Samstag, 10. Dezember 2016


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Erste Stroke Units führen SRAclinic ein

Kliniken in Gera und Merzig nutzen künftig Screening-Verfahren des Unternehmens apoplex medical zur Ursachenklärung nach Schlaganfall und Vermeidung von Sekundär-Ereignissen

(lifePR) (Geratherm/apoplex; Geschwenda/Pirmasens, ) Viele Patienten erleiden nach ihrem ersten Schlaganfall auch einen zweiten - oft innerhalb des ersten Jahres und größtenteils mit noch schlimmeren Konsequenzen. Daher spielt die Sekundärprävention und damit verbunden die Ermittlung der Ursache eines Hirninfarkts eine bedeutende Rolle.

Vor diesem Hintergrund haben sich jetzt mit der SHG Klinikumgruppe Merzig (2.200 Betten) und der SRH Wald-Klinikumsgruppe Gera (2.900 Betten) die ersten beiden Kliniken mit Stroke Units (Schlaganfallstationen) für den Einsatz von SRAclinic von der apoplex medical technologies GmbH aus Pirmasens entschieden. Eine gut zweistellige Anzahl weiterer Einrichtungen dieser Art erprobt den Einsatz der seit Anfang 2008 verfügbaren telemedizinischen Lösung, die auf mehreren mathematischen Verfahren basiert;

mit vielen anderen werden darüber hinaus bereits vertiefte Gespräche über die weitreichenden medizinischen und wirtschaftlichen Vorteile eines Einsatzes geführt.

Bei einer Vielzahl von Schlaganfällen kann deren Ursache trotz intensiver Diagnostik nicht geklärt werden. Unerkanntes paroxysmales Vorhofflimmern wird in vielen Fällen vermutet. Mit dem auf EKG-Daten aufsetzenden SRAclinic des Unternehmens apoplex lassen sich Patienten mit erhöhtem Risiko auf diese Herzrhythmusstörung jedoch auch dann nachweisen, wenn es in der Stroke Unit während der vierundzwanzigstündigen Datenaufnahme zu keiner Flimmerepisode gekommen ist.

Das erhöht nicht nur beträchtlich die Sensibilität der Untersuchung und damit die Aussicht, ein etwa vorhandenes Vorhofflimmern nachzuweisen und zielgerichtet therapieren zu können, sondern hilft auch spürbar dabei, die vorhandenen - insbesondere kardiologischen - Ressourcen gezielter zu nutzen.

SRAclinic bereits in zwei Kliniken im Einsatz

Seit Mai 2008 kommt SRAclinic sowohl in der Stroke Unit als auch auf der neurologischen Normalstation am SHG Klinikum Merzig zum Einsatz; eine mögliche Ausweitung auf die Innere Station wird derzeit von Internisten und Klinikführung näher geprüft. Der dort verantwortliche Chefarzt der Neurologie, Prof. Dr. med. Matthias Strittmatter, der auch als Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe aktiv ist, zeigt sich von der Einfachheit des technischen und apparativen Ablaufs überzeugt. Das Verfahren selbst bringe insbesondere neben der Zuverlässigkeit auch deutlich mehr Effizienz in den klinischen Alltag.

Nach sehr guten Erfahrungen im monatelangen Probebetrieb setzt das SRH Wald-Klinikum Gera seit Juli 2008 SRAclinic in der täglichen Routine der Stroke Unit ein. Oberärztin Dr. med. Kathrin Lesser, Leiterin der Stroke Unit am SRH Waldklinikum Gera, möchte die aktuell noch über 20 Prozent liegende Fallzahl mit ungeklärter Schlaganfallursache minimieren, indem sie mithilfe von SRAclinic möglichst viele mit kardio-embolischer Genese herausfiltert.

Heute setzt das SRH Wald-Klinikum Gera in seiner Stroke Unit mit 6 Betten, in der rund 500 Patienten pro Jahr behandelt werden, SRAclinic zur Optimierung der Sekundärprävention ein
- um zum einen Vorhofflimmern nachzuweisen, das zeitlich vor dem Screening aufgetreten war, und zum anderen zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit für ein künftiges Auftreten.

"Das System ist 24 Stunden am Tag verfügbar und ist praktisch direkt nach Eintreffen der Akutpatienten einsetzbar", erklärt Dr. med. Kathrin Lesser einen weiteren Vorteil des nach ihrer Einschätzung sehr bediener- und patientenfreundlichen Screening-Verfahrens. "Das ist besonders wichtig, weil die Wahrscheinlichkeit, dass Flimmerepisoden sich nach einem Schlaganfall wiederholen, erfahrungsgemäß auf der Zeitachse abnimmt. Ich hoffe sehr, dass SRAclinic sich möglichst schnell als feste Größe auch im Alltag anderer Stroke Units etablieren wird."

Gelungener Markteintritt für SRAclinic

"Wir freuen uns sehr, schon so kurz nach der Verfügbarkeit unseres SRAclinic-Verfahrens bereits die ersten beiden Kliniken als Anwender gewonnen zu haben", erklärt Albert Hirtz, Geschäftsführer der apoplex medical technologies GmbH. "Beide Einrichtungen gehören jeweils zu einem Verbund medizinischer Betriebsstätten - insofern haben die jetzt gemachten Erfahrungen gerade im unmittelbaren Umfeld der Gruppen exemplarischen Charakter mit dem Potenzial des weiteren Ausbaus. Zudem erproben schon viele weitere Stroke Units den Einsatz unseres Verfahrens und wir stehen mit etlichen anderen bereits im engen Kontakt."

Für den Terminkalender

apoplex medical technologies stellt SRAclinic für alle Interessierten vom 30. August bis 3. September 2008 auf der ESC Congress Messe in München (ICM) vor. Auf der Düsseldorfer MEDICA (19. bis 22. November 2008) richtet sich das Unternehmen an mögliche internationale Partner.

Ergänzendes über apoplex medical technologies

Die apoplex medical technologies GmbH wurde 2004 im westpfälzischen Pirmasens gegründet und hat sich im Bereich der Medizintechnik auf neue und innovative Technologieprodukte für die Schlaganfallprävention im weltweiten Einsatz spezialisiert.

Seinen Schwerpunkt legt das Tochterunternehmen der Geratherm Medical AG auf leicht anwendbare und effiziente Methoden des sogenannten Patienten- Screenings mittels medizintechnischer Anwendungen zur Vermeidung von Schlaganfall und vaskulärer Demenz. Das SRA (Schlaganfall-Risiko-Analyse)-Verfahren ist das erste praktikable Screeningverfahren für paroxysmales Vorhofflimmern. Es steht in Varianten für den Einsatz in Arztpraxen, Apotheken und den als Stroke Units bezeichneten Schlaganfallspezialstationen zur Verfügung. apoplex medical technologies wird durch ein umfangreiches akademisches und klinisches Netzwerk unterstützt, das die eigenen Kernkompetenzen aus den Bereichen Mathematik, Physik und Medizin fachlich ergänzt. Weitere Informationen sind unter www.apoplexmedical.com abrufbar.

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