Sonntag, 04. Dezember 2016


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Diamant und Co. im Schleifeinsatz

Am Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) entsteht für die Fachzeitschrift dihw eine Übersichtsserie - die erste seit mehr als 20 Jahren

(lifePR) (Hannover, ) Am Donnerstag, 19. November 2009, erscheint in der Fachzeitschrift für "Diamant Hochleistungswerkzeuge" dihw etwas, das es zum letzten Mal in den achtziger Jahren in der Vorgängerzeitschrift "Industrie Diamanten Rundschau" gegeben hat: den Start einer Übersichtsserie. Die neue Serie in der vierteljährlich erscheinenden dihw soll in vier Teilen und in knapper Form vermitteln, wo und in welcher Weise hochharte Schneidstoffe wie Diamant beim Schleifen heute eingesetzt werden. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Stand der Wissenschaft zum Thema "Trennschleifen von Natur- und Kunststein". Oder unwissenschaftlich formuliert: Wie lassen sich Steine aus Marmor, Granit oder Beton am besten schneiden?

Auf diesem Gebiet ist das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz Universität Hannover unter Leitung von Prof. Berend Denkena führend: Schon seit 40 Jahren wird am IFW, das heute Teil des Produktionstechnischen Zentrums der Leibniz Universität Hannover (PZH) ist, im Bereich Gesteinsbearbeitung geforscht. Wer als Werkzeughersteller etwas Neues auf diesem Gebiet entwickeln will, lässt seine Ideen am IFW testen, denn es ist das einzige Institut, das sich mit der Prozess- und Werkzeugauslegung für die Gesteinsbearbeitung beschäftigt. Benjamin Konopatzki, Ingenieur und Autor des ersten Teils der Serie, gehört zu den Wissenschaftlern in der Gesteinsbearbeitung. Er hatte die Übersichtsreihe vorgeschlagen und bei der Redaktion der dihw offene Türen eingerannt: Eine solche Serie sei ein echtes Serviceangebot für die Leserinnen und Leser aus Wirtschaft, Forschung und Industrie.

Die drei weiteren Themen der Serie, die fortlaufend in der dihw erscheinen soll, decken sich mit Forschungsschwerpunkten am IFW. So geht es im zweiten Teil um die "Funktionalisierung von Oberflächen mittels Schleifen": Über entsprechende Verfahren lassen sich beispielsweise Strukturen auf Verdichterschaufeln für Turbomaschinen erzeugen, die als Riblets bezeichnet werden und den Strömungswiderstand der Schaufeln verringern. Oder es werden Informationen auf Bauteiloberflächen aufgebracht, die dem Plagiatschutz dienen können.

Im dritten Teil werden neue Ergebnisse beim "Schleifen von Keramik" vorgestellt. Hier untersuchen die Wissenschaftler des IFW unter anderem die Bearbeitungseigenschaften neu entwickelter Keramiken, die später als Werkstoff für Knie-Implantate dienen sollen. Im vierten Teil schließlich steht das "Schleifen bei der Werkzeugherstellung" im Mittelpunkt: Schneidkanten werden über spezielle Schleifverfahren präpariert und optimiert. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Magnetfinish-Verfahren: Kleinste Schleifpartikel werden dabei über Magnetfelder um die Schneidkanten eines Bohrers - oder eines anderen Werkzeugs mit komplexer Geometrie - herumgewirbelt, um diese Kanten gezielt minimal abzurunden. Wer die Serie verfolgt, so die Autoren der Serie, weiß im nächsten Winter gut Bescheid über hochharte Schneidstoffe und ihren vielfältigen Einsatz beim Schleifen.

Zum Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH):
Das PZH ist 2004 aus der Idee der Leibniz Universität Hannover entstanden, Hochschulforschung, Industrie und Unternehmen der Produktionstechnik zusammenzubringen. So haben sich jene sechs Institute der Fakultät für Maschinenbau, die sich mit Produktionstechnik und Logistik beschäftigen, gemeinsam mit der PZH GmbH und zahlreichen Unternehmen zum Produktionstechnischen Zentrum Hannover zusammengeschlossen. Die GmbH als Universitätstochter übernimmt neben der Verwaltung des neuen Zentrums in Garbsen zahlreiche Aufgaben im Bereich Technologietransfer und Gründerberatung. Zurzeit arbeiten im PZH etwa 450 (Ingenieur-)Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und Angestellte in Technik und Verwaltung; außerdem rund 400 studentische Hilfskräfte. Das PZH ist eine Lehr- und Forschungsstätte, in der Grundlagen- und industrielle Auftragsforschung gleichermaßen auf höchstem, internationalem Niveau betrieben werden. Seit 2004 hat das PZH mehr als 85 Millionen Euro Drittmittel eingeworben.

Die Zeitschrift dihw ist online unter folgender Adresse zu erreichen: http://www.harnisch.com/dihw

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