Montag, 05. Dezember 2016


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Auslandsgeschäft zieht langsam wieder an

680 Thüringer Betriebe profitierten 2009 von Außenwirtschaftsförderung des Landes

(lifePR) (Erfurt, ) Im zu Ende gehenden Jahr 2009 hat der Thüringer Exportmotor erheblich gestottert. Zahlreiche ausländische Kunden sind ausgefallen und die Suche nach neuen, verlässlichen Geschäftspartnern gestaltete sich äußerst schwierig. Im Ergebnis dessen verringerten sich nach vorläufigen Berechnungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt die Industrie-Exporte im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel auf knapp 7 Milliarden Euro. Die Exportquote liegt inzwischen bei 32 Prozent. Erste Erholungstendenzen sind jedoch erkennbar. Nach dem deutlichen Minus in diesem Jahr sollte der Außenhandel 2010 wieder an Stärke gewinnen.

"Nachdem die weltweite Wirtschaftskrise so manches Auslandsgeschäft platzen ließ, brechen allmählich wieder bessere Zeiten an", erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Nach wie vor würden die Unternehmer aber unter dem geringen Auftragsbestand und fehlenden Absatzmöglichkeiten bei den wichtigsten Thüringer Handelspartnern leiden. "Die Rezession hat gerade in unseren europäischen Hauptabnehmerländern tiefe Wunden hinterlassen und zu Einbußen beim Export von über 25 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008 geführt", so der IHK-Chef.

Immerhin gingen aber auch 2009 mehr als zwei Drittel der Gesamtausfuhren in die Länder der Europäischen Union. In der Thüringer Export-Länderstatistik stünden Großbritannien, Frankreich und Italien auf dem Siegerpodest. Neben Kraftfahrzeugen und Autozubehör seien hauptsächlich im Freistaat produzierte Metall- und Kunststoffwaren sowie elektrotechnische- und optische Erzeugnisse gefragt.

Für 2010 rechnet der IHK-Hauptgeschäftsführer wieder mit einem leichten Anstieg der Ausfuhren und einer Stabilisierung des Auslandsgeschäftes. Weltweite Konjunkturprogramme sorgten für einen erheblichen Nachfrageschub. Allerdings würde es seine Zeit brauchen, bis der Exportmotor wieder richtig rund läuft.

"Der Mittelstand steht angesichts der Wirtschaftskrise vor großen Herausforderungen. Die zunehmend protektionistischen Maßnahmen einzelner Länder sind da äußerst kontraproduktiv", mahnt Grusser. Anders als immer wieder behauptet, sei die internationale Verflechtung nicht Ursache der Krise. Vielmehr würden die weltweite Zusammenarbeit, offene Grenzen für Ex- und Importe sowie Investitionen wichtige Bestandteile der Krisenbewältigung darstellen.

"Mehr denn je brauchen kleine Betriebe in schwierigen Zeiten gezielte Hilfe bei ihren Auslandsgeschäften", stellt der IHK-Chef fest. Dabei sei die Beratung und Unterstützung bei der Auswahl des richtigen Exportmarktes ebenso wichtig wie die Vermittlung geeigneter Geschäfts- und Kooperationspartner oder die sichere Finanzierung.

"Im Jahr 2009 hat die Thüringer Landesregierung die Auslandsaktivitäten von 680 Betrieben im Rahmen der einzelbetrieblichen Außenwirtschaftsförderung mit rund 2 Millionen Euro unterstützt", berichtet Grusser. Auch für 2010 seien bereits wieder 125 Projekte mit einem Volumen von 500.000 Euro aus dem Außenwirtschaftsförderprogramm des Freistaates und der EU bewilligt. Am meisten in Anspruch genommen werde die Außenwirtschafts- und Marketingberatung, die Förderung von Imagemaßnahmen und die Unterstützung bei der Teilnahme an internationalen Fachmessen.

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