Samstag, 03. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 152981

"Das nennt man Experiment"

Physik für Grundschülerinnen und -schüler

(lifePR) (Reutlingen, ) Wie groß kann eigentlich ein Schokokuss werden? Riesig! Rund 300 Kinder johlten und klatschten, als Dr. Torsten Hehl, Lehrender am Physikalischen Institut der Uni Tübingen, und Klaus-Jürgen Henne, Elektroingenieur und Vorlesungsassistent, ein Vakuum erzeugten und der schöne Schokokuss zu einem großen klebrigen Berg anwuchs.

Elf Klassen von Grundschulen aus Eningen, Tübingen und Rottenburg füllten den Uni-Hörsaal auf der Morgenstelle und waren gespannt, was Hehl und Henne für sie vorbereitet hatten. Ein Experiment jagte das nächste und die Ergebnisse faszinierten die Kinder ein ums andere Mal. Nägel glühten, Kugeln hüpften, Räder drehten sich auf einem Finger, Luft war plötzlich sichtbar und Wasser kochte bei 19 Grad. Die Erklärung gab's natürlich immer mit dazu. So lernten die Dritt- und Viertklässler ganz praktisch, was Energie, Kreiselkraft und Luftdruck sind und was passiert, wenn sich einzelne Faktoren verändern.

Banane als Testobjekt

Für die lehrreichen Experimente mussten an diesem Tag auch Lebensmittel herhalten. "Wer glaubt, dass man mit einer Banane einen Nagel in ein Brett hauen kann?", fragte Dr. Torsten Hehl. Nur wenige Schülerinnen und Schüler waren mutig und hoben die Hand. Der Beweis folgte prompt: Hehl und Henne kühlten die geschälte Banane in Stickstoff so stark, dass sie sich in einen Hammer verwandelte. Mit einem richtigen Hammer zertrümmerte Hehl dann die Banane und warf die Stückchen zum Naschen in die Menge - darunter auch die Bananenschale und ein noch unversehrter Schokokuss. Wie es bei Naturwissenschaftlern zugeht, wissen die Kinder jetzt genau. "Wenn Physiker etwas nicht wissen, probieren sie es einfach aus. Und das nennt man dann Experiment", erklärte Hehl. Die Idee zu den "Kindervorlesungen" entstand ganz spontan. Eine Mitarbeiterin von Klaus-Jürgen Henne bat ihn, einen Vortrag in dem Kindergarten zu machen, den ihre Kinder besuchten. Damit war der Anfang gemacht. In den Semesterferien, wenn die Hörsäle leerer sind, nutzen die Physiker jetzt regelmäßig die Gelegenheit und laden Schulklassen zum "Studieren" und Experimentieren an die Universität ein.

Kooperation mit der IHK

Die Physikvorlesung für Grundschulen begeistert jedoch nicht nur die teilnehmenden Schulen. Auch die IHK Reutlingen begrüßt dieses außerordentliche Bildungsangebot. "Physik erlebbar und damit begreifbar zu machen ist ein wichtiger Baustein, um Kindern von klein auf den Zugang zu den Naturwissenschaften zu erleichtern", so Nadine Nobile, Projektmanagerin Kinder - Jugend - Wissen bei der IHK Reutlingen. "Wir werden in Zukunft im Rahmen unseres IHK-Netzwerks MINT-Kids Grundschulpädagogen regelmäßig über die Angebote des Physikalischen Instituts der Universität Tübingen informieren und sind mit Herrn Dr. Hehl und seinen Kollegen bereits im Gespräch zu weiteren Angeboten für Grundschulen."

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