Donnerstag, 20. Juni 2013


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Den Blick auf die kleinen Betriebe richten

HWK und SPD tauschen sich in Augsburg aus

(lifePR) (Augsburg, ) Das duale Ausbildungssystem und die Energiewende waren die beiden zentralen Themen, die bei einem Treffen zwischen den Spitzen der SchwabenSPD und der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) auf der Agenda standen.


Duale Ausbildung einzigartig

Gerade in der breit angelegten handwerklichen Berufsausbildung ist die sogenannte überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) ein wichtiger Baustein, die zentral in den Räumen der Handwerkskammer in Augsburg, Kempten oder Memmingen stattfindet. Die Förderung wird zu einem Drittel von der Kammer übernommen, zwei Drittel finanzieren Bund und Land. Die Finanzierung müsse in dieser Verteilung weiter in voller Höhe fortgeführt werden, stellten der SPD-Landtagsabgeordnete Harald Güller und HWK-Präsident Jürgen Schmid übereinstimmend fest. Einig waren sich beim Informationsaustausch beide Seiten auch darüber, dass der Wert der dualen Ausbildung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und daher ohne Alternative ist.

Darüber hinaus braucht es intensive Anstrengungen, um Jugendliche, die heute aus der Schule entlassen werden und in Betrieben eine Lehre beginnen, weiter zu fördern. Die jungen Leute bringen oft so große Defizite mit, dass seitens der Betriebe nachgebessert werden muss. Kritisch sieht man die hohe Zahl von Klassen, in denen Jugendliche ohne Ausbildungsplatz unterrichtet werden, die aber noch schulpflichtig sind (sogenannte JoA-Klassen).

Chancen durch dezentrale Energieversorgung

Der zweite Themenschwerpunkt des Treffens betraf die Energiewende. Die Handwerkskammer wies auf die große Chance durch dezentrale Energieversorgung und -produktion hin. Nicht nur die großen Energieversorger dürften in den Genuss von Fördergeldern kommen, sondern vielmehr Handwerk und Mittelstand bräuchten gezielte Anreize, ihre Kleinprojekte und Ideen umzusetzen. "Gerade diese Techniken und Anwendungen müssen unterstützt werden, denn hier lassen sich oft mit überschaubaren finanziellen Mitteln sofort umsetzbare Lösungen für die Praxis generieren", betonte HWK-Präsident Jürgen Schmid.

Insbesondere bei der energetischen Gebäudesanierung komme dem Handwerk eine zentrale Rolle zu, da etwa ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs im Gebäudebestand anfällt. "In diesem Bereich gibt es große Energie-Einsparpotenziale", ist sich Schmid sicher. "Solche Sanierungsarbeiten sind durchweg individuelle Leistungen, die eben nur von qualifizierten Handwerksunternehmen erbracht werden können. Somit ist das Handwerk der offizielle Ausrüster der Energiewende und daher auch Dreh- und Angelpunkt bei deren Umsetzung." Das Handwerk setze daher auf Energieeffizienz, denn nach wie vor sei die Energie am besten, die erst gar nicht verbraucht werde.

Für eine sichere Zukunft der Region müsse daher der Blick mehr auf die kleinen und mittelständischen Betriebe des Handwerks gerichtet werden, statt immer nur auf die großen zu schauen, war man sich am Ende einig.

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