Montag, 05. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 543307

Die Möglichkeiten in der Implantatprothetik ausschöpfen

Abutments und Implantate sicher kombinieren

(lifePR) (Hanau, ) Mit den verschraubten Suprastrukturen cara I-Bridge®, cara I-Bar® und cara I-Butment® von Heraeus Kulzer bleiben Anwender in der Implantatprothetik flexibel und decken alle gängigen Systeme ab. Gerade bei Patienten mit verschiedenen Implantaten erleichtert das die Versorgung. Worauf Anwender dabei achten sollten, erklärt Rechtsanwalt Dr. Karl-Heinz Schnieder, Fachanwalt für Medizinrecht.

Implantatbrücken oder Einzelabutments, die durch passende Anschlussgeometrien auf verschiedene Implantatsysteme passen, erleichtern die Behandlung. Was sollten Zahnärzte bei der Kombination beachten?

Entscheidend ist, mit welchen Produkten die einzelnen Systemteile laut CE-Zertifizierung kombiniert werden dürfen, die sogenannte Zweckbestimmung der jeweiligen Hersteller. Sie regelt, ob und mit welchen anderen Produkten das Implantatteil verbunden werden darf. Wenn die Kombination durch die benannte Prüfstelle zugelassen und mit der CE-Kennzeichnung versehen ist, stellt sie für den Anwender kein rechtliches Risiko dar. Im Schadensfall muss ein Gutachten nachweisen, dass Komplikationen erst durch die Verbindung von Implantat und Aufbauelement aufgetreten sind. Die Zweckbestimmung finden Anwender in der Gebrauchsanweisung. Wer sich an die Zweckbestimmung der Hersteller hält, kann die Behandlungsmöglichkeiten neuer, flexibler Implantatlösungen in seiner Praxis voll ausschöpfen.

Steigt das Risiko für den Zahnarzt, wenn er Implantatteile verschiedener Hersteller kombiniert? Wer haftet im Schadensfall für was?

Nein, das rechtliche Risiko für den Behandler ist nicht größer, wenn er Teile verschiedener Hersteller kombiniert, die dafür zugelassen sind. Grundsätzlich gilt: Jeder Hersteller haftet für Mängel seines Produktes. Das gilt auch, wenn dieses mit anderen Teilen kombiniert wird. Empfiehlt ein Anbieter eine Kombination, die nicht durch die CE-Zertifizierung abgedeckt ist, haftet er nach einem Urteil des Landgerichts Frankfurt für Schäden. Der Zahnarzt haftet, wenn er Produkte entgegen den Herstellervorgaben verbindet oder seinen Patienten eine Therapiemaßnahme außerhalb der Zweckbestimmung empfiehlt und dadurch ein Schaden entsteht.

Was raten Sie Zahnärzten im Schadensfall?

Zunächst sollten sie ihre Haftpflichtversicherung informieren. Diese übernimmt die Regulierung und benennt einen Fachanwalt, wenn eine außergerichtliche Einigung nicht möglich ist. Vermeiden sollten Zahnärzte Aussagen zu vermuteten Schadensumständen. Bei Problemen mit einem verwendeten Produkt sollten sie den oder die betroffenen Hersteller informieren, um die Haftung zu klären.

Die aktuelle Plattformübersicht der cara I-Produkte finden Interessierte unter www.cara-kulzer.de. Weitere Informationen zur sicheren Kombination von Implantatteilen fasst das Q&A von Heraeus Kulzer zusammen: www.cara-kulzer.de/fremd-abutments.

Zur Person
Dr. Karl-Heinz Schnieder unterstützt Zahnärzte als Mitinhaber der kmw, Kanzlei für Wirtschaft und Medizinrecht, in Rechtsfragen. Der Fachanwalt für Medizin- und Sozialrecht war zuvor Referatsleiter Recht bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe und kennt die rechtlichen Stolpersteine im Praxisalltag.

Weitere Informationen zu Heraeus Kulzer
- Webseite mit Informationen zum Unternehmen und zu den Produkten: www.heraeus-kulzer.de
- YouTube-Kanal mit praktischen Tipps und Tricks: www.heraeus-kulzer.com/youtube
- Facebook-Seite mit den aktuellsten News aus dem Hause Heraeus Kulzer: www.heraeus-kulzer.de/facebook
- cara Facebook-Seite mit Updates aus der digitalen Prothetik: www.cara-kulzer.de/facebook

Heraeus Kulzer GmbH

Die Heraeus Kulzer GmbH ist ein weltweit führendes Dentalunternehmen mit Sitz in Hanau (Deutschland). Als verlässlicher Partner unterstützt das Unternehmen seit Jahrzehnten Zahnärzte und Zahntechniker mit einem umfassenden Produktangebot in der Ästhetischen Zahnheilkunde, Zahnerhaltung, Prothetik, Parodontologie und Digitalen Zahnheilkunde. Ihr Fachwissen und ihr Herzblut für den Dentalmarkt treiben die über 1.400 Mitarbeiter an 25 Standorten weltweit an. Sie verkörpern das, wofür der Name Heraeus Kulzer steht: Service, Qualität und Innovation. 2013 erzielte Heraeus Kulzer so einen Produktumsatz von mehr als 400 Mio. USD.

Heraeus Kulzer gehört zur japanischen Mitsui Chemicals-Gruppe. Die Mitsui Chemicals Inc. (MCI) mit Sitz in Tokio ist mit über 14.700 Mitarbeitern bei 134 Tochtergesellschaften in 27 Ländern aktiv. Ihre innovativen und funktionalen Chemieprodukte sind in der Automobil-, Elektronik- und Verpackungsindustrie ebenso gefragt wie im Umweltschutz und im Healthcare-Bereich.

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