Freitag, 02. Dezember 2016


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18. Hanse Sail Rostock

Crews aus 13 Nationen und ein Millionenpublikum

(lifePR) (Rostock, ) Oberbürgermeister Roland Methling: Hanse Sail ist erwachsen

"Die Hanse Sail Rostock ist erwachsen geworden! Als größtes alljährlich stattfindendes Traditionsseglertreffen weltweit ist die Hanse Sail nicht nur für Rostock und unser Land die wichtigste Veranstaltung. Sie hat sich auch als zuverlässiger Partner für die Förderung der Traditionsschifffahrt im Ostseeraum erwiesen. Crews aus 13 Nationen sowie ein Millionenpublikum aus dem In- und Ausland haben die herzliche Gastfreundschaft der Rostockerinnen und Rostocker gespürt. So bleiben Erinnerungen an unvergessliche Augenblicke auf See und an den Kaikanten, an den Bühnen und entlang der Vergnügungsmeilen. Ich danke allen, die zu diesem tollen Erfolg beigetragen haben."

Sail-Chef Holger Bellgardt: Wir haben ein großes Fest erlebt

"Wir haben ein großes Fest erlebt. Die 18. Hanse Sail Rostock wird in wenigen Stunden die Flagge für 2008 einholen. Mit 230 Schiffen aus 13 Nationen, kulturellen Attraktionen und bunten Märkten war die Hanse Sail 2008 ein Ereignis, das lange in guter Erinnerung bleiben wird", schätzt Hanse-Sail-Chef Holger Bellgardt ein.

Die Hansestadt Rostock hat mit der Ausrichtung eines der weltweit größten Windjammertreffen ihre maritime Kompetenz unterstrichen. Traditionelle Schiffe waren die absoluten Publikumsmagneten. Die Hanse Sail hat erneut einen Beitrag zu deren Erhalt leisten können. In Rostock konnte vier Tage lang von etwa einer Million Besucherinnen und Besuchern in einem Lexikon der Schifffahrts- und Schiffbaugeschichte geblättert werden. Die Sail hat in eindrucksvoller Art und Weise gezeigt, wie ein Stück maritimer Geschichte der Menschheit bewahrt werden kann.

"Nach stürmischer Fahrt können wir unser "Hanse-Sail-Schiff" seeklar machen für die Reise zur 19. Hanse Sail Rostock, die 2009 vom 6. bis 9. August Segel setzen wird. Ich danke allen Partnern und Mitgestaltern für ihre beispielhafte Mitwirkung und den Rostockern für ihre Gastfreundschaft. Ein besonders herzliches Dankeschön gilt den teilnehmenden Schiffen. Auf Wiedersehen 2009!"

Keine Hanse Sail ohne großzügige Unterstützung von Sponsoren

Eine Hanse Sail ohne Sponsoren wäre nicht nur schlichtweg undenkbar, sie wäre um eine Vielzahl von Attraktionen ärmer: Keine Shantys auf den Bühnen, kein Konzert im IGA Park, keine Wettbewerbe im Segelstadion, keine Sail-Feuerwerke. Eine Fülle kultureller Angebote wird durch die großzügige Unterstützung von Unternehmen in und um Rostock finanziert. So sorgte beispielsweise das Einkaufszentrum "Globus" dafür, dass der Stargast auf der samstäglichen Sail-Bühne Peter Schilling mit Band Hits der 80er-Jahre präsentierte. Eine stille Attraktion - die Ausstellung von Fotografien finnischer Unterwasserwelten im Warnemünder Baltic Point wäre undenkbar ohne "Eurawasser". Die Fahrt der "Mircea"-Crew aus Rumänien zum Schwesternschiff "Gorch Fock l" nach Stralsund fand mit Hilfe des Busherstellers MAN Nutzfahrzeuge statt, die 2. Hafensinfonie wurde durch Unternehmen der Rostocker Hafenwirtschaft möglich. Ca. 50 Unternehmen stehen dem Büro Hanse Sail jährlich zur Seite.

Erfolgreiche Sail-Premiere der rumänischen Bark "Mircea"

Liebhaber vollbusiger Galionsfiguren werden erstaunt feststellen, dass die rumänische "Mircea" in dieser Hinsicht aus der Reihe tanzt und sich mit der Büste von Prinz Mircea schmückt. Der Namenspatron des Schiffes hatte im 14. Jahrhundert die Dombrudscha von den Türken befreit und somit der Walachei den Zugang zum Seehandel ermöglicht. Zur Rostocker Premiere brachte Commander Gabriel Moise 136 Seekadetten mit, die mit den 68 Männern und Frauen der Stamm-Crew einen erfolgreichen Sail-Start hinlegten. Die "Mircea" war ein Anziehungspunkt für viele Sail-Besucher. "Ich dachte erst, ich habe die ,Gorch Fock' vor mir", begeisterte sich der ehemalige Seemann Kurt Sachs und liegt dabei gar nicht so falsch. Denn die 1938 bei "Blohm & Voss" gebaute "Mircea" darf als Zwillingsschiff der fünf Jahre älteren "Gorch Fock" angesehen werden.

