Freitag, 09. Dezember 2016


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Zentrale Anlaufstelle für Studierende und Raum für Verwaltung

Ministerin Kühne-Hörmann übergibt Schlüssel für das "Erwin-Stein-Gebäude" der Universität Gießen / Ehemaliges Finanzamt wurde für 8,1 Millionen Euro saniert

(lifePR) (Wiesbaden / Gießen, ) Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, hat das für insgesamt gut 8,1 Millionen Euro hergerichtete neue Verwaltungsgebäude der Justus-Liebig-Universität Gießen offiziell seiner Bestimmung übergeben. Durch die Sanierung des ehemaligen Finanzamts an der Goethestraße kann die Universität mehrere bisher im Wesentlichen auf alte Wohngebäude im Stadtgebiet verteilte Abteilungen ihrer Verwaltung in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihrem traditionellen Hauptgebäude zusammenführen.

Mit der Namensgebung "Erwin-Stein-Gebäude" wird gleichzeitig ein bedeutender hessischer Politiker der Nachkriegszeit und Richter am Bundesverfassungsgericht gewürdigt. Der Jurist Erwin Stein (1903-1992) gilt als einer der Väter der hessischen Landesverfassung. Er gehörte von 1946 bis 1951 als CDU-Abgeordneter dem Landtag an und amtierte von 1947 bis 1951 als hessischer Kultusminister und ab 1949 gleichzeitig als Justizminister. Aufgrund der Wahl durch den Bundesrat war Stein von 1951 bis zu seiner Pensionierung Ende 1971 Richter am Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe.

Staatsministerin Kühne-Hörmann sagte: "Mit Bezug des neuen Gebäudes werden die Kommunikationsmöglichkeiten verbessert und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen optimiert. Das ebenfalls hier untergebrachte Studien-Service-Center bietet nun eine zentrale Anlaufstelle für alle Studierenden der Universität. Ich bin überzeugt, dass die Dienstleistungen der Universität für ihre wissenschaftlichen Einrichtungen und die Studierenden auf diese Weise noch effizienter werden."

"Die Rückmeldungen der Nutzer und der Gäste aller Einrichtungen im Erwin-Stein-Gebäude sind ausgesprochen positiv. Ich freue mich auch sehr darüber, dass die Universität mit der Übernahme des Gebäudes einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Weiterentwicklung des Campusbereichs Universitätszentrum gehen konnte", sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.

In dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1929 arbeiten auf einer Hauptnutzfläche von 4.165 Quadratmetern rund 200 Beschäftigte unter anderem des Studierendensekretariats, der Zentralen Studienberatung und des Akademischen Auslandsamts sowie der Personalvertretungen, der Frauenbeauftragten und zentraler Serviceeinrichtungen wie Druckerei, Registratur und Poststelle. Das Bauprojekt hatte zu einer Zeit begonnen, als das Hochschulinvestitionsprogramm HEUREKA des Landes noch nicht aufgelegt war. Dieses sieht bis 2020 Bauvorhaben mit einem Volumen von insgesamt drei Milliarden Euro für die zwölf staatlichen Hochschulen vor.

"Davon entfallen rund 440 Millionen Euro allein auf die Justus-Liebig-Universität", hob Ministerin Kühne-Hörmann hervor. Die Investitionen führten zu einer Neustrukturierung aller Bereiche der Universität. Im Rahmen des vom Land mitfinanzierten Konjunkturpakets II des Bundes seien weitere 33,6 Millionen Euro für die Universität Gießen vorgesehen. Hier bestehe im Zuge der energetischen Gebäudesanierung nicht nur die Chance, die Umweltbilanz zu verbessern, sondern natürlich auch die laufenden Energiekosten der Hochschule nachhaltig zu reduzieren.

"Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass die Landesregierung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das Ziel weiterverfolgt, die Hochschulen in Hessen und die Hochschulregion Mittelhessen grundlegend auszubauen und zu modernisieren", hob die Ministerin nicht zuletzt auch im Hinblick auf die laufenden Verhandlungen zur Neuauflage des Hochschulpakts hervor. Die Realisierung von HEUREKA bedeute für die Hochschulen nicht nur einen Modernisierungsschub, sondern auch eine bisher nicht gekannte Planungssicherheit für Bauvorhaben.

"Die Landesregierung steht auch unverändert zu ihrer Zusage, die Hochschulen im Rahmen des Forschungsförderprogramms LOEWE zu unterstützen, um ihre nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern", fügte Kühne-Hörmann hinzu. 410 Millionen Euro stehen in dieser Legislaturperiode im Rahmen von LOEWE zur Verfügung. Eine erfolgreiche Bewerbung in diesem Programm sichert den Hochschulen Anschubmittel für Schwerpunktbildungen und erleichtert damit eine Profilierung. So hat die Justus-Liebig-Universität auf der Grundlage ihres einzigartigen und profilbildenden Schwerpunkts der Lebenswissenschaften und ihrer erfolgreichen Graduiertenförderung in den Geistes- und Kulturwissenschaften ihre Zukunftsstrategie gewählt und gibt damit ihre wichtigsten Leitlinien vor.

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