Sonntag, 11. Dezember 2016


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Umkehr ist nötig und möglich - nachhaltiges Bauen für eine bessere Umwelt

(lifePR) (Mülheim-Kärlich, ) Hamburg und Rotterdam gibt es nicht mehr, alle Hafenanlagen in Europa müssen neu gebaut werden und mehr als eine Milliarde Menschen befindet sich auf der Flucht vor den Folgen des Klimawandels - das ist kein Science Fiction Scenario, sondern eine realistische Berechnung von Klimaforschern für den Fall, dass der Klimaschutz versagt. John Schellnhuber vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung rechnete unlängst vor, wie es um den Klimaschutz bestellt ist: 750 Millionen Tonnen Kohlendioxid bleiben uns, die wir noch weitgehend folgenlos in die Atmosphäre entlassen dürfen. Wenn wir jetzt weiter machen, wie bisher, dann wäre diese Menge bereits in 25 Jahren aufgebraucht. Wollen wir den Klimawandel aufhalten, müssten wir spätestens ab 2011 beginnen, unsere Emissionen jährlich um drei Prozent zu senken.

Wer sparen will, muss neu bauen

Ganz vorne in der Negativbilanz der CO2 Emissionen steht der Wohnungsbau. Gebäude sind für 40% des Endenergieverbrauchs in Europa verantwortlich, davon sind 90% auf die Heizung zurückzuführen. Wer CO2 einsparen will, der muss hier ansetzen. Der Weltklimarat hat ausgerechnet, dass effizientere Energietechniken den CO2 Ausstoß von Gebäuden bis 2030 um 40% senken könnten. Kein Wunder also, dass die europäische Union gerade neue Energieregeln für Gebäude beschlossen hat. Neubauten müssen künftig eine hohe Energieeffizienz aufweisen und ihren Energiebedarf überwiegend aus erneuerbaren Quellen decken. Wie schon in Deutschland, so sollen Energieausweise für Gebäude europaweit eingeführt werden. Für öffentliche Gebäude gelten die neuen Regeln schon ab 2018.

Nachhaltig, ökologisch und energieeffizient geplant

Doch was ist nachhaltiges und energieeffizientes Bauen?
"Nachhaltiges, ökologisches Bauen beginnt schon beim Baumaterial.", sagt Thomas Lenzinger, Vorstand der GriffnerHaus AG. Das Unternehmen hat gerade das energieeffizienteste Gebäude der Welt errichtet - die Firmenzentrale von juwi in Wörrstadt. In nur sechs Monaten Bauzeit entstand ein hochmodernes Bürogebäude für 300 Mitarbeiter, das komplett ohne fossile Brennstoffe auskommt.

"Wir bauen nur mit Naturmaterialien - Holz und Zellulose. Das sind nachwachsende Rohstoffe, die eine viel bessere CO2 Bilanz aufweisen als ein traditioneller Beton- oder Stahlbau. Schon während seines Wachstums hat der Baum der Atmosphäre mehr CO2 entzogen, als durch den Bau eines Holzhauses freigesetzt wird. Eine Wand in Holzständerbauweise hat mit 410 Kg Co2 Äquivalent nur halb so viel Treibhauspotential wie eine herkömmliche Betonwand mit 1080 Kg. Außerdem sorgen natürliche Materialien wie Holz, Kork und Zellulose für ein gesundes und angenehmes Raumklima und sind zu 100% recyclebar.", sagt Thomas Lenzinger. Das ist wichtig, denn nachhaltiges Bauen muss jede Phase eines Gebäudes berücksichtigen - auch den möglichen Abriss.

Sicher planen - dank modularer Holzbautechnik

Griffner errichtet Gebäude in konstruktiver Holzbauweise. Eine Technik, mit der man sich auskennt: seit fast dreißig Jahren fertigt Griffner Einfamilienhäuser in modularer Holzbauweise, seit zwei Jahren nutzt das Unternehmen diese Kompetenz auch im öffentlichen Bereich. Eine eigene Unternehmenssparte, die Griffner Commercial, befasst sich ausschließlich mit öffentlichen Gebäuden und Großprojekten. Die modulare Holzbauweise erlaubt es dem Unternehmen, seine Projekte preis- und termingerecht abzuschließen: Die fertigen Wände inklusive Dämmung, Fenster und Fassade werden im eigenen Werk hergestellt. Das spart Zeit, schont die Umwelt und erlaubt die Kontrolle über den gesamten Konstruktionsprozess. So konnte das juwi Gebäude in nur sechs Monaten fertig gestellt werden. "Die modulare Holzbauweise macht es möglich, Architektur, Konstruktion und Haustechnik als Gesamtsystem zu optimieren. Das spart nicht nur Geld, das dient auch dem Umweltschutz.", sagt Thomas Lenzinger. Denn die Energieeffizienz eines Gebäudes sollte schon bei der Planung berücksichtigt werden. Treppenhäuser und Aufgänge sollten auf der Nordseite liegen, die Aufenthalts- und Arbeitsbereiche im Süden. Hier lassen große Fenster viel Sonnenlicht hinein, während auf der Nordseite kleine Fenster den Wärmeverlust minimieren. Wärmeschutzverglasung und perfekt gedämmte Wände helfen, die Wärme im Haus zu halten.

Energieeffizienz rechnet sich immer
Nach den geltenden Bestimmungen der deutschen Energiesparverordnung müssen alle Neubauten im privaten sowie im gewerblichen Bereich Niedrigenergiehäuser sein, das heißt sie haben einen Heizwärmebedarf von 40 bis 70 kWh/ m². Es gibt jedoch auch weiter entwickelte Haustypen. So liegt der Jahresenergiebedarf eines Passivhauses bei 15 kWh pro m², ein Nullheizenergiehaus liegt noch darunter Entscheidend sind neben der effizienten Dämmung des Gebäudes die Heizung und die Lüftung. Ein eigenes Lüftungssystem sorgt beim Passivhaus zum Beispiel für ständige Frischluftzufuhr und nutzt die Wärme der Abluft zum Heizen.

Auch das juwi-Gebäude verfügt über ein eigenes Lüftungssystem, das die Wärme der Abluft nutzt. Strom und Wasser werden aus regenerativen Energiequellen gewonnen, die Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert zusätzliche Energie. Insgesamt produziert das juwi-Gebäude mehr Energie als es verbraucht. Damit liegen die Energiekosten für das gesamte Gebäude gerade mal bei zwei Euro pro Quadratmeter im Jahr. Nachhaltiges und energieeffizientes Bauen rechnet sich also - für den Besitzer und für die Umwelt.

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