Freitag, 09. Dezember 2016


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IHK: Landesstraßen nicht weiter vernachlässigen

(lifePR) (Arnsberg, ) Eine Studie im Auftrag des Verkehrsbandes Westfalen belegt, wovon auch die Stoßdämpfer heimischer Autos längst ein Lied singen können: Der Zustand des Landesstraßennetzes ist Besorgnis erregend. Die IHK Arnsberg und der Verband fordern deshalb mehr Mittel für Instandhaltung und Ausbau.

"Weil Autobahnen und Bundesstraßen in Südwestfalen ein sehr weitmaschiges Netz bilden, sind viele Wirtschaftsstandorte nur über Landesstraßen zu erreichen", zitierte Prof. Dr. Ing. Jürgen Steinbrecher, Fachbereich Bauingenieurwesen der Universität Siegen, eines der wesentlichen Ergebnisse seiner Studie "Landesstraßen - eine vernachlässigte Straßenkategorie". Sie wurde jetzt (03.09.08) auf einer Pressekonferenz des Verkehrsverbandes Westfalen e. V. und der IHK Arnsberg vorgestellt. "Die Bedeutung der Landesstraßen muss wieder stärker in das Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit gerückt werden", stellte Prof. Dr. Rolf Windmöller, Vorstandsvorsitzender des Verkehrsverbandes, fest.

Seit 1980 seien die Investitionsmittel von umgerechnet 279 auf 134 Mio. € im Jahr 2006 mehr als halbiert worden, berichtete Steinbrecher. Dies wirke sich nicht nur auf den Ausbau des Landesstraßennetzes, sondern in zunehmendem Maße auch auf dessen Unterhaltung aus. Gerade Südwestfalens Landesstraßen seien topographisch bedingt schwierig zu bauen und zu unterhalten, gleichzeitig sei der Verschleiß wegen der Witterungsbedingungen deutlich höher.

Der schlechte Zustand des Straßennetzes geht mittlerweile zu Lasten der Verkehrssicherheit. Die Unfallraten liegen in den Kreisen Soest und HSK höher als im NRW-Durchschnitt. 40 (Soest ) bzw. 48 % der Unfälle mit Getöteten oder Schwerverletzten entfallen hier auf Landesstraßen. Das Risiko, auf Landesstraßen zu verunglücken, ist im Hochsauerland 4,6-fach höher als auf Autobahnen.

"Vor diesem Hintergrund muss Düsseldorf die Finanzausstattung des Landesstraßenetats deutlich verbessern. Wir fordern mehr Investitionen für Südwestfalen", sagte IHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Ilona Lange. "Wer die Stärke des Wirtschaftsstandortes Hellweg-Sauerland für die Zukunft sichern will, muss hierfür auch die infrastrukturellen Voraussetzungen schaffen."

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