Samstag, 10. Dezember 2016


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Sicher durch Schnee und Eis

So machen Sie Ihr Auto fit für den Winter

(lifePR) (Stuttgart, ) Gute Winterreifen sind ein wichtiger Schritt bei der Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit, aber nicht der Einzige. Um gegen Eisglätte, Schneematsch und schlechte Sicht gewappnet zu sein, geben Ihnen die Experten der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung nützliche Tipps für die sichere Fahrt durch den Winter.

Autofahren ist im Winter selten ein Vergnügen. Bei Kälte und Dunkelheit heißt es morgens erst einmal, Scheiben freikratzen. Mit klammen Fingern startet man dann den Anlasser und die Batterie macht Mucken. Versagt dann auch noch die Scheibenwaschanlage, weil das Wasser gefroren ist, liegen die Nerven fast blank.

Das muss nicht sein. Ob bei älteren oder neuen Autos, mit einem Winter-Check - am besten in der Fachwerkstatt - lässt sich Stress und Ärger vermeiden.

Nicht nur nach frostiger Nacht setzt ein Kaltstart dem Motor zu und fördert den Verschleiß. Frisches Leichtlauföl bietet Schutz und beschleunigt zusätzlich den Motorstart. Bei häufigen Kurzstreckenfahrten ist besonders die Batterie gefordert. Ist der Stromgeber voll funktionsfähig und möglichst voll geladen? Stimmt die Batteriesäuredichte? Im Zweifel empfiehlt sich ein Austausch, denn der Winterbetrieb treibt den Strombedarf im Fahrzeug drastisch in die Höhe.

Die Frostschutzkontrolle im Scheibenwasch- und Motorkühlwasser steht ebenfalls auf der GTÜ-Checkiste, wenn es darum geht, das Auto winterfest zu machen. Eine ganze Reihe an Wintervorbereitungen lassen sich aber auch ohne den Fachmann treffen. Allen voran die gründliche Fahrzeugwäsche. Eine Vollwäsche mit Hartwach- und Unterbodenkonservierung beugt Schäden durch aggressive Salze vor. Entfernen Sie auch Schmutzteile und Herbstlaubreste aus den Wasserablaufkänalen im Motorraum ihres Fahrzeugs, damit sich kein Wasser darin staut und eventuell gefriert.

Eines der Hauptprobleme bereiten im Winter die häufig beschlagenen Scheiben. Reinigen Sie die Fahrzeugfenster deshalb regelmäßig von innen und außen. Prüfen Sie bei der Gelegenheit auch gleich die Wischerblätter. Ist das Gummi porös oder beschädigt, tauschen Sie die Wischer aus, bevor sie Ihre Sicht durch Schlierenbildung behindern. Denken Sie daran, auch die Scheinwerfer regelmäßig zu säubern, denn auf die Fahrzeugbeleuchtung muss besonders in der dunklen Jahreszeit Verlass sein. Um selbst optimal zu sehen und gesehen zu werden, kommt es nicht nur auf intakte Lampen, sondern auch auf die korrekte Einstellung der Scheinwerfer an.

Wer bei einem älteren Auto ohne Fernbedienung morgens nicht vor verschlossener Autotür stehen will, weil das Schloss über Nacht zugefroren ist, sollte vorbeugen. Klar, der Türschlossenteiser hilft beim Öffnen, aber der ist meistens im Auto, wenn man ihn braucht. Sicherer ist, die Türschlösser rechtzeitig mit einem geeigneten Öl zu behandeln, damit sich erst gar kein Wasser in den Ritzen sammeln kann, das bei Minusgraden gefriert. Sollte das Enteiserspray im Zweifelsfall tatsächlich griffbereit sein, vergessen Sie nicht, die Schlösser anschließend einzufetten. Zum Schutz der Gummidichtungen an Türen, Fenstern, der Motorhaube und dem Kofferraumdeckel eignen sich Silikon, Glycerin oder Hirschtalg.

Während der Türschlossenteiser nur außerhalb des Fahrzeugs hilfreich ist, empfiehlt es sich, andere "kleine Helfer" den ganzen Winter über sicher verstaut im Kofferraum und damit jederzeit griffbereit zu haben. Dazu gehört laut GTÜ-Checkliste ein Eiskratzer, ein Handbesen, Handschuhe, ein Starthilfekabel sowie Schneeketten oder eine andere Anfahrhilfe und darüber hinaus ein Klappspaten und warme Decken. Achten Sie beim Eiskratzer auf einen stabilen Griff sowie eine Sägezahnkante für hartnäckiges Eis und eine Gummikante für angetaute Eisreste. Ist die Eisschicht besonders dick, verwenden Sie Scheibenenteiserspray, um Kratzer auf dem Fensterglas zu vermeiden.

Springt das Fahrzeug bei strengem Frost nicht an, kommt das Starthilfekabel zum Einsatz. Aber Vorsicht! Wird das Kabel falsch angesetzt, kann ein Kurzschluss entstehen, warnen die GTÜ-Fachleute. Die richtige Reihenfolge ist entscheidend: Klemmen Sie das rote Kabel zuerst an den Pluspol der leeren und verbinden Sie es dann mit dem Pluspol der vollen Batterie. Dann folgt die Verbindung mit dem schwarzen Kabel: Ein Ende wird am Minuspol der vollen Batterie befestigt, während das andere Ende an Motor- oder Karosseriemasse (meist stabile Metall-Lasche) geklemmt wird.

Wenn Sie im Winter eine längere Autofahrt antreten, nehmen Sie warme Jacken und Schuhe, Decken und heiße Getränke mit - für den Fall der Fälle. Achten Sie auch darauf, immer rechtzeitig zu tanken, sonst könnte bei einer unvorhergesehenen Übernachtung im Auto die Heizung komplett ausfallen. Unvorhergesehene Verzögerungen sind im winterlichen Straßenverkehr auch sonst keine Seltenheit. Deshalb planen Sie immer etwas mehr Zeit ein, um stressfrei durch die kalte Jahreszeit zu kommen, so der Rat der GTÜ-Experten.

Weitere nützliche Tipps und Informationen finden Sie im praktischen GTÜ-Winterratgeber, den Sie gegen Einsendung eines adressierten und frankierten Rückumschlags (mit 90 Cent, DIN lang oder DIN C6) direkt bei der GTÜ anfordern können.

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