Sonntag, 04. Dezember 2016


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Noch gute Aussichten bei Bau, Elektro und KFZ

Ausbildungsmarkt ist immer noch in Bewegung

(lifePR) (Augsburg, ) Das neue Ausbildungsjahr im Handwerk startet mit einem soliden Fundament an eingetragenen Ausbildungsverträgen. Bei der Handwerkskammer (HWK) sind bis Ende August 2.772 neue Ausbildungsverhältnisse in Schwaben eingetragen. Das entspricht einem Plus von 3,5% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres (2.678 Verträge).

Damit hat sich das hohe Niveau des vergangenen Jahres eingependelt. "Wir spüren nun, dass das Blatt sich wendet. Hatten wir in den letzten Jahren einen deutlichen Druck junge Menschen mit Ausbildungsstellen zu versorgen, so sind derzeit noch genügend Lehrstellen, speziell im Bau-, Ausbau-, Elektro- und KFZ-Handwerk verfügbar. Zwar ist ein Ausbildungsplatz im "Traumberuf gleich um die Ecke" nicht immer greifbar, doch es zeichnet sich ab, dass sich die Lage entspannt," freut sich Anette Göllner, Hauptabteilungsleiterin für Ausbildung bei der Handwerkskammer für Schwaben über die positive Entwicklung. "Um jedoch das gesamte Potenzial auszu-schöpfen, sind unsere Ausbildungsexperten permanent dabei die Handwerksunternehmen zu beraten. Vor allem der HWK-Matcher, unser Mitarbeiter, der für eine passgenaue Vermittlung von Jugendlichen und Betrieb zuständig ist, hat alle Hände voll zu tun," so Göllner weiter. Für das Ausbildungsjahr 2008 sind bei der HWK erst circa 60 Prozent der zu erwartenden Verträge im Haus.

Unternehmen bereiten sich auf den demografischen Wandel vor

Deutlich erkennbar ist auch, dass sich die Handwerksunternehmen jetzt schon auf den demografischen Wandel und die sinkenden Schulabgängerzahlen vorbereiten. Die Besetzung von Ausbildungsplätzen wird künftig problematischer. "Die Betriebe stellen sich bereits auf diese Situation ein und reagieren. So wissen wir aus Gespräch, dass eine Reihe von Unternehmen auf "Vorrat" ausbilden, um dem erwarteten Fachkräftemangel Paroli bieten zu können," erklärt Anette Göllner.Ich gehe davon aus, dass der Wettbewerb um geeignete Auszubildende zunehmen wird." Auf der einen Seite erfordert dies eine möglichst umfassende Qualifizierung und Berufsorientierung in den Schulen, gerade von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Andererseits gilt es, sich als Betrieb für die Integration dieser Zielgruppe fit zu machen. Die Handwerkskammer nimmt hier bundesweit eine Vorreiterrolle ein. In unterschiedlichen Projekten und mit interkulturellen Trainings werden die Unternehmen auf Veränderungen in diesem Bereich vorbereitet.

70% der Berufsanfänger kommen aus der Hauptschule

Positiv wird bei der Handwerkskammer die Partnerschaft mit den Hauptschulen gesehen. "Wir begrüßen es sehr, dass für die Hauptschulen inzwischen mehr getan wird und somit auch der Stellenwert dieser Schulart gestärkt werden konnte," zeigt sich Göllner zufrieden über die Entwicklung. Für das Handwerk spielt besonders die Berufsorientierung in der Hauptschule eine wichtige Rolle. 70% der Berufsanfänger im Handwerk verfügen über einen Hauptschulabschluss. Bemerkenswert ist auch, dass drei von vier Auszubildenden in einem Meisterbetrieb ihr Handwerk erlernen, denn stattliche 2079 Ausbildungsverträge wurden in Betrieben der zulassungspflichtigen Handwerke abgeschlossen.

"Das bestätigt unsere Position, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Meisterpflicht und der Ausbildungsleistung besteht," ist sich Göllner sicher.

Aktivitäten der Kammer haben sich gelohnt

Für die Verbesserung auf dem Ausbildungsmarkt haben das gesamte Handwerk und die Kammer eine Vielzahl von Anstrengungen unternommen. Göllner dankt in diesem Zusammenhang den Unternehmen für die ungebrochene Bereitschaft jungen Menschen den Weg ins Berufsleben zu ermöglichen. Die Handwerkskammer hat viel getan, um Betriebe für die Ausbildung zu gewinnen. So werben Lehrstellenakquisiteur und Ausbildungsberater ständig bei den Handwerksunternehmen für Ausbildung. Dabei werden den Unternehmen mit Unterstützung des Matchers auch geeignete Jugendliche vermittelt. Bei diesen Aktionen wurden über 2000 schwäbische Handwerksbetriebe kontaktiert, telefonisch oder persönlich beraten und so die verschiedenen Möglichkeiten der handwerklichen Berufsausbildung erläutert. Hinzu kommt eine umfassende Nachwuchswerbung an Schulen sowie die Verteilung von Informationsmaterialien zu den Handwerksberufen und den Entwicklungsmöglichkeiten im Handwerk.

Ausbildungsmarkt ist noch in Bewegung

Auch für Jugendliche, die bisher keinen Ausbildungsplatz ergattern konnten, bestehen laut Göllner noch gute Chancen: "Ich appelliere nochmals intensiv an die suchenden Jugendlichen mit der Bewerbungsmappe unter dem Arm loszugehen, auch vermeintlich weniger attraktive Angebote anzunehmen und weitere Wege nicht zu scheuen. Wer noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sollte auf jeden Fall in Praktika zeigen, dass er leistungsbereit und interessiert ist. Ebenso stellt eine Einstiegsqualifizierung (EQ) eine Möglichkeit zum Berufseinstieg dar."

Die Handwerkskammer verweist unversorgte junge Menschen auf die Last-Minute-Börsen im Oktober, die als Gemeinschaftsaktion der Kammern und der Arbeitsagenturen in Augsburg, Kempten, Memmingen und Donauwörth angeboten werden. Hierzu werden die Betroffenen direkt von den Agenturen eingeladen.

Die HWK-Zahlen im Überblick Zeitraum: 01.01. - 30.08.2008

neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2.772
Steigerung zum Vergleichszeitraum Vorjahr 3,5%

Vergleich 2007 2.678

davon im meisterpflichtigen Handwerk 2079 zulassungsfreies Handwerk 139
handwerksähnliche Berufe 554

Berufsinformationsveranstaltungen

Lehrstellenbörse Lindau-Westallgäu in Lindenberg 11.10.2008
Berufsinformationsmesse in Günzburg 11.10.2008 Berufswegekompass in Harburg 18.10.2008
Memminger Ausbildungsmesse 18.10.2008 Lechfelder Lehrstellenbörse in Schwabmünchen 18.10.2008
Jobbörse in Friedberg 15.11.2008

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