Dienstag, 06. Dezember 2016


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Renommierter Schmerzforscher aus Oxford zu Gast an der HAWK

Kooperation zwischen HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit und Verband für Manuelle Therapie

(lifePR) (Hildesheim, ) "How dangerous is this pain I feel really? - Wie gefährlich ist der Schmerz, den ich wirklich spüre?" Auf diese Frage findet das Gehirn auf biochemischem Wege eine Antwort, um die Bedrohlichkeit von Schmerzen für die eigene Gesundheit bewerten zu können. Das ist die These von Dr. Lorimer Moseley. Diese und weitere interessante und neue Erkenntnisse konnten jetzt 80 Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung "Pain: From science to clinical practice" an der HAWK erfahren.

Für die zweitätige Kooperationsveranstaltung zwischen der HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit und dem Deutschen Verband für Manuelle Therapie e.V. (DVMT e.V.) konnte der bekannte australische Schmerzforscher und Physiotherapeut Dr. Lorimer Moseley als Referent gewonnen werden. Dr. Moseley forscht derzeit als so genannter Medical Research Fellow an der University of Oxford im Department of Physiology, Anatomy & Genetics.

Dort ist es vor allem die mit Schmerzmanagement eng verbundene Gehirnforschung, an der Moseley federführend beteiligt ist. Zentrale Erkenntnisse konnten derzeit darüber gewonnen werden, dass Schmerzempfinden ein von mehreren Faktoren abhängiger Mechanismus ist. Der besondere Stellenwert von persönlichen Einstellungen, Haltungen und das alltägliche Wissen über das Schmerzgeschehen sowie die damit verbundenen Erwartungen über bestimmte Konsequenzen aus dem Schmerz ("Jetzt kann ich nicht mehr dies oder das machen") beeinflussen das Schmerzempfinden wesentlich nachhaltiger als die Schwere, das Ausmaß einer Verletzung.

Die Forscher konnten keinen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß einer Verletzung und dem dazu gefühlten Schmerz finden. In Studien zu Patienten und Patientinnen mit chronischen Rückenschmerzen konnte die Forschungsgruppe zeigen, dass ein effektives Schmerzmanagement erzieherische Maßnahmen zum Thema Schmerz enthalten sollte. Die Patienten und Patientinnen, die an der Studie teilnahmen, wurden im Verlauf eines Jahres nahezu schmerzfrei (Moseley, Hodges & Nicholas 2004, Clinical Journal of Pain, 324-330).

Die von Prof'n Dr. cand. Annette Probst und dem DVMT e.V. organisierte Veranstaltung wurde von vielen praktisch tätigen Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen aus dem ganzen Bundesgebiet und Österreich besucht, zwei Teilnehmer waren sogar aus Polen angereist. Für die Studierenden der Physiotherapie an der HAWK war es eine hervorragende Möglichkeit, einen international bekannten Forscher an ihrer Hochschule zu haben.

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