Dienstag, 17. Januar 2017


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Umfrage von Handelskammer Bremen und DIHK

Auslandsgeschäfte werden durch neue Handelshemmnisse behindert

(lifePR) (Bremen, ) Die nationalen Programme vieler Staaten zur Ankurbelung der Konjunktur haben zwar neue Geschäftschancen eröffnet, durch sie sind aber auch neue Hindernisse im Auslandsgeschäft entstanden, die Nachteile für deutsche Firmen mit sich bringen. Beispiele hiefür sind die Bevorzugung nationaler Anbieter bei Ausschreibungen im Infrastrukturbereich, die Einführung von Importzöllen oder Kontroll- und Zulassungsvorschriften für eingeführte Güter. Zwei Drittel der deutschen Unternehmen kämpfen auf den internationalen Märkten mit schwierigen rechtlichen Bedingungen, einschließlich Verträgen, Zoll und Rechtssicherheit. Instabile politische Verhältnisse, Korruption und protektionistische Maßnahmen der Staaten belasten zudem mehr als die Hälfte der Unternehmen. Das sind zentrale Ergebnisse der Unternehmensumfrage "Going International", die die Handelskammer Bremen in Zusammenarbeit mit den deutschen Industrie- und Handelskammern im Sommer 2009 bei 2.300 auslandsaktiven deutschen Unternehmen durchgeführt hat.

Hindernisse für das derzeitige Auslandsgeschäft sind nach Angaben der Firmen besonders auch die Suche und die Auswahl von verlässlichen Partnern. Viele der früheren Kundenbeziehungen existieren nicht mehr und die Nachfrage aus dem Ausland hat sich noch nicht wieder erholt. Ein weiteres Problem stellen Finanzierungsprobleme bei den Geschäftspartnern dar.

Die deutsche Außenwirtschaft scheint indes die krisenbedingte Durststrecke hinter sich zu lassen. Für die bremische Wirtschaft ergibt sich ein differenziertes Bild: Vor allem die Geschäfte mit dem europäischen Markt laufen vergleichsweise gut. Im Geschäft mit Asien und dem Nahe Osten erwarten die Bremer Unternehmer mittelfristig eine gute Geschäftsentwicklung. Derzeit allerdings ist der Handel mit Asien, dem Nahen Osten und Nordamerika noch nicht zufriedenstellend. Rückblickend gilt: Bei Gewinn und Umsatz konnten die auslandsaktiven Unternehmen in Bremen generell zwar nicht so stark zulegen wie in anderen Bundesländern, dafür aber konnten Bremer Firmen ihren Personalstand besser halten.

Die Umfrage, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zusammen mit den Kammern durchgeführt hat, liefert ein repräsentatives Abbild der internationalen Aktivitäten der deutschen Wirtschaft vor einem schwierigen konjunkturellen Hintergrund. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie finden Sie auf der Website des DIHK unter www.dihk.de. Der Unternehmerleitfaden "Going International 2009" ist über den Publikationsshop des DIHK http://verlag.dihk.de zu bestellen.

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