Freitag, 20. Januar 2017


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Ohren auf im Straßenverkehr

Aktuelle Studie von Geers und ADAC zeigt: Mehr als die Hälfte ahnt nichts von Ihrer Schwerhörigkeit

(lifePR) (Dortmund, ) Die Bundesbürger sind sich der Gefahren, die durch Hörprobleme im Straßenverkehr entstehen können, bewusst - so das Ergebnis einer aktuellen Studie, die Geers Hörakustik gemeinsam mit dem ADAC Westfalen und Ostwestfalen-Lippe durchgeführt hat. 95 Prozent der Teilnehmer halten ein gutes Gehör im Straßenverkehr für wichtig bis sehr wichtig. 85 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass das Tragen von Hörgeräten bei einer Hörschädigung die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen würde. Weniger Bewusstsein haben sie dagegen bei der Einschätzung ihrer eigenen Hörleistung. Mehr als die Hälfte der Befragten mit einer messbaren Hörschwäche schätzte sich subjektiv als normalhörend ein. Der Grund: Ein Hörverlust ist ein schleichender Prozess, der vom Betroffenen oft selbst gar nicht wahrgenommen wird. Dabei zeigt die Studie, dass Menschen mit einer Hörschwäche ...

- ... Schwierigkeiten haben, eine Fahrradklingel und Hupe zu lokalisieren
- ... einen PKW schlechter aus den üblichen Verkehrsgeräuschen heraushören können

Gleichzeitig macht die Studie eine positive Entwicklung deutlich: Die Bereitschaft der Menschen, sich mit dem Tragen eines Hörgerätes auseinanderzusetzen, steigt, wenn man ihnen die ganz konkreten Folgen eines Hörverlustes verdeutlicht. Dies scheint der richtige Weg zu sein, um regelmäßige Hörtests als eine wesentliche Präventionsmaßnahme zu etablieren.

So funktioniert Richtungshören Das menschliche Gehirn ist in der Lage zu erkennen, aus welcher Richtung ein akustisches Signal kommt - so wird eine Orientierung im Raum möglich. Die Richtung wird erkannt, weil wir mit unserem Kopf und unseren beiden Ohren gelernt haben, Signale, die unser Ohr erreichen, auszuwerten. Voraussetzung für das Richtungshören ist also das binaurale (beidseitige) Hören.

Ausgewertet werden dazu

- Klangunterschiede, da die Ohrmuschel je nach Einfallwinkel den Klang verändert,
- sowie Lautstärkeunterschiede und
- Laufzeitunterschiede zwischen linkem und rechtem Ohr. Kommt ein Signal oder ein

Geräusch zum Beispiel von rechts, so legt die Schallwelle zum rechten Ohr einen kürzeren Weg zurück als zum linken Ohr. Zudem ist das Signal auf dieser Seite lauter als auf der gegenüberliegenden. Die beiden Ohrsignale werden auch aufgrund unserer Anatomie (Kopf, Hals, Schultern und Ohren) auf unterschiedliche Art und Weise gebeugt und reflektiert. Moderne Hörtechniken können nicht nur den Hörverlust ausgleichen, sondern auch das Richtungshören verbessern: Die neueste Hörgerätetechnologie setzt auf die so genannte binaurale Interaktion. Dabei stimmen sich die beiden Hörgeräte untereinander in ihrer Signalverarbeitung ab. Der Eingangsschall beider Hörgeräte wird miteinander verglichen, die Intensitäts- und Laufzeitunterschiede bleiben erhalten und so auch die Asymmetrie des Klangbilds.

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