für alle Absolventen nahmen 50 junge Nachwuchsfachkräfte ihre Zeugnisse von Dr. Müller und Hahn entgegen. Die weiteren feierlichen Zeugnisübergaben in mehr als 110 verschiedenen Ausbildungsberufen fanden über den ganzen Tag verteilt im Gebäude der IHK Frankfurt statt. Parallel dazu ließen sich die Absolventen bei einem abwechslungsreichen Live-Programm auf dem Börsenplatz feiern. Mit dabei waren die "Voice of Germany"-Teilnehmerin Nina Kutschera, Leon Taylor mit souligem Deutsch-Pop, die Breakdance-Gruppe Sorrow Crew und die aufstrebende Frankfurter Sängerin Yasmina.
Diejenigen, die nach der Ausbildung von ihrem Unternehmen nicht in ein Arbeitsverhältnis übernommen wurden, konnten sich an Informationsständen über weitere Karriereschritte durch Weiterbildung und über Job-Angebote informieren. Diese Absolventen befinden sich allerdings nach einer aktuellen IHK-Umfrage in der Minderheit, denn in diesem Jahr wollen rund 61 Prozent der Unternehmen - und damit fünf Prozent mehr als im Vorjahr - den größten Teil ihrer Azubis übernehmen. Das zeigt: Eine duale Berufsausbildung ist mehr denn je eine hervorragende Voraussetzung für einen erfolgreichen Karrierestart.
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