Samstag, 03. Dezember 2016


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Goldpreis-Allzeithoch: Wie der Goldmarkt sich seit dem 5. September 2011 verändert hat

(lifePR) (St Helier, Jersey, ) Heute steht der Goldpreis bei 1.687 US-Dollar pro Feinunze, vor genau einem Jahr hatte das Metall sein Allzeithoch bei 1.923 US-Dollar erreicht. Warum hat Gold die Gunst der Investoren verloren? Ist Gold seit dem vergangenen Jahr zurück in einen Bärenmarkt gefallen?

Alasdair Macleod: Die Charts zeigen eine normale Bullenmarkt-Korrektur, daher kann man nicht sagen, dass Gold die Gunst der Investoren verloren hat. Vielmehr hat die Preisrally auf fast 2.000 US-Dollar im vergangenen Jahr viele Spekulanten angezogen, die verkaufen, sobald sie ihre Gewinnmitnahmen gefährdet sehen. Und genau das ist passiert. Allerdings haben Privatanleger, die Edelmetalle als Versicherung gegen Systemrisiken ansehen, ihre Bestände an physischem Gold und Silber weiter aufgestockt. Diesen Trend können wir auch aufgrund eigener Erfahrungen bei GoldMoney bestätigen.

Zudem haben die Zentralbanken im Hintergrund hart daran gearbeitet, Panik an den Märkten zu vermeiden. Unter anderem wollten sie verhindern, dass die Gold- und Silberpreise weiter ansteigen. Kurzfristig orientierte Spekulanten taten ihr Übriges dazu. Seit kurzem kann man beobachten, dass vor allem Zentralbanken aus China und Russland sowie mehrere andere wichtige Zentralbanken aus Asien Gold kaufen. Zu den aktuellen Preisen verschieben sich Edelmetallbestände also von Westen nach Osten. Dadurch wird dem Eingreifen des Westens ein Ende gesetzt und die Korrekturphase dürfte bald vorbei sein.

Historisch war zwischen Gold und US-Dollar häufig eine negative Korrelation zu beobachten. Das scheint sich seit der Eurokrise geändert zu haben - Gold und Dollar bewegen sich oft miteinander anstatt gegensätzlich. Können Sie erklären, was passiert ist und ob es sich hierbei um ein neues Muster handelt?

Alasdair Macleod: Es gab Zeiten, in denen eine negative Korrelation zwischen Gold und Dollar zu beobachten war. Eigentlich gibt es aber eine Korrelation zu den realen, inflationsbereinigten Zinsen des US-Dollars. Diese Beziehung scheint auf den ersten Blick gebrochen. Wenn Sie allerdings die Bereinigung spekulativer Überschüsse über das vergangene Jahr hinweg sowie das offensichtliche Interesse der Zentralbanken, die Edelmetallpreise einzudämmen, bedenken, dann finden wir eine bessere Erklärung. Die Tatsache, dass die realen Zinsen des US-Dollars negativ sind und dass sie nach offizieller politischer Linie für die nächsten drei Jahre dort gehalten werden sollen, sagt uns, dass Edelmetalle unterbewertet sind. Das ist kein neues Muster.

Wie hat sich die gesamtwirtschaftliche Situation im vergangenen Jahr verändert und wie wird sich der Goldmarkt Ihrer Meinung nach im kommenden Jahr entwickeln?

Alasdair Macleod: Die gesamtwirtschaftliche Situation hat sich immens verschlechtert. Einfacher ist es, Ausnahmen aufzulisten: Es gibt keine. Die Eurozone steht vor dem Abgrund und das gesamte europäische Bankensystem vor dem Zusammenbruch, es sei denn die EZB findet einen Weg, die Notenpresse anzukurbeln ohne den Euro völlig zu entwerten. Großbritannien und die USA sind auf dem Weg zurück in Richtung wirtschaftliche Talfahrt. Alle westlichen Länder stehen vor einem gewaltigen Schuldenberg, bilanziell und außerbilanziell. Das Wachstum in den Schwellenländern ist langsamer geworden. Und warum Japan mit einer Staatsschuldenquote von über 250% nicht schon längst zusammengebrochen ist - das ist Beobachtern ein Rätsel.

Dies sind sicherlich Zeiten, in denen sich Durchschnittsbürger vermehrt gegen diese Systemrisiken absichern, indem sie Gold und Silber kaufen. In China und Indien ist diese Entwicklung bereits voll im Gange. Repräsentativ gesehen kaufen also bereits 35 Prozent der Weltbevölkerung verstärkt Edelmetalle. Ich erwarte, dass dieser Trend wachsen und sich auch auf andere Länder ausweiten wird.

Werden wir bald ein neues Allzeithoch beim Goldpreis erleben?

Alasdair Macleod: Das können wir nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Mit Blick auf ein potenzielles Scheitern der Eurozone und dessen Auswirkungen auf den Euro können wir allerdings schon bald von einer hohen Gold Nachfrage ausgehen. Wenn das geschieht, könnten bisherige Höchstpreise wie 1.923 US-Dollar schnell übertrumpft werden.

Wird Gold angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Europa seinen Status als sicherer Hafen auch zukünftig noch halten können? Ist es für Europäer noch profitabel, Gold zu kaufen?

Alasdair Macleod: Gold ist und war seit jeher Geld, also ein Medium zum Austausch, zum Kauf und Verkauf von Güterwaren und Dienstleistungen. Die heutigen Fiat-Währungen sind ein noch junges Phänomen und es sieht immer stärker danach aus, dass sie scheitern werden, ähnlich wie die deutsche "Mark" in den Jahren 1920-23. Ich mache mir besonders große Sorgen um den Euro in den nächsten ein bis zwei Jahren. Die Vorstellung, dass sich die Geschichte nicht wiederholen wird, fällt mir schwer. Unter diesem Gesichtspunkt wird der Besitz von Gold künftig keine Frage des Profits, sondern eine Frage des Überlebens sein.

GoldMoney

Das im Jahr 2001 von James und Geoff Turk gegründete Unternehmen GoldMoney macht es einfach Edelmetalle zu besitzen. Um den Erwerb sowie die Lagerung von Gold, Silber, Platin und Palladium sicher, komfortabel und ökonomisch zu gestalten, wird die umfassende Funktionalität des Internets genutzt. Kunden aus 105 Ländern können eine GoldMoney Holding einrichten, um Vermögen durch den Besitz von reinem Gold, Silber, Platin und Palladium mit www.GoldMoney.com/de aufzubauen und zu sichern. Derzeit lagert GoldMoney Edelmetalle im Wert von €1,6 Milliarden für 22.000 Kunden. Regelmäßige Audits garantieren den Inhalt der Tresore und setzen gleichzeitig Standards für Unternehmen in dieser Branche.

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