Samstag, 10. Dezember 2016


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Abschlussfeier des Praktischen Leistungswettbewerbs

80 Junghandwerkerinnen und Junghandwerkerausgezeichnet

(lifePR) (München, ) Die Lehrlinge von heute sind die Fach- und Führungskräfte von morgen. betonte Handwerkskammerpräsident Heinrich Traublinger, MdL, bei der Abschlussfeier des Praktischen Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks in München. Geehrt wurden 80 Absolventinnen und Absolventen, die im Bezirk der Handwerkskammer für München und Oberbayern in ihrem Beruf die beste Gesellenprüfung abgelegt hatten. In Frage kamen hierfür 5.963 Lehrlinge, die in den vergangenen zwölf Monaten ihre handwerkliche Gesellenprüfung im Kammerbezirk bestanden. Traublinger machte deutlich, dass jungen Handwerkerinnen und Handwerkern auf ihrem Weg nach oben alle Türen offen stünden.

Der Handwerkskammerpräsident legte den Kammersiegern vor allem die Meisterprüfung oder eine vergleichbare Weiterbildung zu einer qualifizierten Führungskraft ans Herz. Als Handwerksmeisterin bzw. Handwerksmeister seien sie dann sowohl im berufsbezogenen Bereich als auch in betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und berufspädagogischen Themen qualifiziert. Der Meisterbrief schaffe die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start als Führungskraft, Unternehmer und Ausbilder. Darüber hinaus hätten Handwerksmeister eine weitere neue Perspektive. Seit August diesen Jahres stehe ihnen ohne Umwege der direkte Weg zu einem betriebswirtschaftlichen oder fachbezogenen Ingenieursstudium an einer bayerischen Fachhochschule offen. Traublinger: "Damit wird in Bayern endlich die hohe Qualität der beruflichen Bildung anerkannt und mit der rein schulischen Bildung gleichgesetzt."

Hart ins Gericht ging der Kammerpräsident mit der aktuellen OECD-Studie. Seit vielen Jahren weigerten sich die "selbsternannten Fachleute der OECD" das deutsche Bildungssystem zu verstehen. Gebetsmühlenartig wiederholten sie die Forderung nach mehr Hochschulabsolventen, als wäre dies der einzige Indikator für ein gutes Bildungssystem. Traublinger: "Dass das duale System der beruflichen Bildung jedes Jahr Tausende junger Menschen mit Abschlüssen hervorbringt, die es so in anderen Ländern nur an der Fachhochschule oder Universität gibt, ignoriert die Studie dabei einfach." Eine bloße Gegenüberstellung nackter Zahlen ohne Hinweis auf historisch unterschiedlich gewachsene Bildungssysteme lasse keine aussagekräftigen Rückschlüsse zu und sollte deshalb korrigiert oder unterlassen werden. Der Kammerpräsident: "Die Studie ist auch 2008 wieder eine Ohrfeige für Lehrer, Ausbilder, Betriebe und alle, die sich täglich für dieses System engagieren und sie trägt zur Verunsicherung aller bei, die dieses gerade durchlaufen oder ihren Abschluss bereits in der Tasche haben."

Die Handwerkskammer ehrt auch immer zehn verdiente Ausbilder, wenn sie ihren erfolgreichen Nachwuchs feiert. Sie konnten aus der Hand des Regierungspräsidenten von Oberbayern Christoph Hillenbrand eine von der Bayerischen Wirtschaftsministerin verliehene Urkunde in Empfang nehmen.

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