Dienstag, 17. Januar 2017


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Gesundheitswirtschaft im Nordwesten stärken: Netzwerkinitiative der Metropolregion geht an den Start

(lifePR) (Bremen, ) Die Gesundheitswirtschaft ist eine Wachstumsbranche mit enormer regionalwirtschaftlicher Bedeutung hinsichtlich Wertschöpfung und Arbeitsplätzen. Die Handelskammer Bremen sowie die Industrie- und Handelskammern in Bremerhaven, Oldenburg und Stade begreifen diesen Wirtschaftszweig als ein wichtiges Zukunftsthema für den Nordwesten. Mit mehr als 30 Akteuren aus Unternehmen der regionalen Gesundheitswirtschaft, Krankenkassen, Gesundheitsinitiativen, Forschung, Wissenschaft und Wirtschaftsförderung haben sie die Netzwerkinitiative "Gesundheitswirtschaft Nordwest" gegründet.

Dr. Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer Handelskammer Bremen, sagte bei der Vorstellung des neuen Netzwerkes: "Unsere Region verfügt in der Gesundheitswirtschaft über beachtliche Potenziale. Wenn wir uns mit unseren Kompetenzen jetzt gut positionieren und vernetzen, kann es uns als Metropolregion gelingen, an den Chancen dieser wichtigen Zukunftsbranche teilzuhaben." Besonders stark ist der Nordwesten schon jetzt bei der Forschung zur bildgebenden Diagnostik, den Ausbildungsgängen in Public Health aber auch bei Reha-Einrichtungen, ambitionierten HealthCare-Unternehmen und im Gesundheitstourismus.

"Wir müssen der Gesundheitswirtschaft in unserer Region ein unverwechselbares Profil geben. Das ist das Kernziel unserer Netzwerkinitiative", ergänzte Carola Havekost, Geschäftsführerin bei der Oldenburgischen IHK. Christian Suwelack, Inhaber der Hirsch-Apotheke in Bremen und Health-Care-Unternehmer, begrüßte die Gründung des Netzwerkes: "Die Gesundheitswirtschaft bietet große Chancen für privatwirtschaftliches Engagement. Wichtig ist jetzt, dass das Zusammenspiel der Gesundheitsakteure über die Branchengrenzen hinweg verbessert wird und die Interessen im Nordwesten gebündelt werden."

Michael Lempe, Vorsitzender des Vorstands der hkk, ging auf die Wirtschaftskraft der Gesundheitswirtschaft in Deutschland ein, anschließend skizzierte er die vorrangigen Ziele des neuen Verbundes: "Gemeinsam wollen wir den Bekanntheitsgrad der Gesundheitswirtschaft innerhalb und außerhalb der Region steigern, Wirtschaftsbeziehungen und den branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch fördern, Impulse im Bereich Forschung und Entwicklung setzen sowie gezielt auf Politik und Verwaltung einwirken."

Die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten und die Industrie- und Handelskammern haben bereits einen "Kompetenzatlas" in Auftrag gegeben. Dieser soll die inhaltliche Arbeitsgrundlage für weitere Aktivitäten und Projekte des Netzwerkes bilden, indem er die relevanten Branchen, Schlüssel­produkte und Dienstleistungenbe­stimmt, die in der Metropolregion Bremen-Oldenburg bedeutenden Unterneh­men, Einrichtungen der Wissenschaft, Forschung und Entwicklung sowie Ausbildungsangebote der Gesund­heitswirtschaft erfasst, ihre räumliche Verteilung auf die Krei­se und kreisfreien Städte der Metropol­region aufzeigt, ihre Bedeutung für den Arbeitsmarkt der Metropolregion anhand der Be­schäftigtenzahlen darstellt und die Branchenstruktur sowie Wertschöpfungsketten be­schreibt.

Zum Hintergrund: Schon jetzt arbeiten 90.000 Menschen in der Metropolregion allein in den Kernbereichen der stationären und ambulanten Versorgung (Kliniken, Heime, Ärzte, Therapeuten, Pflegedienste). Hinzu kommen weitere Bereiche wie das Kur- und Bäderwesen, Apotheken, das Gesundheitshandwerk, die Medizintechnik, Krankenkassen, Beratungs- und Qualifizierungsanbieter, Biotechnologie, Pharmaindustrie und auch Tourismus/Wellness, Sport/Freizeit, Ernährung, Logistik und Wohnen. Diese Teilbranchen sind über Wertschöpfungsketten miteinander verbunden. Prognosen gehen davon aus, dass der Markt für Gesundheitsleistungen in Deutschland in den kommenden zehn Jahren ein Wachstumspotenzial von bis zu 50 Prozent bringt.

Besondere Kompetenzen besitzt die Gesundheitswirtschaft der Metropolregion Bremen-Oldenburg in den folgenden Bereichen:
- öffentliche Kliniken, die teilweise hoch spezialisiert sind (Onkologie, Herzchirurgie) und Standards von Universitätskliniken bieten, private Krankenhäuser sowie diverse private Fachkliniken (Augenheilkunde, Orthopädie etc.),
- private Gesundheitswirtschaft (Kur- und Reha-Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Beauty/Wellness etc.),
- Aus- und Weiterbildung in Pflegewissenschaften, Public Health, Psychologie sowie diversen krankentherapeutischen Berufen mit entsprechenden Studiengängen und Fachbereichen an den Universitäten und Hochschulen,
- Versorgungs- und Pflegeforschung,
- Gesundheitslogistik (Ver- und Entsorgungsleistungen für Kliniken und Heime, just-in-time-Versorgung bei häuslicher Pflege, elektronische Bestellplattformen etc.),
- Medizintechnik und zugehörige FuE mit Schwerpunkten orthopädische Hilfsmittel, Diagnostik, bildgebende Verfahren, IuK (z. B. Fraunhofer-Mevis, Bruker Daltonik),
- Audiologie (HörTech und Hörzentrum Oldenburg),
- Neuro- und Kognitionswissenschaften,
- Gesundheitshandwerk,
- IT-Lösungen für den Gesundheitsbereich.

Weitere Informationen zur Netzwerkinitiative "Gesundheitswirtschaft Nordwest" bei Olaf Orb, Handelskammer Bremen, Telefon 0421-3637272, E-Mail orb@handelskammer-bremen.de und unter www.handelskammer-bremen.de.

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