Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Drei Berufe für die Berufung

Der Schramberger Peter Böckeler ist gelernter Bauzeichner, studierter Architekt und jetzt Innungssieger der Zimmerer im Schwarzwald-Baar-Kreis

(lifePR) (Konstanz, ) Sein Gesellenstück hat es in sich: Die geforderte Dachstuhlkonstruktion wird da im wahrsten Sinne des Wortes auf die Spitze getrieben, zu einer filigranen Kapelle mit steigendem First und spitz zulaufendem Turm. Ein ziemlich anspruchsvolles Projekt, das beim Abbinden der einzelnen Hölzer auch ein Allround-Talent wie Peter Böckeler ins Grübeln bringen kann.

Aber genau diese Schnittstelle zwischen Planung und Umsetzung ist es, die den gebürtigen Schramberger interessiert und die ihn - nach einer Bauzeichnerlehre, einem Architekturstudium in Konstanz, einem Jahr Arbeiten für ein Architekturbüro in Vorarlberg und dem Masterabschluss in Berlin - letztlich zu einer Zimmererausbildung und zu Markus Schwarzwälder nach St. Georgen geführt hat. Der Zimmerermeister hat sich mit seiner Firma auf moderne Holzbauten spezialisiert und arbeitet dabei eng mit Architekturbüros zusammen. Alles in allem ein optimaler Ausgangspunkt für den jungen Architekten, der das Handwerk nicht nur kennenlernen, sondern erlernen wollte - und es prompt zum Innungssieger der Zimmerer im Schwarzwald-Baar-Kreis gebracht hat.

"Ich wollte wissen, wo die Reibungspunkte liegen", sagt Böckeler. Wenn Architekt und Handwerker nicht dieselbe Sprache sprächen, sei nämlich der Bauherr der Leidtragende, so seine bisherige Erfahrung. Zwei Jahre später - mit seinen anderen Abschlüssen in der Tasche gab es für Azubi Böckeler eine verkürzte Lehrzeit - beherrscht er beide Sprachen perfekt. Die Häuser, die er zeichnet und plant, kann er heute selbst bauen und weiß genau, was auf dem Papier machbar erscheint, auf der Baustelle aber unmöglich ist.

Fünf Wohnhausprojekte hat er in den zwei Jahren begleitet, drei der Entwürfe sind bereits realisiert. Vom Vorentwurf bis zur Montage war Böckeler überall dabei, mal als federführender Architekt, mal als wissbegieriger Azubi. Ein viertes Haus wird gerade in der Nähe des Feldbergs gebaut - "ein echter Blickfang in einer tollen Lage", freut sich der Macher. Bis das fertig ist, wird er noch bei Schwarzwälder in St. Georgen bleiben. Dann zieht es den 28-Jährigen weiter weg: Kanada soll seine nächste Station sein. Dort will er zunächst sein neues Wissen in der Praxis testen und dann wieder an den Schreibtisch wechseln.

Für Markus Schwarzwälder ist es bereits der dritte Auszubildende aus seiner Mannschaft, der es bei der Gesellenprüfung ganz oben auf das Treppchen schafft. Doch diesmal war es eine besondere Konstellation: "Wir hatten schon früher den Gedanken, einen Architekten einzustellen, um schneller und flexibler auf Kundenwünsche eingehen zu können. Deshalb war es keine Frage, dass wir ihm die Ausbildung anbieten", sagt der Firmenchef.

Vom direkten Draht zwischen Schreibtisch und Baustelle habe das Unternehmen nachhaltig profitiert. Schwarzwälder will daher auch weiter auf die enge Verzahnung von Theorie und Praxis setzen und hat zum ersten September wieder einen Architekten eingestellt. Und vielleicht kommt auch Peter Böckeler irgendwann in die Region zurück - und baut sein Gesellenstück, die waghalsige Holzkapelle, tatsächlich noch irgendwo im Schwarzwald.

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