Sonntag, 11. Dezember 2016


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GERRY WEBER beschließt internationale Einführung von RFID

(lifePR) (Halle/ Westfalen, ) Nach einer umfangreichen Erprobungsphase übernimmt die GERRY WEBER International AG eine Vorreiterrolle in der Bekleidungsbranche und führt die RFID-Technologie (Radiofrequenz-Identifikation) zur Optimierung der Logistik- und Retailprozesse sowie gleichzeitig als neue Form der Warensicherung im Laufe des nächsten Jahres ein. Die GERRY WEBER-Gruppe ist das deutschlandweit erste Unternehmen, das RFID als Warensicherungstechnologie einsetzen wird. Eine weitere Innovation stellen die textilen RFID-Etiketten dar, die das Unternehmen zukünftig direkt in seine Produkte einnähen wird.

RFID ermöglicht, Objekte eindeutig ohne Sicht- oder Berührungskontakt zu erfassen. Herzstück ist ein kleiner Computerchip, auf dem eine Ziffernfolge (Elektronischer Produktcode, EPC) gespeichert ist. Personenbezogene Daten werden nicht gespeichert. Zusammen mit Partnern aus Industrie und Universitäten ist GERRY WEBER nun der Durchbruch gelungen, indem das textile Pflegeetikett, die Warensicherungsfunktionalität sowie der elektronische Produktcode kostengünstig direkt im Produkt vereint wurden. Der RFID-Chip wird dabei in das textile Pflegeetikett der jährlich etwa 25 Millionen gefertigten Kleidungsstücke integriert.

Von Frühjahr bis Herbst 2009 wurde die Eignung von RFID als Warensicherungstechnologie in mehreren HOUSES OF GERRY WEBER gemeinsam mit der Deutschen Telekom erfolgreich getestet. Das Prinzip besteht darin, dass jedes in der Filiale befindliche RFID-Tag in einer Datenbank verwaltet und dessen Warensicherungsfunktion erst nach erfolgreichem Kassiervorgang deaktiviert wird. Will ein Dieb Ware stehlen, die noch nicht an der Kasse ausgebucht wurde, wird über Antennen am Ausgang des Geschäftes ein Alarm ausgelöst. Speziell für diesen Einsatzzweck entwarf die Deutsche Telekom gemeinsam mit GERRY WEBER eine leistungsfähige Funkantenne. Die textilen Pflegeetiketten mit integrierter Warensicherung und elektronischem Produktcode wurden durch das Unternehmen Avery Dennison gemeinsam mit GERRY WEBER für die speziellen Anforderungen der Bekleidungsbranche entwickelt. Die Firmen werden im neuen Jahr die dann über 150 eigenen Filialen im In- und Ausland mit der neuen Warensicherungstechnik ausrüsten. Die bisherigen, weitaus kostenintensiveren Sicherungssysteme mit Magnetnadeln gehören damit für die Marken der GERRY WEBER-Gruppe der Vergangenheit an, da die Funktionalität bereits direkt auf dem eingenähten Chip integriert ist. Hierdurch lassen sich für den Handel erhebliche Kosteneinsparungspotenziale realisieren. Das Unternehmen plant, die gesamte Produktion über alle Marken hinweg mit RFID-Etiketten auszurüsten, um auch allen Handelspartnern den Einsatz der Technik zu ermöglichen.

"Unser Unternehmen hat sich in den letzten zehn Jahren intensiv mit dem Thema RFID auseinandergesetzt und viel Geld investiert, um die Technologie für die gesamte Bekleidungsbranche wirtschaftlich nutzbar zu machen. Für uns ist die Entscheidung des RFIDRollouts ein echter Meilenstein. Wir laden alle anderen Bekleidungshersteller ein, an der breiten Einführung von RFID mitzuwirken, um den Einzelhändlern hierdurch erhebliche Kostensenkungen sowie Transparenz- und Effizienzsteigerungen zu ermöglichen", betont Gerhard Weber, Vorstandsvorsitzender der GERRY WEBER International AG.

Das Mode- und Lifestyle Unternehmen verspricht sich durch die neue Technologie über die Warensicherungsfunktionalität hinaus eine signifikante Verbesserung der logistischen Prozesse. Durch den elektronischen Produktcode, der sich neben der Warensicherungsfunktionalität auf den Chips befindet, kann die Bekleidung von GERRY WEBER in Zukunft hängend wie liegend aufwandsminimal erfasst und die Transparenz in der Logistikkette erhöht werden. Die Logistikunternehmen DHL, Hellmann, Meyer&Meyer und Fiege werden deshalb gleichzeitig Logistikstandorte im In- und Ausland mit der RFID Technologie ausstatten.

"RFID ist eine Technologie, mit der auf den Flächen des Handels eine hohe Bestandsgenauigkeit und daraus folgend eine bessere Warenversorgung erreicht werden kann. Zeitintensive Zählungen beispielsweise bei Inventuren sind dann nicht mehr nötig. Dadurch bleibt dem Personal in Zukunft mehr Zeit für die individuelle Beratung", so Dr. David Frink, Vorstand für Produktion, Logistik und IT der GERRY WEBER International AG.

Die GERRY WEBER International AG war Teilnehmer am kürzlich beendeten Forschungsprojekt "Ko-RFID". In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projekt wurden gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung (u. a. mit der TU-Berlin, Humboldt- Universität zu Berlin und SAP Research) Aspekte des unternehmensübergreifenden Einsatzes von RFID wie beispielsweise Einsatzszenarien, Wirtschaftlichkeit und Datenschutz untersucht. Außerdem ist die GERRY WEBER-Gruppe Mitglied der FashionGroup RFID und beteiligt sich an diversen Arbeitsgruppen bei GS1/EPCglobal, bei der sich Unternehmen branchenübergreifend über RFID-Standards abstimmen.

Näheres zu RFID: www.fashiongroupRFID.de
Forschungsprojekt Ko-RFID: www.ko-rfid.de

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