Dienstag, 06. Dezember 2016


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Jubiläums-Kalenderwanderung März 2010: Wanderung im kleinen Odenwald

(lifePR) (Lorsch, ) Am Sonntag, 28. März, laden der Naturpark Neckartal-Odenwald, die OWK-Ortsgruppe Affolterbach und der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald im Rahmen seines 50 jährigen Jubiläums zu einer gemeinsamen Wanderung in den "Kleinen Odenwald" ein.

Geologisch gesehen bildet dieser Teil des Odenwaldes und sein größerer nördlicher Bruder eine Einheit. Beide gehören zum Buntsandstein-Odenwald, der nach Süden sanft in den vom Muschelkalk geprägten Kraichgau ausläuft. Während man aber nördlich des Neckars vorwiegend langgestreckte Bergrücken und tief eingeschnittene, enge Täler vorfindet, die fast alle in Nord-Süd-Richtung verlaufen, fehlen dem Kleinen Odenwald - abgesehen vom Allemühltal und vom Finsterbachtal - die tiefen Talfurchen seines nördlichen Bruders und verleihen ihm dadurch einen hochflächenartigen Charakter.

Ebenso wie nördlich des Neckars wird auch der Kleine Odenwald überwiegend von Wald bedeckt und grenzt sich allein dadurch deutlich sichtbar vom Kraichgau ab. Der Neckar, der sich tief in diese Buntsandsteindecke eingegraben hat, ist erdgeschichtlich gesehen ein sehr junger Fluss. Am Ende der Jurazeit vor 135 Millionen Jahren floss er noch in südlicher Richtung zur Donau. Erst mit dem Einbruch des Rheingrabens vor 50 Millionen Jahren veränderte er seinen Lauf.

Ausgangspunkt der Wanderung ist Haag, eine früh mittelalterliche Rodungssiedlung. Im Mittelalter wechselte durch Verpfändungen und Verkäufe mehrfach die Herrschaft. Schon sehr früh ist im Ort eine Kirche nachweisbar. Den Kirchensatz hatten die Bewohner vor dem Bau dem St. Petersstift in Wimpfen abgekauft und waren daher nicht mehr steuerpflichtig. Dadurch nahm die Reformation in Haag einen von der allgemeinen pfälzischen Kirchengeschichte abweichenden Verlauf. Man respektierte ihre Unabhängigkeit und die Gemeinde konnte ihren lutherischen Pfarrer behalten. Erst 1598 gelang es der Pfalz einen reformierten Geistlichen einzusetzen.

Von Haag führt die Wanderung über die Haager Mühle ins Mannbachtal und von dort durch den Stüber Zentwald zur Freizeitanlage Michelsee. Die Stüber Zent war eine seit dem Mittelalter bestehende Verwaltungseinheit, die den größten Teil des Kleinen Odenwaldes umfasste und dem kurpfälzischen Oberamt Heidelberg unterstellt war. Die Freizeitanlage Michelsee entstand durch den Bau eines Rückhaltebeckens, um Michelbach vor Überschwemmungen zu schützen. Auf dem Rückweg nach Haag kommen wir an einer Linde vorbei, deren Alter kaum bestimmt werden kann. Ob es aber der Baum ist, unter dem 1467 "das Gericht zu Haag unter den Linden" gehalten wurde, ist fraglich.

Treffpunkt zu dieser Wanderung ist um 9:30 Uhr in der Ortsmitte von Haag. Die Länge der Wanderung beträgt ca. 14,5 km, die Wanderzeit etwa 4 1/2 Stunden. Zur Mittagsrast ist Rucksackverpflegung vorgesehen. Anmeldungen bei Rainer Türk, Tel./Fax 06207/3100 bzw. info@owk-affolterbach.de

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