Samstag, 03. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 135747

Veranstaltungen im HAU

(lifePR) (Berlin, ) Bruce LaBruce schreibt über seine neue Theaterarbeit, die am 10. Dezember im HAU 2 Premiere hat: "The Bad Breast" entstand aus meinem lang gehegten Wunsch heraus, ein "weibliches Melodram" zu kreieren, das Genre, in dem all meine schwulen Lieblingsregisseure - von George Cukor bis zu George Kuchar - gearbeitet haben. (...) Susanne Sachsse wirkte bereits in zwei meiner Filme mit, "The Raspberry Reich" und "Otto; or, Up with Dead People", und in zwei meiner Theaterprojekte: "CHEAP BLACKY" - produziert am HAU in Berlin - und "Macho Family Romance" - am Theater Neumarkt in Zürich. Es lag auf der Hand, dass ich sie auch für die Rolle der hysterisch-nymphomanischen Patientin in "The Bad Breast" gewinnen konnte. Katharina Klewinghaus, die mutige Schauspielerin der Medea Yarn in "Otto; or, Up with Dead People", spielt die Psychoanalytikerin. Bühnenbild und Kostüme stammen von Marc Brandenburg, die Musik komponiert Planningtorock, und mit Miss Vaginal Davis, Nando Messias, Robin Poitras und Laurie Young bringt "The Bad Breast" eine Reihe bemerkenswerter kreativer Talente auf die Bühne - mit einem klaren Ziel: Wir möchten Sie mitreißen und - hoffentlich - inspirieren."

"The Bad Breast" ist eine intellektuell-berauschte Mischung aus psychoanalytischer Theorie, Feminismus, klassischer europäischer Filmkunst und dem Melodram "made in Hollywood"!

In den Kellern des Ethnologischen Museums Berlin schlummern Tausende Tondokumente, die mit Hilfe des Phonographen im 19. Jahrhundert auf beschwerlichen Reisen gesammelt wurden. OPER DYNAMO WEST geht in "Amazonas" auf Expedition ins Wachswalzenarchiv, folgt den Spuren der Forscher und sammelt dabei Reiseberichte, technische Daten und zerkratzte Melodien und Rhythmen aus aller Welt.

Aus dem Material entsteht ein Tunnel in das Tonstudio unserer Bühne und zu dem Moment, als die Forscher sich schwitzend, zitternd und übermüdet auf der Jagd nach Musik durch die Fremde kämpften. Im Rauschen des Staubs auf den Rillen der Wachswalzen findet Oper Dynamo West Trommeln im Urwald, chinesische Gesänge und Schweizer Jodelchöre und fragt nach den Anstrengungen des Archivierens zwischen Wachswalzen und digitalen Datenmassen. Dabei entsteht eine szenische Collage aus Texten, Bildern und Komposition.

Sie sind modern, pragmatisch und dennoch kritisch eingestellt? Bei Fragen zu Umwelt und globaler Gerechtigkeit haben Sie eine fortschrittliche Haltung? Sie fühlen, dass sich etwas ändern muss? Sie vermeiden es, an den Tod zu denken? Religion ist für Sie Privatsache? Der Kapitalismus kann nicht alles sein? Und manchmal haben Sie unbegründet Angst? "The Himmelfahrt Radio Show" ist die neue Musiktheaterproduktion von Thomas Fiedler und Jan Dvorak ("Hamburg Requiem"/"Orchester-Karaoke"). Als KOMMANDO HIMMELFAHRT begeben sie sich an die unsicheren Grenzen politischer und wissenschaftlicher Utopien. Sie führen die Ideen der russischen Biokosmisten weiter und erzählen die Geschichte vom zukünftigen Untergang der Bundesrepublik. Im Stile eines 50er-Jahre-B-Movies träumen sie von der Umwandlung der Erde und der Menschheit und beschwören den Geist des russischen Philosophen N. F. Fedorow (1829-1903):

"Die Erde wird der erste Stern am Himmel sein, der nicht durch die blinde Kraft des Falls bewegt wird, sondern durch die Vernunft, die wiederherstellt und dadurch Fall und Tod verhindert. Alles wird verwandt, nicht aber fremd sein."

