Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Lautenschläger: Land fördert Bodensanierung in Stadtallendorf mit 160 Millionen Euro

877.000 Kilogramm Schadstoffe und 3.000 Kilogramm Sprengstoff entfernt

(lifePR) (Wiesbaden, ) Die Hessische Landesregierung hat die die Sanierung des Rüstungsaltstandortes Stadtallendorf mit rund 160 Millionen Euro gefördert. Dies teilte die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger am Freitag in der Hessentagsstadt Stadtallendorf (Kreis Marburg-Biedenkopf) mit. Neben der Sanierung der bewohnten Flächen des Rüstungsaltstandortes wurde auch der Außenbereich der ehemaligen Sprengstoff-Werke wie der TRI-Graben, die TRI-Halde und der Münchbach saniert. Rund 877.000 Kilogramm Schadstoffe und mehr als 3.000 Kilogramm Sprengstoff wurden auf dem Gelände und im Außenbereich der ehemaligen Sprengstofffabrik beseitigt. Im Außenbereich wurden 25.000 Tonnen Boden ausgehoben und 26.000 Kilogramm Schadstoffe entfernt. "Dies ist ein guter Tag für Stadtallendorf. Mit den abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen im bewohnten Bereich und dem Abschluss der Maßnahmen im Außenbereich wird die Hinterlassenschaft des zweiten Weltkriegs immer kleiner", betonte Lautenschläger.

Nach Abschluss der Sanierungen im bewohnten Bereich im Jahr 2006 wurden die Verunreinigungen in Boden und Kanälen entfernt und Kanäle in Einzelfällen stillgelegt. "Die sanierten Flächen sind in vollem Umfang wieder nutzbar und stellen weder eine Gefährdung für die Menschen noch für die Umwelt da", sagte die Ministerin. "Die Ressource Grundwasser konnte wirksam geschützt werden und steht der Region somit weiter als qualitativ hochwertiges Trinkwasser zur Verfügung", ergänzte die Ministerin. Durch Verbrennung in einer thermischen Behandlungsanlage konnten Lautenschläger zufolge hoch giftige Schadstoffe in Böden und anderen Materialien unschädlich gemacht werden. Die Sanierungsmaßnahmen hätten einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt des Industriestandortes geleistet. Durch die Nutzbarkeit der Areale könnten zahlreiche Arbeitsplätze erhalten, gesichert und sogar ausgebaut werden, sagte sie.

"Die Gesundheit der Menschen und die Sicherung von Arbeitsplätzen hat für die Hessische Landesregierung oberste Priorität", unterstrich Lautenschläger. Die Beseitigung von Altlasten sei wichtig und werde daher vom Land gefördert. Die Hessische Landesregierung stelle laut der Ministerin im laufenden Jahr 26,5 Millionen Euro für die Sanierung von gewerblichen Altlasten und Rüstungsaltlasten zur Verfügung. Insgesamt seien die Sanierung von Rüstungsaltlasten von 1992 bis 2009 mit 255 Millionen Euro, die Sanierung von gewerblichen Altlasten mit 270 Millionen Euro und die Sanierung von kommunalen Altlasten mit 150 Millionen Euro gefördert worden.

Hintergrund zu den Sanierungsarbeiten im Jahr 2009

Bei den Sanierungsbereichen handelt es sich zum einen um den TRI-Graben und den Münchbach, über die Sickerwässer der ehemaligen TRI-Halde abgeleitet wurden und zum anderen um eine Fläche westlich der TRI-Halde, auf der sich während der Sprengstoffproduktion Einrichtungen zur Behandlung des Abwassers befanden. Gleichzeitig mit der im Auftrag des Hessischen Umweltministeriums durch die HIM GmbH durchgeführten Maßnahmen der Altlastensanierung musste auch die in der Verantwortung der Stadt Stadtallendorf liegende Abdichtung der Gewässersohle des Münchbachs zum Schutz des Grundwassers durchgeführt werden. Die HIM GmbH wickelte die Gesamtmaßnahme ab und setzte die Gewässersanierung auf der Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung mit der Stadt Stadtallendorf um. Durch diese Kooperation konnte der wiederholte Eingriff in das Gewässer vermieden und Kosteneinsparungen erreicht werden. Bei den noch ausstehenden Maßnahmen im Außenbereich werden auch die Ergebnisse eines 2009 abgeschlossenen Forschungsvorhabens zum natürlichen Rückhalt- und Abbau von Schadstoffen berücksichtigt. Die sorgfältige Überwachung der Grundwasserqualität wird noch über einen sehr langen Zeitraum fortgesetzt werden müssen. Für das Trinkwasser besteht keine Gefahr.

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