Sonntag, 04. Dezember 2016


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Brossardt sieht Studie der Antidiskriminierungsstelle skeptisch

vbw-Gutachten bestätigt: AGG ist Kosten- und Bürokratietreiber

(lifePR) (München, ) Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist überzeugt, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz keinen Nutzen, sondern nur Kosten und Bürokratie für die Wirtschaft bringt. Das bestätigt eine Studie der vbw, die im Widerspruch zu den heutigen Aussagen der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Martina Köppen, über "Nutzen und Kosten des AGG für die Wirtschaft" steht. "Die repräsentative Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der vbw unter über 700 Personalverantwortlichen bayerischer Unternehmen hat bestätigt, wovor wir vor Inkrafttreten des AGG immer gewarnt haben: Das AGG ist ein Kostentreiber, ein Bürokratietreiber und hat bei den Unternehmen zu erheblicher Rechtsunsicherheit geführt. Das sind die Fakten in Bayern. Und diese gelten unabhängig davon, was von anderer Seite behauptet wird", sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Nach der Umfrage sind der bayerischen Wirtschaft im ersten Jahr nach Inkrafttreten des AGG einmalige Kosten in Höhe von über 240 Mio. Euro für die Umsetzung des AGG entstanden. Über 50 Prozent dieser Kosten entfielen auf Schulungs- und Informationsmaßnahmen für die Mitarbeiter und Führungskräfte. Brossardt: "Ein Unternehmen mit 100 Beschäftigten, das das AGG vollständig umgesetzt hat, hat dafür im Schnitt rund 24.400 Euro aufgewendet, ein Unternehmen mit 1.000 Beschäftigten sogar 241.000 Euro. Das sind erhebliche Belastungen, die die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen." Darüber hinaus werde auch künftig mit jährlichen Kosten in Höhe von über 100 Mio. Euro für die bayerischen Unternehmen zu rechnen sein.

Brossardt verwies ferner darauf, dass der Dokumentationsaufwand erheblich zugenommen habe und die Rechtsunsicherheit gestiegen sei. "Unsere Umfrage hat auch ergeben, dass in 42,5 Prozent der Unternehmen die Unsicherheit in Personalfragen zugenommen hat. Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten gaben sogar zu rund 70 Prozent an, dass die Rechtsunsicherheit größer geworden sei." Der Hauptgeschäftsführer warnte vor weiteren Antidiskriminierungsregulierungen, die derzeit in Brüssel vorbereitet würden: "Die vbw tritt zusammen mit ihren Mitgliedern gegen jede Art von Diskriminierungen ein. Ich halte es aber für verfehlt, den Kampf gegen Diskriminierungen durch neue gesetzliche Vorschriften zu führen. Solche Regelungen helfen den Betroffenen in der Regel nicht, erschweren aber die Abwicklung von Rechtsgeschäften."

Brossardt zeigte sich zudem verwundert darüber, dass die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die nach ihren eigenen Aussagen angefallenen Kosten in Höhe von 26 Millionen Euro herunterspiele. "Auch 26 Millionen Euro sind keine Peanuts. Jeder Euro, den wir für zusätzliche sinnlose Bürokratie ausgeben, ist ein Euro zuviel!"

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