Freitag, 20. Januar 2017


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Luftreinhalteplan Rüsselsheim in der Offenlegung

Stickstoffdioxidbelastung in Rüsselsheim übersteigt gesetzliche Grenzwerte

(lifePR) (Wiesbaden, ) "Wenn es in einer Kommune zu einer anhaltenden Überschreitung von gesetzlichen Grenzwerten kommt, dann müssen Kommune und Land handeln. In Rüsselsheim ist dies der Fall und jetzt müssen Maßnahmen ergriffen werden um die Situation zu verbessern", erklärte Priska Hinz heute in Wiesbaden zur Offenlegung des Luftreinhalteplans der Stadt Rüsselsheim. Dort überschreitet der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid (NO2) in der Luft an der Messstelle am Rugby-Ring die gesetzlich zugelassenen Grenzwerte. Aus diesem Grund wird der bestehende Luftreinhalteplan für das Rhein-Main-Gebiet in Rüsselsheim fortgeschrieben, in dem einzelne und gebündelte Maßnahmen aufgeführt werden, um die Stickstoffdioxidbelastung der Luft zu senken.

Durch Messungen und ergänzende Modellberechnungen ist nachgewiesen, dass ein Großteil der Luftbelastung in Rüsselsheim auf den Verkehr zurück zu führen ist. Insbesondere gibt es einen relativ starken Lkw-Verkehr, der die Stadt nur durchquert.

Als wesentliche Maßnahme zur Einhaltung des Grenzwertes von 40µg/m³ wurde ein Lkw-Durchfahrtsverbot in den Plan aufgenommen. Dieses soll bereits ab September gelten. Damit werden reine Lkw-Durchfahrten unterbunden und um die Stadt herumgeleitet.

Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen zur Verminderung der Emissionen aus dem Straßenverkehr im Planentwurf enthalten. So sollen die städtische Busflotte weiter erneuert und die Ampelschaltung im Bereich nördliche B43 optimiert werden.

Laufende Maßnahmen zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs sollen fortgeführt bzw. ausgebaut werden. Hierzu gehören der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und des car-sharings sowie die aktive Bewerbung des Pendlerportals Hessen.

Bestehende Projekte im Bereich Energieeinsparung und Energieeffizienz werden fortgeführt. Unter der Voraussetzung, dass die Maßnahmen konsequent umgesetzt werden und der Lkw-Verkehr mit Start/ Ziel in Rüsselsheim nicht weiter zunimmt, kann im Jahr 2018 mit einer Einhaltung des NO2-Jahresmittelwertes gerechnet werden.

Der Planentwurf liegt vom 21. April bis zum 20. Mai 2015 beim Umweltamt der Stadt Rüsselsheim zur Einsichtnahme aus. Bis zwei Wochen nach der Auslegung, d.h. bis einschließlich zum 3. Juni 2015, können Einwendungen, Bedenken und Anregungen beim Umweltministerium vorgebracht werden. Der Planentwurf ist auch auf den Internetseiten des Umweltministeriums (www.umwelt.hessen.de) und des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (www.hlug.de) einsehbar.

Nach wie vor überschreitet der Luftschadstoff-Parameter Stickstoffdioxid (NO2) an vielen hessischen verkehrsbezogenen Messstellen den Jahresgrenzwert. Dieses Problem tritt bundeslandübergreifend auf und veranlasst die zuständigen Behörden zur Aufstellung bzw. Fortschreibung von Luftreinhalteplänen. In Hessen werden die Pläne für die betroffenen Gebiete und Ballungsräume durch das Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Verbraucherschutz und Landwirtschaft (HMUKLV) aufgestellt.

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