Sonntag, 11. Dezember 2016


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Tarifrunde Deutsche Bahn: Forderungspaket beschlossen - Gesamtvolumen 6 Prozent

(lifePR) (Berlin, ) TRANSNET und GDBA haben ein umfangreiches Forderungspaket für die Tarifrunde bei der DB beschlossen. Das Gesamtvolumen beziffern die Gewerkschaften mit 6 Prozent. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einer realen Einkommenserhöhung. Hinzu kommen Verbesserungen bei Zulagen und Arbeitszeit.Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. Parallel soll auch die Beschäftigungssicherung neu verhandelt werden.

Die Gewerkschaft TRANSNET und die Verkehrsgewerkschaft GDBA gehen mit einem umfangreichen Forderungspaket in die Tarifrunde bei der Deutschen Bahn."Dies ist keine reine Entgeltrunde", erklärten der TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner und GDBA-Vize Heinz Fuhrmann. "Es muss reale Einkommenserhöhungen geben, aber es geht uns auch um eine Reihe von weiteren Verbesserungen für die Beschäf-tigten, auch in den Bereichen Arbeitszeit und Zulagenregelungen." Das Gesamtvolumen der Forderungen bezifferten die Gewerkschafter mit sechs Prozent. Entsprechende Beschlüsse hatten zuvor die Gremien beider Gewerkschaften auf einer gemeinsamen Sitzung gefasst. Die Tarifverträge bei der Deutschen Bahn laufen am 31. Juli aus.

"Eine Lohnpause wäre in der aktuellen Situation das völlig falsche Signal", machten Kirchner und Fuhrmann deutlich. "Die Spielräume dafür sind bei der Deutschen Bahn vorhanden, denn trotz der Krise wird der Konzern in der kommenden Woche wieder einen sehr hohen Gewinn verkünden. Das ist vor allem auf die Leistung der Beschäftigten zurückzuführen." Auch seien Entgelterhöhungen zur Stabilisierung der Massenkaufkraft und damit der Binnennachfrage notwendig. Dabei solle es eine soziale Komponente geben, die den unteren Tarifgruppen einen höheren Zuwachs sichert.

TRANSNET und GDBA fordern darüber hinaus eine Erhöhung von Zulagen für Beschäftigte im Schicht- und Wechseldienst. "Die Belastungen durch ungünstige Schichtlagen haben zugenommen; dafür muss es eine Kompensation geben", so Kirchner und Fuhrmann. Ferner sollen die bestehenden tariflichen Regelungen zur Altersteilzeit verhandelt werden, um sie an die veränderten gesetzlichen Gegebenheiten anzupassen. Auch die Forderung nach einem Mobilitätszuschuss für die Beschäftigten wird in die Verhandlungen einfließen. Die Laufzeit eines neuen Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.

TRANSNET und GDBA wollen in der Tarifrunde Mitte des Jahres bereits auch eine neue Regelung für den Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag verhandeln.Der bisherige Tarifvertrag läuft am 31. Dezember 2010 aus. Er schützt derzeit die Beschäftigten des Bahnkonzerns vor betriebsbedingten Kündigungen. "Dieser Tarifvertrag hat sich bewährt, er muss aber jetzt durch qualitativ neue Regelungen ersetzt werden." Es gehe dabei nicht nur um Rationalisierungsschutz, sondern auch um verbesserte Perspektiven für Nachwuchskräfte, mehr Chancen für ältere sowie für leistungseingeschränkte Beschäftigte. "Insgesamt streben wir ein Tarifwerk an, dass es uns ermöglicht, den demografischen Wandel zu gestalten."

Kirchner und Fuhrmann wiesen darauf hin, dass diese Tarifforderungen "nicht am grünen Tisch entstanden, sondern in zahlreichen Tarif-Dialogen in den Betrieben erarbeitet worden sind." An den Diskussionen hätten sich Tausende Mitglieder beteiligt. TRANSNET und GDBA verhandeln für rund 165.000 Beschäftigte.

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