Freitag, 09. Dezember 2016


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Guter Impuls für die Berufsorientierung

Hessischer Bildungsgipfel

(lifePR) (Frankfurt, ) Aus Sicht der hessischen Industrie- und Handelskammern ist das wesentliche Ergebnis des Hessischen Bildungsgipfels die stärkere Betonung der Berufsorientierung in Schulen. "Hessen ist in dieser Hinsicht auf den richtigen Kurs eingeschwenkt und das im großen Konsens aller Beteiligten", sagte Matthias Gräßle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs, zum Abschluss der Beratungen am 17. Juli. "Nun muss vordringlich daran gearbeitet werden, dass die Vorhaben auch bei den Schülerinnen und Schülern ankommen!"

Die IHKs sehen die Empfehlungen der entsprechenden Arbeitsgruppen zu mehr Berufsorientierung sowie zum Rückbau des Übergangsbereichs an Beruflichen Schulen als Bestätigung ihrer Erwartungen an den Bildungsgipfel. Diese Positionen hatten die IHKs bereits in der Fachkräftekommission und dem Bündnis für Ausbildung verankern können.

Ein wichtiges zusätzliches Ergebnis ist aus dieser Perspektive, dass der Hochschulzugang für Absolventen der dualen Berufsausbildung demnächst erleichtert werden soll. "Wenn die duale Ausbildung und die schulische Bildung gleichwertig den Zugang zum Studium ermöglichen, wertet dies die duale Ausbildung auf," sagte Gräßle.

Die hessischen IHKs bedauern, dass der Bildungsgipfel in der Frage der Schulformen keine Annäherung der unterschiedlichen Vorstellungen gebracht hat. "Es gibt zu viele Schulformen, so dass auch Arbeitgeber es immer schwerer haben, die Qualifikation der Schulabgänger zu erkennen." Grundsätzlich sollte das Schulsystem wieder transparent und überregional durchlässig werden.

Unabhängig von der Schulform sei für eine gute Bildung der Lehrer entscheidend. Die gemeinsame Qualität bei Prüfungen, Abschlüssen und Notengebung gebe den Orientierungsrahmen für die Schulen und für die aufnehmenden Unternehmen. Deshalb begrüße die Arbeitsgemeinschaft die Reform, Aufwertung und Evaluation der Lehreraus- und -weiterbildung.

Die Anstrengungen müssen aus Sicht der IHKs insbesondere darauf gerichtet werden, das Missverhältnis am Ausbildungsmarkt zwischen offenen Stellen und nicht-vermittelten Jugendlichen zu korrigieren. Denn trotz eines bereits spürbaren Fachkräftemangels in bestimmten Branchen konnten im vergangenen Jahr mehr als 1.351 Jugendliche in Hessen nicht vermittelt werden. Gleichzeitig blieben aber 2.138 angebotene Ausbildungsplätze unbesetzt. "Offenbar geht es nicht allein um den zahlenmäßigen Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Künftig muss es noch mehr um Qualität in der schulischen Bildung und in der Berufsausbildung gehen, nicht allein um Quantität", sagte der ARGE-Geschäftsführer.

Die IHKs und die hessischen Unternehmen werden dies mit eigenen Angeboten wie Praktika, Ausbildungsmessen und Kooperationen mit Schulen unterstützen. "Die Umsetzung dieser Maßnahmen muss durch das Kultus- und Wissenschaftsministerium durch Zuweisung von Stellen und Geld untermauert werden."

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