Donnerstag, 19. Januar 2017


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Thüringer Wirtschaft verlässt Konjunktur-tal

(lifePR) (Erfurt, ) Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP), d. h. die Summe der im Freistaat produzierten Güter und geleisteten Dienste, im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr real (preisbereinigt) um 4,3 Prozent. Damit schneidet Thüringen besser als Gesamtdeutschland (-5,0 Prozent) aber schlechter als die neuen Bundesländer einschließlich Berlin (-2,9 Prozent) ab.

"Die Thüringer Wirtschaft ist im vergangenen Jahr durch ein tiefes Konjunkturtal gegangen. Zahlreiche Unternehmen mussten hohe Ertragseinbußen verkraften und haben einen äußerst schmerzhaften Anpassungsprozess hinter sich. Für andere endete 2009 sogar in der Insolvenz", zieht IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser eine ernüchternde Bilanz. Allerdings hätte bereits im Jahresverlauf eine leichte konjunkturelle Erholung eingesetzt und für einen Stimmungsumschwung gesorgt. Vor allem die Industrie habe entscheidende Schritte in Richtung Aufschwung getan. "Die Betriebe können ihre Kapazitäten wieder besser auslasten und verweisen auf steigende Auftragseingänge", berichtet der IHK-Chef. Vor allem das Auslandsgeschäft ziehe an und dürfte damit erneut zur Konjunkturlokomotive werden.

"Trotz der einsetzenden Erholung bleiben die konjunkturellen Impulse aber noch schwach", warnt der IHK-Hauptgeschäftsführer vor zuviel Optimismus. Die Besorgnis erregende Haushaltssituation in Griechenland könnte schnell zu einer Schwächung des Euro führen. Dies hätte dann steigende Energie- und Rohstoffpreise zur Folge und würde die Kostenspirale erneut in die Höhe schrauben. Angesichts der angespannten Liquidität in den Betrieben wäre dies eine weitere Hürde bei der Stabilisierung der Unternehmensfinanzen. Deshalb käme der Sicherung der Kreditversorgung weiterhin höchste Priorität zu.

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