Freitag, 09. Dezember 2016


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"Wir sind mit den Bremer Rettungshelfern optimal vernetzt"

Deutsche Schlaganfallgesellschaft zertifiziert Stroke Unit im Klinikum Bremen-Mitte

(lifePR) (Bremen, ) "Time is brain" ist ein gern gesagter Spruch unter Neurologen. Was er meint, nehmen Mediziner und Pflegekräfte auf der Schlaganfallstation der Neurologischen Klinik am Klinikum Bremen-Mitte ernst, und das nun auch nachweislich: Je eher und gezielter Menschen nach einem Schlaganfall geholfen wird, desto größer sind die Genesungschancen und niedriger die Langzeitfolgen des Gefäß-Infarktes. Die Deutsche Schlaganfallgesellschaft und die Deutsche Schlaganfallhilfe haben Bremens einziger Schlaganfallstation nun ihr Qualitätszertifikat ausgestellt. Dieses belegt indes einiges mehr als die rasche Betreuung.

Erleidet ein Mensch zu Hause, am Arbeitsplatz oder an einem anderen Ort einen Schlaganfall, wird der Rettungsdienst informiert. Schon hier beginnt ein Wettlauf mit der Zeit - und der Qualität: "Steht die Diagnose Schlaganfall im Raum, ist die Erstversorgung für alle Patienten in Bremen und umzu an das Krankheitsbild angepasst, um die sehr kostbaren ersten Minuten nach dem Infarkt zu nutzen", erklärt Prof. Dr. Andreas Kastrup, Direktor der Neurologischen Klinik in Bremen-Mitte. Rettung und Klinik sind nach seinen Worten sehr gut und intensiv miteinander vernetzt. Neben dem regelmäßigen Austausch und Schulungen ist in der Bremer Klinik eine 24-Stunden-Hotline eingerichtet, über die ein Facharzt für Neurologie Rettungshelfern Auskunft erteilt.

"Je klarer die Diagnose vor Ort ist, desto besser können wir uns vorbereiten", so Bernd Böckmann, Klinikpflegeleiter der Neurologie in Bremen-Mitte. Sauerstoffversorgung, Stoffwechseleinstellungen oder auch die Info an die Fachabteilungen können frühzeitig eingeleitet werden. Wichtig ist auch zu wissen, ob Patienten Lähmungen haben oder an Sprach- und Schluckstörungen leiden. Die Neurologische Klinik kooperiert innerhalb des Klinikums Bremen-Mitte mit der Neurochirurgie, Gefäßchirurgie, Neuroradiologie, Notaufnahme und der Kardiologie.

"Bei uns sind Diagnose und operative und konservative Abteilung gut miteinander vernetzt und vor allem nun an die Prozesse innerhalb des Klinikums Bremen-Mitte angepasst", so Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas Kastrup. Die Schlaganfallstation ist erst seit Ende 2007 vom Klinikum Bremen-Ost ins Zentrum umgezogen. Patienten profitieren davon, dass alle relevanten Fachabteilungen am größten Klinikum der Stadt vorhanden sind. Entsprechend gut ist das Outcome (Therapieergebnis) nach einem Schlaganfall.

Für die Zertifizierung Mitte Juni waren neben der Erstversorgung auch die medizinische und pflegerische Betreuung im Klinikum sowie die Transparenz der Behandlung gegenüber Patient, Angehörigen und Kostenträgern von Bedeutung. Belegbar werden solche Anforderungen durch Konzepte, deren Wirksamkeit vor Ort Auditoren überprüfen. In Bremen war dies Harald Auner von LGA Interzert. Er sagte am Ende der Auditierung: Sollte er eines Tages einen Schlaganfall erleiden, möchte er ihn in Brmeen haben, zitiert Böckmann nicht ohne Stolz. Boris Krah, der die Zertifizierung als Qualitätsmanager betreute, ergänzt: "Wir haben alle Anforderungen erfüllt".

Zu den Anforderungen gehören ein Notfallkonzept, das Bobat-Konzept (Therapie bei Schädigungen von Rückenmark oder des Gehirns) und das Thema Schluckdiagnostik bei Dysphagie (Schluckstörungen). Große Bedeutung kommt auch der pflegerischneurologischen Versorgung zu. Medizinische Leitfaden existieren zu Diagnostik, Therapie und Behandlungspfaden. Es gibt ein Übergabe-Logbuch auf der Station, das über 24 Stunden am Tag alle notwendigen Infos über Patienten enthält, damit in jeder Schicht jeder Mitarbeiter Bescheid weiß, was zu tun und zu beachten ist. Für Pflegekräfte gibt es einjährige Fachweiterbildungen, Oberärztin Dr. Freimuth Brunner leitet das zertifizierte Neurologische Ultraschalllabor des Klinikums.

Der Schlaganfall ist eine zunehmend häufiges Krankheitsbild, das quer durch alle Altersschichten auftritt, beobachtet Prof. Kastrup. Bedingt wird der Schlaganfall durch die heutige weit verbreitete Lebensweise. Diabetes, Rauchen, falsche Ernährung und Adipositas begünstigen den Infarkt. 1550 Patienten mit Schlaganfall behandelt das Klinikum Bremen-Mitte jährlich. Das Haus liefert seine Daten an das nordwestdeutsche Schlaganfallregister der Universität Münster, die diese zweimal jährlich auswertet. "Wir sind der zweithöchste Datenlieferant", so Böckmann. Nur im Münchner Raum gibt es noch mehr Patienten in einem Klinikum.

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