Samstag, 10. Dezember 2016


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Thüringer Exportwirtschaft blickt nach Osten

Polen und Tschechien gewinnen an Bedeutung

(lifePR) (Erfurt, ) Trotz eines leichten Anstiegs im letzten Quartal 2009 konnten die Thüringer Exporte erwartungsgemäß nicht an das Boomjahr 2008 anknüpfen. Gegenüber dem Vorjahr verringerten sich die Ausfuhren 2009 um 18,9 Prozent auf knapp neun Milliarden Euro. Vor allem die osteuropäischen EU-Nachbarn Polen und Tschechien gewinnen an Bedeutung.

"Die exportorientierten Unternehmen des Freistaats profitieren zunehmend von der EU-Osterweiterung", kommentiert der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser, die vorliegen-den Zahlen. Die Tschechische Republik sei mittlerweile der fünftstärkste Thüringer Handelspartner (Vorjahr: Platz sechs). Gleich darauf folge Polen, welches sich 2009 um gleich zwei Positionen im Ranking verbessern konnte (Vorjahr: Platz acht). Immerhin belief sich das Exportvolumen in beide Länder im vergangenen Jahr schon auf knapp eine Milliarde Euro.

"Osteuropa ist generell im Kommen. Die aktuelle Bilanz zeigt eindrucksvoll, dass Thüringer Betriebe auf diesen Märkten mehr und mehr Fuß fassen. Schließlich wartet hier ein Potential von rund 100 Millionen Verbrauchern", sagt der IHK-Chef. So erstaune es nicht, dass die Ausfuhren in die mittel- und osteuropäischen EU-Beitrittsländer seit 2004 um über 50 Prozent gestiegen wären.

Stärkster Handelspartner des Freistaats ist nach wie vor Großbritannien, welches auch im Jahr 2009 seinen ersten Platz in der Export-Länderstatistik behaupten konnte. Güter im Wert von über einer Milliarde

Euro wurden an den europäischen Inselstaat geliefert. Auf den Rängen zwei und drei folgten Frankreich und Italien. Neben Kraftfahrzeugen und Autoteilen seien hauptsächlich in Thüringen produzierte Kunststoff- und Metallwaren gefragt.

"Trotz der zurückliegenden schweren Monate sind die Absatzchancen un-serer Unternehmen in der Europäischen Union sehr stabil", ist Grusser optimistisch. Mehr als zwei Drittel der gesamten Exporte wären 2009 in EU-Länder gegangen. Das würde insbesondere an den verlässlichen Rahmenbedingungen sowie an einer vergleichsweise hohen Kaufkraft der Bevölkerung liegen.

Auf Grund der momentanen Euroschwäche gegenüber dem Dollar rechnet Grusser für 2010 auch wieder mit einem steigenden Exportgeschäft in Amerika und Asien. Mit einer aktuellen Exportquote von insgesamt 30,6 Prozent sei die Thüringer Wirtschaft zwar solide aufgestellt, hätte aber gegenüber dem Bundesdurchschnitt von 44,1 Prozent noch einigen Auf-holbedarf.

Einen besonderen Fokus auf die aufstrebenden Länder Nordafrikas, Asiens sowie des Nahen Ostens legt der diesjährige 4. Thüringer Außen-wirtschaftstag am 6. Mai in Erfurt. Auf Regionalforen und in Podiumsdis-kussionen diskutieren Experten der deutschen Auslandshandelskammern, Finanzberater, interkulturelle Trainer und Unternehmensvertreter die Chancen und Risiken von Außenwirtschaftsaktivitäten.

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