Dienstag, 24. Januar 2017


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Die Konjunktur des schleswig-holsteinischen Handwerks im IV. Quartal 2009

Die Krise ist nicht mehr zu spüren

(lifePR) (Flensburg/Lübeck, ) Die Trendwende ist geschafft. Das ist die wichtigste Botschaft der aktuellen Konjunkturumfrage des schleswig-holsteinischen Handwerks. Derzeit beurteilen 31 % der befragten Betriebe ihre Geschäftslage als gut, 51 % als befriediegend und 18 % schlecht (Vorquartal: 28 % gut, 52 % befriedigend, 20 % schlecht).

Wie schon im letzten Quartal sind damit die verhaltenen Erwartungen aus dem Vorquartal übertroffen worden. Aufgrund dieser erneuten Stimmungsverbesserung kann davon ausgegangen werden, das die infolge der weltweiten Finanzkrise auch betroffene Binnenkonjunktur - und damit auch das Handwerk - die Trendwende geschafft hat.

"Das Handwerk ist insgesamt mit einem blauen Auge davongekommen", so Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein. Leider sei trotz der insgesamt guten Geschäftslage der Handwerksbetriebe die Zahl der Beschäftigten zurückgegangen. Auch die Auftragsbestände, Verkaufspreise, Umsätze und Investitionen seien gegenüber dem Vorquartal noch nicht gestiegen. "Erst wenn das der Fall ist, nähern wir uns einer nachhaltigen Aufschwungphase", so Kruse weiter.

Prognose für das I. Quartal 2010

Für den Winter 2009 erwartet das schleswig-holsteinische Handwerk den normalen Stimmungseinbruch. Insgesamt gehen 13 % der Betriebe von einer Verbesserung ihrer Geschäftslage aus, während 58 % kaum Veränderungen und 29 % eine Verschlechterung prognostizieren. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es in den einzelnen sieben Gewerbegruppen neben überwiegend negativen Erwartungen auch positive Prognosen gibt (Nahrungsmittelgewerbe und personenbezogenes Dienstleistungswerbe).

Besonderheiten aus beiden Kammerbezirken und den einzelnen Gewerbegruppen

Erneut waren die Flensburger Handwerksbetriebe etwas optimistischer als die Lübecker. Hier setzt sich der Trend aus den beiden Vorquartalen fort. Ursache dafür ist insbesondere die stärkere Industrielastigkeit und Exportabhängigkeit im "Speckgürtel" von Hamburg.

In den einzelnen Gewerbegruppen gab es erneut Abweichungen zwischen den beiden Kammern:

Sowohl im Bauhaupt- als auch im Ausbaugewerbe hielt insbesondere im Norden die im Sommer begonnene Belebung an. Dafür spürten die industrienahen Gewerke in beiden Landesteilen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, wobei sich hier im Süden die Stimmung bereits leicht verbesserte. Während die Kfz-Betriebe im Lübecker Kammerbezirk mit ihren Werkstätten offensichtlich vom Auslaufen der Abwrackprämie profitieren konnten, ist die Stimmung dieser Betriebe im Flensburger Kammerbezirk deutlich schlechter. Die Betriebe des Nahrungsmittelgewerbes und die Betriebe des Gesundheitsgewerbes lagen mit ihren Stimmungswerten etwa auf dem Niveau der Durchschnittswerte aller Gewerbegruppen. Die besten Zukunftserwartungen für das Winterquartal waren in beiden Landesteilen beim personenbezogenen Dienstleistungswerbe festzustellen.

Fazit

Da sich die überraschend positive Stimmungsbelegung des Sommers auch im Herbst fortgesetzt hat und auch die Erwartungen für das I. Quartal 2010 nur saisonal bedingt schlechter ausfallen, ist die Talsohl des Konjunktureinbruchs durchschritten. "Diese Trendwende in Richtung Wirtschaftsaufschwung ist deshalb wesentlich durch das Handwerk beeinflusst worden", so Präsident Kruse.

An der vierteljährlich durchgeführten Konjunkturumfrage beider schleswig-holsteinischen Handwerkskammern beteiligten sich auch diesmal wieder über 500 Handwerksbetriebe.

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