Dienstag, 06. Dezember 2016


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Neue Heimat am Hohnsen für die Akrobaten der Lüfte

HAWK und Hildesheimer Ornitologen richten Nistkästen für Mauersegler am Hochschulgebäude ein

(lifePR) (Hildesheim, ) Gerade noch ziehen Dachdeckermeister Karsten Schaer und sein Auszubildender Nils Schmidt die letzten Schrauben der fünf neuen Nistkästen fest. Die schwindelnde Höhe macht den beiden von Berufs wegen nichts aus. Genauso wenig wie den Mauerseglern, die zukünftig unter dem Dach Gebäudes der HAWK am Hohnsen ihre neuen Behausungen beziehen können. Die kehren nämlich im Mai nächsten Jahres aus ihren Winterquartieren in Äquatorial- und Südafrika nach Hildesheim zurück. Allerdings geschieht dies immer seltener. Denn wegen mangelnder Nistmöglichkeiten ist die Vogelart aus der Familie der Segler in unseren Breitengraden selten geworden. Uwe Schneider vom Ornithologischen Verein zu Hildesheim (OVH) schätzt ihr Vorkommen auf "gerade mal 200 Paare" in Hildesheim. Der Mauersegler steht auch schon auf der Vorwarnliste der "Roten Liste" gefährdeter Brutvögel.

"An sich ist der Mauersegler ein typischer Stadtvogel", sagt Schneider. Prägnant sei sein weit hörbarer und schriller Ruf. Besonders auffällig sind darüber hinaus seine rasanten Flugmanöver. Im Sturzflug erreicht der Mauersegler sogar Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometer pro Stunde. Entsprechend waghalsig hält es der Mauersegler mit seinen Nestern. Eine Mindesthöhe von sechs bis sieben Metern über den Erdboden gehört zu seinen Anforderungen für eine ideale Nistgelegenheit. Meist findet der Mauersegler solche Plätze in Hohlräumen in Dachbereichen. Doch gerade solche werden in der Regel bei Sanierungsarbeiten verschlossen.

"Als ich sah, dass die HAWK Fassadenarbeiten vornimmt, habe ich sofort reagiert und HAWK-Präsident Prof. Dr. Martin Thren angesprochen", erklärt Schneider, der die perfekten Gegebenheiten sofort erkannt hatte. Thren, Forstwissenschaftler, sagte spontan zu, die fünf von der OVH und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) zur Verfügung gestellten Nistkästen anbringen zu lassen "Mauersegler sind nicht nur lustige Gesellen und Kulturfolger, sondern auch Indikatoren für ein gutes Microklima", so Thren. "Das ist ein wunderbarer Beitrag zum Artenschutz der Stadt Hildesheim", freut sich Schneider. Auch HAWK-Gebäudemanager Reinhard Hager blickt zufrieden nach oben: "Die hier vorhandenen Möglichkeiten bieten sich doch geradezu an. Ich freue mich schon, wenn sich im nächsten Jahr die ersten Mauersegler hier ansiedeln."

Es handelt sich übrigens um sehr soziale Vögel, die am liebsten in Kolonien leben. Darum macht es Sinn, gleich fünf dieser Nistkästen nebeneinander anzubringen. Es ist eine Entscheidung für die Zukunft, denn normalerweise kehrt der waghalsige Flugakrobat jedes Jahr an seinen alten Nistplatz zurück.

"Viele sträuben sich davor, an ihrem Gebäude solche Kästen anzubringen - weil sie Angst vor dem Vogeldreck haben", berichtet Schneider und klärt auf: "Gereinigt werden müssen weder Fassade noch Nistkästen. Es sind gerade aus Sicht der Menschen sehr saubere Vögel."

Hausbesitzer, die Rat im Zusammenhang mit dem Ansiedeln von Mauerseglern benötigen oder bereit sind, ebenfalls Nistkästen an ihren Gebäuden anbringen zu lassen, können sich unter der Nummer 05121/ 74 57 132 gerne an den OVH/NABU wenden.

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