Samstag, 10. Dezember 2016


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Umsätze und Aufträge leicht rückläufig

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die Konjunktur im Handwerk des Rhein-Main-Gebietes hält trotz der zur Zeit hohe Wellen schlagenden Finanzkrise und der anhaltend starken Teuerung vor allem im Energiesektor ihren Kurs. Dies ergab die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Rhein-Main unter ihren Mitgliedsbetrieben.

Die Entwicklung der Umsätze im dritten Quartal 2008 verlief rückläufig. Zwar hat sich der Anteil der Betriebe, die gestiegene Umsätze vermelden können, von 19,1 Prozent auf 19,7 Prozent leicht erhöht. Damit wurde auch der Wert aus dem Vergleichsquartal des Vorjahres von 17,6 Prozent übertroffen. Allerdings ist auch der Anteil der Betriebe gestiegen, die gesunkene Umsatzzahlen ausweisen müssen. Lag er im zweiten Quartal noch bei 28,7 Prozent und vor zwölf Monaten bei 28,8 Prozent, geben aktuell drei von zehn Betrieben gesunkene Umsatzzahlen an. Damit ist ebenfalls der Anteil der Betriebe, die mindestens konstante Umsätze verbuchen, leicht gefallen. Beim Ausblick auf die Umsätze für das Jahresschlussquartal 2008 erwarten 15,3 Prozent der Handwerksbetriebe im Rhein-Main-Gebiet steigende Umsätze, während mehr als jeder Vierte mit Umsatzrückgängen rechnet.

Die Auftragslage vermittelt ein etwas ungünstigeres Bild als noch vor drei Monaten: Der Auftragsbestand wird von 15,8 Prozent als gestiegen, von 27,9 Prozent jedoch als gesunken angegeben. Vor drei Monaten lagen diese Größen noch bei 19,9 Prozent für gestiegenen und 26,3 Prozent für gesunkenen Auftragsbestand.

Erfreulich ist die Entwicklung der Beschäftigungssituation bei den Handwerksbetrieben im Rhein-Main-Gebiet. Der Anteil der Betriebe mit mindestens konstanter Beschäftigtenzahl bleibt mit 89,0 Prozent hoch. Im zweiten Quartal 2008 wurden 90,5 Prozent, vor 12 Monaten 88,7 Prozent erreicht. 13,9 Prozent der Betriebe stellen im Endergebnis Mitarbeiter ein, nur 10,9 Prozent müssen letztendlich Mitarbeiter entlassen.

Das Preisniveau bleibt eine Belastung für die Betriebe. Mehr als jeder zweite Betrieb sieht sich gestiegenen Einkaufspreisen gegenüber. Nur fast jeder fünfte Betrieb kann dagegen selbst Preiserhöhungen am Markt durchsetzen. Hingegen muss jeder zehnte Betrieb niedrigere Verkaufspreise akzeptieren. Von gefallenen Einkaufspreisen können lediglich 3,0 Prozent der Betriebe profitieren.

Handwerkskammer-Präsident Bernd Ehinger: "Die krisenhafte Entwicklung auf den internationalen Finanzmärkten und die Abschwächung der Weltwirtschaft machen sich noch nicht bemerkbar. Trotzdem beobachten wir schon seit Jahren, dass es schwieriger wird für kleine und mittlere Betriebe die notwendigen Kredite zu bekommen. Aus unterschiedlichen Gründen. Und das verschärft sich jetzt. Die Eigenkapitalsituation der Banken hat sich erheblich verschlechtert durch die vielen Abschreibungen, Wertberichtigungen, die Verluste, die sie konkret gemacht haben und da es einen Zusammenhang zwischen Eigenkapital gibt und den Kreditvergabemöglichkeiten, wird alleine schon daraus deutlich, dass es künftig schwieriger sein wird und das ist ein Problem für viele Betriebe".

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