Dienstag, 06. Dezember 2016


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Thomas Ruff In der Galerie der HBKsaar

(lifePR) (Saarbrücken, ) In der dritten Ausstellung der Galerie der HBKsaar wird eine Werkauswahl des Fotografen Thomas Ruff gezeigt. Geboren 1958 in Zell am Harmersbach im Schwarzwald, gehörte Thomas Ruff neben Candida Höfer, Thomas Struth und Andreas Gursky zwischen 1977 und 1985 der legendären Klasse für Fotografie von Bernd und Hilla Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie an. Heute zählt Thomas Ruff wie die Amerikanerin Cindy Sherman, der Japaner Nobuyoshi Araki und der Kanadier Jeff Wall zu den weltweit bedeutenden Fotografiekünstlern. Bereits mit 23 Jahren, noch als Student, begann Ruff, seine Arbeiten in wichtigen Galerien und Kunstinstitutionen in Deutschland, sehr bald in Frankreich, der Schweiz, Kanada, Holland, den USA, Italien, Belgien, England, Skandinavien, Spanien, Japan und Israel zu zeigen. Mit seiner seit 1986 entstandenen, großformatigen Porträt-Serie erlebte Thomas Ruff 1987/88, ähnlich wie Thomas Struth in dieser Zeit, seinen Durchbruch am deutschen und internationalen Kunstmarkt.

Seit den späten 1970er Jahren hat Thomas Ruff in bisher 18 Werkgruppen ein umfangreiches fotografisches Werk geschaffen, das den Blick auf alle Bereiche unserer Gegenwart lenkt. Ruffs Serien wie etwa die Porträts der 1980er Jahre, die Nächte in den 1990er Jahren oder in jüngerer Zeit die nudes und Jpegs wirken zeittypisch, ohne aber Gesellschaft oder Politik direkt zum Thema zu haben. In Ruffs nüchterner - und ernüchternder - Beschränkung auf die scheinbar einfache Frage der Wahrnehmung und in seiner Ablehnung der älteren Kunstaufträge Schönheit und Wahrheit spiegelt sich eine (bild-)historische Entzauberung wider, die ihn zum illusionslosen Zeitgenossen unserer heutigen Situation macht und ihn zugleich an das jüngste Ende einer Linie von Künstlern wie Marcel Duchamp, Andy Warhol oder Gerhard Richter stellt.

Immer erzeugt Thomas Ruff Bilder von Bildern, künstlerische Bilder von Gebrauchs- und massenmedialer Fotografie. Seine Motivation sind nicht idiosynkratische Unerklärbarkeiten oder ein bestimmter Marktgedanke, vielmehr steht für jede seiner Werkgruppen stets eine eingehende fotohistorische sowie technische Recherche am Beginn der Arbeit. Dabei entsteht eine künstlerische Zeitgenossenschaft, in der sich Thomas Ruff über die Verselbständigung des Bildlichen aber immer im Klaren ist: »Fotografien sind natürlich immer noch Abbilder, nur das Vorbild für die Fotografie ist in meiner Generation wahrscheinlich nicht mehr die Wirklichkeit, sondern Bilder, die wir von dieser Wirklichkeit kennen.«

Das K4 forum wird der Hochschule von Werner Deller, Saarbrücker Vermittler und Förderer aktueller Kunst, als kostenfreie Unterstützung der Galerie der HBKsaar zugänglich gemacht. Das Programm wird kuratiert von Matthias Winzen.

Eröffnung

Freitag, 24. Oktober 2008, 19.00 Uhr
K4 forum, St. Johanner Markt 24, 66111 Saarbrücken Ausstellung: 25. Oktober bis 7. Dezember 2008

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