- Pressemitteilung BoxID 317604
Reinigungsverfahren wird in allen Krankenhäusern geändert
Gesundheit Nord nutzt vorsorglich künftig nur noch Einmalhandschuhe
Die Gesundheit Nord hatte das Freiburger Beratungszentrum im Rahmen der Aufarbeitung des Keimausbruchs in der Neonatologie beauftragt, Schulungen der Reinigungskräfte, des Pflegepersonals sowie ärztlichen Personals durchzuführen. Als Vorbereitung auf diese Schulungen war ein Mitarbeiter des Freiburger Institutes nach Bremen gekommen, um sich bei einer Begehung vor Ort ein Bild davon zu machen, wie die Reinigungskräfte arbeiten. Dieser Mitarbeiter fasste das Ergebnis seiner Beobachtungen in einem Bericht "Gutachten zur Auditierung des Reinigungsdienstes der Gesundheit Nord Dienstleistungen GmbH" zusammen. Dieser Bericht resultierte aus den Schulungsvorbereitungen. In dem Bericht wurde vor allem kritisiert, dass die Reinigungskräfte für einige Arbeiten rote und grüne Haushaltshandschuhe in Form von Stulpenhandschuhen anstelle von Einmalhandschuhen benutzen.
Der Bericht war im Februar unter anderem an die Geschäftsführung der GeNo- Tochterfirma Gesundheit Nord Dienstleistungen gegangen, die mit der Reinigung der Krankenhäuser beauftragt ist. Als Reaktion auf diese Kritik hatten bereits ab März Schulungen und Unterweisungen mit den Reinigungskräften im Klinikum Bremen-Mitte stattgefunden. Dabei war beispielsweise speziell der Umgang mit infektiösen Räumen geschult worden. Um der angesprochenen Kritik umgehend jede Grundlage zu nehmen, hat die Geschäftsführung der Gesundheit Nord gestern mit sofortiger Wirkung die Umstellung auf Einweghandschuhe veranlasst.
Die in dem Bericht beschriebenen Reinigungsverfahren galten bisher im gesamten Klinikum Bremen-Mitte. Ob eine Keimverschleppung durch die Handschuhe tatsächlich eingetreten ist, muss bezweifelt werden. So haben die fast 1.000 Proben, die im Zusammenhang mit dem Keimausbruch in den Räumen des Klinikums Bremen-Mitte genommen wurden - sowohl durch das Klinikum selbst als auch durch das Gesundheitsamt - keinerlei Befunde von ESBL-Klebsiellen auf Türklinken, Tastern und in den Sanitärräumen ergeben.
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