"The Himmelfahrt Radio Show" wird live im HAU 1 für das Radio produziert und ist eine rasant durchkomponierte Achterbahnfahrt durch viele musikalische Zeitebenen. Vom Popsong bis zur Chorfuge, vom Streichtrio bis zum Artrockgetöse entfaltet sich ein radiophones Musiktheater mit den Schauspielern Maria Schrader und Fabian Gerhardt sowie dem Apokalyptiker Friedrich Liechtenstein. Hinzu treten singende physikalische Teilchen und Wissenschaftler, der Kammerchor der Charité TONIKUM (Ltg. Kerstin Behnke), der Posaunenchor der ZENTRALKAPPELLE, das Streichtrio ENSEMBLE TRICORDE und die Hamburger Band TEN TA TO.

Wir leben in der Krise. Das ist klar. Es spitzt sich zu. Seit langem schon. Aber eines haben wir schon immer gewusst: Musik kann uns retten.

Und ein Konzert: Nach sechs Jahren endlich wieder in Berlin: Der Meister des Japanischen Noise, MERZBOW. Seit 1979 entwirft Masami Akita aus Tokio unter diesem Namen abstrakte Lärm-Tornados, die sich aus der Auseinandersetzung mit Collage, Cut-up, Junk-Art-Ästhetik, Dada, surrealistischen Automationstechniken, Progressivem Rock, Psychedelik und Japanischem Bondage speisen. Mit über 200 Veröffentlichungen hat er das Genre Japanoise quasi im Alleingang geschaffen. Neben seinem musikalischen Wirken betreibt Akita zwei Musiklabels, ist Autor von Büchern zu Kunst, Avantgarde und Postmoderne sowie Herausgeber einiger japanischer Magazine.

Die unzähligen Projekte von Merzbow mit Ausflügen in die Bereiche Tanz, Performance, Malerei, Film und Videokunst unterstreichen seine künstlerische Offenheit. Ebenso wie die eindrucksvolle Liste seiner Zusammenarbeiten mit Künstlern wie Mike Patton, Russell Haswell, Keiji Haino oder Aphex Twin.

Das Berliner Konzert wird Merzbow zusammen mit dem ungarischen Schlagzeuger BALASZ PANDI spielen, der u.a. für Otto von Schirach und in dem Avantgarde-Kollektiv To Live and Die in L.A. trommelt. In Berlin war er zuletzt mit dem Brurial Chamber Trio (Greg Anderson, Oren Ambarchi, Attila Czihar) beim Club Transmediale Festival 2007 zu hören. Den passenden Einstieg in den Abend gestalten VORTEX. Hinter diesem Namen verbirgt sich die Premiere des Duos zweier herausragender Künstler, die sich seit Jahren mit Projekten zwischen Noise, Drone, Metal, experimenteller Elektronik und freier Improvisation bewegen: Antoine Chessex und Peter Votava.

BUCHPRÄSENTATION: FILM, AVANTGARDE UND BIOPOLITIK

HRSG. V. SABETH BUCHMANN, HELMUT DRAXLER UND STEPHAN GEENE MIT RAINER BELLENBAUM, KATJA DIEFENBACH, BERT REBHANDL, ANDRÉ ROTTMANN, HITO STEYERL U.A.

Anhand exemplarischer Filme, theoretischer Beiträge und politischer Debatten werden grundlegende Fragestellungen des Buches diskutiert: Kann es 'Politik' ohne Rückgriff auf das 'Leben' geben? Welche Rolle spielt der Film für die Herausbildung und (Selbst-)Deutungen moderner Biopolitiken? Muss die Forderung der (historischen) Avantgarden, Kunst in Lebenspraxis und somit in gesellschaftliche Produktivität zu übertragen, angesichts des allgegenwärtigen Lebensparadigmas einer kritischen Revision unterzogen werden? Lassen sich auf methodischer und inhaltlicher Ebene ästhetische Ansätze für eine solche (Neu-)Betrachtung avantgardistischer Denk- und Praxisformen geltend machen?

Weiteres Fotomaterial zu den Projekten steht wie üblich bei uns auf der homepage zum download bereit!

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