Sonntag, 11. Dezember 2016


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Aber bitte ökologisch

Studie der GfK Panel Services Deutschland zur Bedeutung von nachhaltigen Verpackungen

(lifePR) (Nürnberg, ) Der Aspekt einer umweltfreundlichen Verpackung ist für rund zwei Drittel der Konsumenten ein wichtiger Gesichtspunkt beim Einkauf. Dies ist das Ergebnis einer Studie zur Nachhaltigkeit von Verpackungen der GfK Panel Services Deutschland im Auftrag von Pro Carton, der Europäischen Vereinigung von Karton- und Faltschachtelherstellern.

Nachhaltigkeit von Verpackungen ist für die Verbraucher ein wichtiges Thema. Für insgesamt drei Viertel ist es wichtig, dass diese recyclebar sind. Ebenso viele verzichten bewusst auf Waren, die in ihren Augen unnötig viel Verpackungsmaterial verwenden. Hiervon sind vor allem Produkte betroffen, die sich zusätzlich zu einem Karton auch noch in Plastikbeuteln befinden.

Für Umweltfreundlichkeit zahlen Verbraucher mehr

Die aktuelle Studie baut auf einer früher durchgeführten Untersuchung zum Thema Corporate Responsibility (CR) auf, in der fünf CR-Cluster von Verbrauchern mit unterschiedlichen Einstellungen zu Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility gebildet wurden. Das Segment der kritisch Konsumierenden, die sich durch ein hohes Maß an Verantwortungsgefühl für andere und großes Interesse für den Umweltschutz auszeichnen, haben auch höhere Anforderungen an die ökologischen Aspekte einer Verpackung. Ebenfalls überdurchschnittlich anspruchsvoll zeigen sich die verantwortungsbewussten, engagierten Verbraucher, die vor allem Wert auf die Unterstützung gemeinnütziger Organisationen legen und beim Einkauf regionale Produkte bevorzugen. Beide Gruppen zeigen auf Fragen zur Umweltfreundlichkeit von Verpackungen eine deutlich stärker ausgeprägte Reaktion als der deutsche Durchschnittskonsument. Dies wird beispielsweise bei der Frage deutlich, ob die Verbraucher bereit sind, für eine umweltfreundlichere Verpackung einen höheren Preis zu bezahlen. Insgesamt stimmen dieser Aussage knapp 16 Prozent der Gesamtbevölkerung zu; bei den beiden umweltorientierten Gruppen sind es dagegen 25 Prozent.

Glas und Papier aus ökologischer Sicht sinnvollste Verpackung

Rund zwei Drittel der Befragten wünschen sich Verpackungen aus umweltfreundlichem Material. Insgesamt beurteilt eine klare Mehrheit von 79 Prozent Papier und Karton als umweltfreundlicher als Plastik. Mehr als die Hälfte erklärt, dass eine Verpackung so wenig Plastik wie möglich enthalten sollte. Grundsätzlich halten 83 Prozent der Verbraucher Glas für eine ökologisch sinnvolle Verpackung. Papier und Karton schreiben 73 Prozent diese Eigenschaft zu, während es bei Metall nur 21 Prozent und bei Plastik sogar nur 12 Prozent sind. Diese Einschätzungen wirken sich auch auf das Kaufverhalten aus. Hat der Verbraucher die Wahl zwischen zwei Produkten gleichen Inhalts, aber mit unterschiedlichem Verpackungsmaterial, wählt er das umweltfreundlichere. So greift er beispielsweise lieber zu Nudeln im Karton als im Plastikbeutel. Dies gilt auch für Tiefkühlpizza oder Bonbons. Nur wenn das gewünschte Produkt nicht in einer alternativen Umhüllung erhältlich ist, nimmt er den Nachteil der geringeren Umweltfreundlichkeit in Kauf. Bei Flüssigwaschmitteln beispielsweise wird der Kunde mangels Alternativen die Plastikflasche in den Einkaufswagen legen.

Interessant ist, dass das Umweltbewusstsein mit dem Alter zunimmt: Bei den bis 30-Jährigen achten 80 Prozent darauf, wie die Produkte verpackt sind. Bei den 30- bis 39-Jährigen gilt dies bereits für 91 Prozent der Verbraucher und bei den über 60-Jährigen sind es sogar 94 Prozent.

Verpackung ist wichtiger Informationsträger

Wichtig ist den Verbrauchern auch, welche Informationen auf einer Verpackung zu finden sind. Fast die Hälfte der Konsumenten wünscht sich mehr seriöse Information über Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit des Produkts und Verpackungsmaterials. Insgesamt 40 Prozent informieren sich nach eigenen Angaben immer ausführlich über die auf der Verpackung angegebenen Inhaltsstoffe der Produkte. Auch hier zeigen die verantwortungsbewussten Käufer mit 45 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Wert, bei den kritisch Konsumierenden sind es sogar 60 Prozent.

Somit kommt der Verpackung als Informationsträger und Kommunikationsinstrument eine besonders wichtige Rolle zu. Dabei sollten sich die Informationen nach den Wünschen vieler Verbraucher nicht nur auf die Inhaltsstoffe, sondern gerade auch auf die Verpackung beziehen. Hinweise auf ökologische Aspekte zu Produkt und Verpackung spielen bei 35 Prozent der Konsumenten eine wichtige oder sogar sehr wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung.

In diesem Zusammenhang können auch Umweltsiegel, die sich nicht auf das Produkt, sondern auf seine Umhüllung beziehen, von Bedeutung sein. Ein solches Siegel würde auch dazu führen, für ein Produkt einen höheren Preis verlangen zu können. Allerdings sind den Konsumenten derartige Siegel bisher kaum bekannt; nur wenige Käufer schreiben Umweltsiegeln von Verpackungen bisher eine hohe Relevanz zu. Werden sie jedoch über Art und Aussage der Siegel ausreichend aufgeklärt, sind immerhin 39 Prozent dazu bereit, für eine so ausgezeichnete Verpackung mehr Geld zu bezahlen. Das Siegel sollte jedoch von einer vertrauenswürdigen und unabhängigen Organisation wie beispielsweise Ökotest oder Stiftung Warentest vergeben werden. Insgesamt 78 Prozent würden einer solchen Zertifizierung vertrauen. Umweltschutzorganisationen erreichen nur noch einen Wert von 17 Prozent. Noch nicht einmal 2 Prozent der Bevölkerung würden dagegen den Angaben von Herstellern oder Händlern vertrauen.

GfK

Die GfK Gruppe bietet das grundlegende Wissen, das Industrie, Handel, Dienstleistungsunternehmen und Medien benötigen, um Marktentscheidungen zu treffen. Ihr umfassendes Angebot beinhaltet Informations- und Beratungsservices in den drei Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media. Weltweit ist die Nummer 4 der Marktforschungsunternehmen in mehr als 100 Ländern aktiv und beschäftigt über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2008 betrug der Umsatz der GfK Gruppe 1,2 Milliarden Euro.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com.
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