Freitag, 09. Dezember 2016


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VGA-Symposium zur Zukunft der Krankenversicherung in der Gothaer Konzernzentrale in Köln

(lifePR) (Köln, ) .
- Die Finanzierungsprobleme in der GKV sind nach wie vor ungelöst
- Die PKV bietet lebenslange Leistungssicherheit und Zugang zu innovativer Therapie
- In der GKV hingegen wird der Rationierungsdruck zunehmen
- Michael Kurtenbach, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Kranken, sieht viel Geschäftspotential bei kollektiven Krankenversicherungen

Die Zukunft der Krankenversicherung in Deutschland stand im Mittelpunkt eines Symposiums des VGA, dem Arbeitgeberverband für das private Versicherungs- Vermittler- Gewerbe, das am 03. September 2008 in den Räumen des Gothaer Konzerns stattfand. Ulrich Neumann, Vertriebsleiter Nord der Gothaer, begrüßte in seiner Funktion als Vorstand des Assekuranz Club Köln-Bonn zahlreiche Gäste und Mitglieder des VGA aus der ganzen Versicherungsbranche. Der Assekuranz Club Köln-Bonn ist eine Bezirksgruppe im Bundesverband der Assekuranzkräfte e.V.

Die Auswirkungen des Wettbewerbsstärkungsgesetzes (WSG) auf die private Krankenversicherung beleuchtete Dr. Volker Leienbach, Direktor des PKV Verbandes, in seinem einleitenden Vortrag. Seiner Ansicht nach bleiben die zentralen gesundheitspolitischen Probleme und Diskussionspunkte trotz der Gesundheitsreform bestehen. "Ungelöst sind die Finanzierungsfrage und die Beitragssatzsteigerungen ebenso wie das Kostenproblem in der GKV sowie die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen", wie Leienbach betont.

Für die GKV machte er zudem einen Trend zur Leistungsverknappung aus. Die Finanzierungssituation in der GKV wird seiner Einschätzung zufolge in Zukunft den Rationierungsdruck erhöhen. Die häufigste Rationierung werde dabei verdeckt geschehen, dadurch könnten Versicherte diese auch nicht durch Zusatzversicherungen kompensieren. "Hinzu kommt deren verzögerte Wirkung, weil viele Rationierungsmechanismen, wie Budgets, erst großzügig, später aber knapper bemessen werden", betont der Krankenversicherungsfachmann.

Die Erlaubnis der Wahl- und Zusatztarife in der GKV sehe der PKV Verband als strategisches "Trostpflaster" für den Verlust der Beitragsautonomie. Leienbach bezeichnet diese Erlaubnis als eine "Spielwiese", die nicht erhalten bleiben werde.

Die PKV sei hingegen mit ihrer höherwertigen Versorgung in Zukunft klar im Vorteil. "Mit lebenslanger Leistungssicherheit, ihrer Budget- und rationierungsfreien Zone, mit einer zur GKV unterschiedlichen Arzneimittelversorgung und einem besserem Zugang zu medizinischtechnischen Innovationen sowie freier Arzt- und Krankenhausauswahl unterscheidet diese sich deutlich von der GKV", so Leienbach. Der Basistarif werde jedoch kaum zum Erfolgsmodell, weil dieser nach Art, Höhe und Umfang mit der KGV vergleichbar und daher ein Fremdkörper in der PKV sei.

Wie auch sein Vorredner ging Joachim Odenbach, Pressesprecher des Bundesverbandes der IKK Krankenkassen, auf die Auswirkungen des Wettbewerbsstärkungsgesetzes auf die GKV ein. Durch das WSG wird sich die Selbstverwaltung der Kassen reduzieren und der Staat mehr Einfluss gewinnen, ist sich Odenbach sicher. "In Folge der Bildung eines GKV- Spitzenverbandes wird es zudem zu einer stärkeren Konzentration auf dem Markt der gesetzlichen Krankenversicherungen und damit zu Fusionen kommen", prognostiziert er.

Abschließend referierte Michael Kurtenbach, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Krankenversicherung, über die Auswirkungen des WSG auf die Gothaer Krankenversicherung. "Auch nach 2009 gibt es einen Markt für die private Vollversicherung, wenn auch unter veränderten Wettbewerbsbedingungen", fasste Kurtenbach zusammen. Die Portabilität der Alterungsrückstellung stelle neue Anforderungen an das Thema Kundenbindung und Beitragsstabilität. Ferner sieht er für die Gothaer Krankenversicherung noch eine Menge Entwicklungspotenzial, zum Beispiel durch den Ausbau des Geschäftsfeldes kollektiver Krankenversicherungen. Die Gothaer Krankenversicherung sei durch differenzierte Teilstrategien und eine hervorragende Unternehmensqualität bestens für die Zukunft der PKV aufgestellt.

Gothaer Allgemeine Versicherung AG c/o GOTHAER Versicherungsbank VVaG

Mit über 3,5 Millionen Mitgliedern und Beitragseinnahmen von 3,95 Milliarden Euro gehört die Gothaer zu den großen deutschen Versicherungskonzernen und ist einer der größten Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit in Deutschland. Die eigene Ausschließlichkeitsorganisation wächst seit 2006 wieder und betreut rund 2,8 Mio Kunden. Sie bringt in allen wesentlichen Geschäftsfeldern mehr als 50% des Neugeschäftes ein und war auch in 2006 wieder überdurchschnittlich erfolgreich. Heute gehören rund 1.700 selbständige Vertriebspartner zu dieser Organisation, die von 36 Vertriebsdirektionen betreut werden.

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