Montag, 05. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 547781

Handwerkszeug für Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspflegehelfer

Erfolgreiche Absolventen der Herzogsägmühler Fachschule

(lifePR) (Peiting-Herzogsägmühle, ) Was machte einen guten Heilerziehungspfleger aus? Dieser Frage widmete sich unter anderem die Rede von Jutta Pyka, Schulleiterin der Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe in Herzogsägmühle. Was in einem Werkzeugkasten eines Installateurs liegt, das könne sich jeder vorstellen - dazu gehören eben unter anderem Rohrzange, Lötkolben und vieles mehr - und er benötigt ein umfassendes Fachwissen.

Im "Werkzeugkasten" eines Heilerziehungspflegers befände sich in erster Linie aber der Heilerziehungspfleger selbst mit seinen Fähigkeiten, über sich selbst nachzudenken, seine eigenen Fähigkeiten einschätzen zu können, mit seiner Kompetenz, den Hilfeberechtigten mit Humor und Toleranz zu begegnen und den Hilfeberechtigten so zu akzeptieren, wie er ist. Dann sollte der gute Heilerziehungspfleger auch in eine positive und entwicklungsfördernde Beziehung treten können, dazu muss er die Bedürfnisse und Wünsche, die Fähigkeiten und auch den Unterstützungsbedarf des Klienten kennen. Um all dies im Werkzeugkasten zu haben, benötigt er Theoriewissen, dass angemessen und situationsbezogen angewendet werden kann.

Gute Heilerziehungspfleger zeichnen sich also nicht nur durch gute und sehr gute Noten in den Theoriefächer aus, sondern vor allem in der Praxis und in der Umsetzung des Wissens, verbunden mit einem menschenwürdigen und respektvollen Umgang mit den Hilfeberechtigten. Aus diesem Grund gab es bei der Abschlussfeier der Fachschule keine Ehrung der "Besten" mit dem besten Notendurchschnitt. Jeder Mensch ist einzigartig und hat besondere Fähigkeiten. Er ist gut so wie er ist. Heilerziehungspfleger sollen wahrgenommen werden als einzigartige und wunderbare Menschen, jeder mit seinen besonderen Fähigkeiten, die sich nicht nur in Schulnoten abbilden lassen.

Die Abschlussfeier wurde von allen Klassen gestaltet. Der Gottesdienst widmete sich dem Thema "Eingang - Ausgang - Übergang". Die Absolventen beteiligten sich mit kreativen Beiträgen wie Liedern, Clownerien und einen Rückblick auf die Zeit ihrer Ausbildung. Viele Abschiedsworte an scheidende Kolleginnen und an die Abschlussklassen wiederholten das Thema des Gottesdienstes: Jeder Abschied ist gleichzeitig ein Neubeginn und jedem "Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben." (Hermann Hesse)

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