Samstag, 10. Dezember 2016


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Ohrfeige für den Tourismus

IHK fordert bessere Vermarktung der Schwäbischen Alb

(lifePR) (Reutlingen, ) Die Schwäbische Alb bleibt hinter ihren touristischen Möglichkeiten zurück. Mit 3,6 Millionen Übernachtungen pro Jahr liegt sie unter den Tourismuszielen im Ländle nur auf Platz sieben. Der Tourismusausschuss der IHK Reutlingen fordert die bessere Vermarktung der Schwäbischen Alb.

Ein Bericht des Statistischen Landesamtes muss den Tourismus-Verantwortlichen für die Schwäbische Alb wie eine Ohrfeige vorkommen. Denn da heißt es schwarz auf weiß: "2.200 Übernachtungen je 1.000 Einwohner weisen die Schwäbische Alb als Gebiet mit relativ ge-ringer Bedeutung des Tourismus aus." Und es kommt noch ärger: "Eine kurze Aufenthalts-dauer von 2,2 Tagen und eine geringe Auslastung von 30,2 Prozent deuten in die gleiche Richtung." Für die IHK Reutlingen ist diese Einschätzung das neuerliche Signal, den touristi-schen Auftritt der Schwäbischen Alb endlich zu verbessern. "Unsere touristische Entwicklung ist unbefriedigend. Selbst Gebiete wie die Eifel oder der Bayerische Wald haben mehr Über-nachtungen als die Schwäbische Alb", sagt Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen. "Der Tourismus kann bei uns als Wirtschaftsfaktor noch viel wichtiger werden. Doch dafür ist ein professionelles Destinationsmanagement, also eine Bündelung der Ange-bote erforderlich."

Jetzt investieren

Für den Tourismusausschuss der IHK, dort treffen sich alle wichtigen Unternehmen der Branche, ist es höchste Zeit, das im Jahr 2009 entwickelte Marketingkonzept für die Schwä-bische Alb umzusetzen. "Wenn wir mit Schwarzwald, Bodensee oder Allgäu in einer Liga spielen wollen, muss jetzt investiert werden", fordert Max-Richard Freiherr Rassler von Gamerschwang, Vorsitzender des IHK-Tourismusausschuss. "Damit sich etwas ändern kann, müssen die personellen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden." Zudem sind die internen Strukturen des Tourismus für die Schwäbische Alb zu komplex. Der Tourismus-verband Schwäbische Alb wird zu wenig als verbindende Kraft wahrgenommen. "Hier sind neben den hauptamtlich Verantwortlichen auch die Träger des Tourismusverbandes gefor-dert", so Rassler.

IHK-Service

Fragen zum Thema beantwortet Karin Goldstein, Bereichsleiterin Starthilfe und Unterneh-mensförderung, unter Telefon 07121 201-125 oder per E-Mail goldstein@reutlingen.ihk.de. Der Bericht des Statistischen Landesamtes ist hier abrufbar.

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