Dienstag, 06. Dezember 2016


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Modellregion Breitband Harz startet in zweite Phase

(lifePR) (Wernigerode, ) Im Landkreis Harz gibt es Orte die überhaupt keinen Breitbandzugang haben oder nur mit sehr geringer Zugangsgeschwindigkeit ihre Dienste anbieten können. Sie stellen die so genannten "Weißen Flecke" im Breitbandatlas der Bundesregierung, einer regional differenzierten Darstellung der Verfügbarkeit von Breitband-Internetanschlüssen, dar. Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert, der maßgeblich die Initiative in der Region vorantreibt, erklärt, "dass die Deutsche Telekom sich mit der Breitbanderschließung leider nur auf die Großstadtregionen konzentriert und aus kommerzieller Sicht kein Interesse an der Einrichtung von Breitband in der Fläche hat. Deshalb ist es für diese betroffenen Regionen zwingend erforderlich, durch Eigeninitiative alternative Carrier zur Telekom für den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur zu begeistern." Wir übernehmen im Harzkreis eine Vorreiterrolle in der Breitbandfrage für Sachsen-Anhalt", so Prof. Fischer-Hirchert vom Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz weiter.

In der heutigen Zeit ist eine Breitbandversorgung ein so genannter "harter" Standortfaktor für die Neuansiedlung von Unternehmen. Nicht nur große und mittelständische Unternehmen sondern auch Handwerksbetriebe, Landwirte, Händler, Ingenieurbüros aber auch Behörden und Privatpersonen sind auf diese moderne Technologie zwingend angewiesen. Die Vorteile liegen darin, dass industrielle Neuansiedlungen, bestehende Industrie und Tourismus gefördert werden können. Dies führt beispielsweise durch attraktives Multimedia-Hotel-Infotainment oder GPS-Wanderkarten zu einer Angebotserweiterung im Tourismusbereich, einem verbesserten Datenaustausch im Handel oder einer regionalen Vernetzung von Hotels mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die dadurch ausgebaute Erreichbarkeit führt zur Erhöhung der regionalen Attraktivität und kann helfen, den Aderlass an Einwohnerschwund in Sachsen-Anhalt zumindest aufzuhalten.

Die Ministerien Kultus, Wirtschaft sowie Umwelt und Landwirtschaft, die Hochschule Harz, mehrere Wirtschaftsförderabteilungen kreisangehöriger Städte, die Harz AG und ein Fachunternehmen aus der Wirtschaft haben bereits am 25. Februar 2008 den Landkreis Harz zum Projekt "Modellregion Breitband Harz" erklärt. Ein sehr positives Ergebnis der Konferenz war einerseits die Einrichtung einer Regionalstelle als Breitbandmanager für die Region Harz, die in Kürze besetzt werden wird, andererseits der erweiterte Fokus auf die mit der neuen Technik möglichen Breitbanddienste, insbesondere auf den sozialen Bereich, die unter dem Schlagwort Ambient Assisted Living bekannt sind. Dazu startet im Herbst eine zweite Regionalkonferenz, deren Aufgabe darin besteht, anwendungsorientierte Ideen zu neuen möglichen Breitbanddiensten zu erarbeiten. Interessierte Unternehmen und Diensteanbieter sind herzlich eingeladen, sich dabei einzubringen. Weitere Informationen sind bei Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert der Hochschule Harz abrufbar (Tel.: 03943/659-351, E-Mail: ufischerhirchert@hs-harz.de).

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