Auswertung des Großmarktes der 18. Hanse Sail fällt positiv aus

"Insgesamt sind wir zufrieden", stellt Heiko Lange als Marktleiter der Großmarkt Rostock GmbH fest. "Der Hanse Sail-Markt im Stadthafen wurde sehr gut besucht." Eine Rolle hierbei spielte natürlich auch das Wetter, das sich gnädig zeigte und vor allem mit dem Sonne-Wolken-Mix am Samstag - dem Haupttag der Hanse Sail - optimale Bedingungen schuf. "Die Stimmung bei den Standbesitzern ist gut", äußert Lange. "Bei den Händlern variieren die Zahlen natürlich je nach angebotener Ware. Aber die Fahrgeschäfte waren gut ausgelastet und der Bier- und Imbissbereich lief sehr gut." Auch die Standbesitzer selbst geben an, ihre Verkaufszahlen an den ersten drei Markttagen seien zufriedenstellend. Der LT-Club hat ca. 1700 Liter Erbsensuppe ausgegeben, beim Stand des Getränkelandes gingen 850 Liter Bier über die Theke und der Captain-Meat-Master verkaufte 400 Kilogramm Bratenfleisch.

Trotz der guten Zahlen fällt die Auswertung des Großmarktes im Vergleich zum Vorjahr kritisch aus. "Man sieht, dass es schwieriger wird", sagt Heiko Lange. "Die Kosten insgesamt steigen und das Kaufverhalten der Besucher verschlechtert sich." So lange aber die Teilnehmerzahl der Schiffe und deren Auslastung so gut bleibe, sieht Lange keine Probleme für den Markt. "Vor allem die hohe Frequenz an den Bühnen belebt die Veranstaltung und natürlich auch die umliegenden Stände." Nach seiner Einschätzung kann der Großmarkt auf der 19. Hanse Sail in der gewohnten Form stattfinden.

Alle Regattateilnehmer werden mit Preisen geehrt

Von der Hanse Sail-Regatta 2008 werden alle Teilnehmerschiffe einen Preis mit nach Hause nehmen: Als First Ship Home nimmt der Clipper "Stad Amsterdam" 2008 auch den ersten Preis der rahgetakelten Traditionssegelschiffe entgegen. Zweiter Sieger in dieser Segelklasse ist die Schonerbrigg "Greif", die sich auf Grund der deutlich geringeren Segelfläche mit dem Clipper aus den Niederlanden kaum vergleichen lässt. Die "Greif" hatte das Kopf-an-Kopf-Rennen mit der schwedischen Brigantine "Baltic Beauty" für sich entschieden. Die "Baltic Beauty" wird mit einem zweiten Preis bedacht. Als Sieger bei den Einmastern wird der niederländische Klipper "Stella Maris" geehrt. Verliehen werden Schiffsmodelle als Relief oder Seidenmalerei und Bildbände zum Kulturerbe Mecklenburg-Vorpommerns.

Die schwedische Kogge "Tvekamp av Elbogen" reiste erstmals über die Ostsee

So viele Koggen kamen noch nie zur Hanse Sail: Die Nachbauten mittelalterlicher Handelsschiffe kommen aus Bremen, Lübeck, Wismar und Kiel, aber erstmals auch aus dem Ausland. Die "Kamper Kogge" aus den Niederlanden und die schwedische "Tvekamp av Elbogen" besuchten erstmals das Rostocker Windjammertreffen und sind begeistert von der Stimmung an den Kaikanten und dem Zuspruch der Besucher. "Das Hanse Sail-Flair ist phantastisch", sagt der Kapitän der schwedischen Kogge Jan Stagling und Claes Ingemann unterstreicht: "Wir werden alles daran setzen, wiederzukommen". Für die "Tvekamp av Elbogen" ist es die erste Fahrt über die Ostsee, nachdem die Replik der Hansekogge aus dem 14. Jahrhundert erst 2007 seetüchtig war. 28 "Mann" Besatzung im Alter von 7 bis 78 sind an Bord des Museumsschiffes aus Malmö, und alle in historischer Kleidung. Der Name "Tvekamp av Elbogen" heißt eigentlich "Zweikampf in Malmö", denn Elbogen ist die alte deutsche Bezeichnung der schwedischen Hafenstadt. Ob auch die niederländische Kogge die 19. Hanse Sail besucht, ist noch nicht entschieden, sagt Bootsmann Jan van der Steeg, denn: "Im Mai 2009 kommen alle Koggen nach Kampen zum Mittelaltertreffen".

Marine zeiht positives Resümee der Hanse Sail
Auch zur 18. Hanse Sail zog die Marine wieder Tausende Besucher an. Der Marinestützpunkt Hohe Düne empfing an drei Tagen 11.000 Besucher, das Schnellboot S 75 "Zobel" im Stadthafen wurde genauso von Schaulustigen belagert wie das modernste Schiff der Deutschen Marine, die Korvette "Braunschweig" in Warnemünde. Absoluter Zuschauermagnet war jedoch das Segelschulschiff "Gorch Fock", das bereits am Samstag 7500 Sehleute begrüßen durfte. Mit dem Ende der Hanse Sail ist das Interesse an der "Gorch Fock" im Jahre ihres 50. Geburtstages jedoch nicht vorbei. "Der weiße Schwan" wird das Schiff gern liebevoll genannt, das am Montag mit über 50 Medienvertretern den Rückmarsch nach Kiel antritt. Die "Gorch Fock" freut sich schon jetzt auf die 19. Hanse Sail im Jahre 2009, im Terminkalender des Marineschulschiffes ist sie schon fest vorgemerkt.

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