Freitag, 09. Dezember 2016


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Fünf hochklassige Wohnungsgenossenschaften ausgezeichnet

(lifePR) (Berlin, ) .
- GdW verleiht unter der Schirmherrschaft von Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks den "Genossenschaftspreis Wohnen" in Berlin
- Die vorbildlichen Projekte werden unter dem Wettbewerbsmotto "Technik pfiffig angewandt - ein Gewinn für die Mitglieder" prämiert

"Die preisgekrönten Genossenschaften zeigen auf beeindruckende Art, wie technische Innovationen das Wohnen für junge, insbesondere aber auch für ältere Menschen erleichtern, noch lebenswerter und sicherer machen können", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, anlässlich der Preisverleihung des zweiten "Genossenschaftspreis Wohnen" in Berlin. "Pfiffig angewandte Technik kann dabei helfen, Energie und Kosten zu sparen oder auch betriebsinterne Prozesse und die Kommunikation mit den Mitgliedern zu optimieren." Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, eröffnete als Schirmherrin die Verleihung des Genossenschaftspreises und gratulierte den Preisträgern - deren Projekte zeigen, dass die Idee des genossenschaftlichen Wohnens lebe. Mit rund 2,2 Millionen Wohnungen - immerhin rund zehn Prozent des Mietwohnungsmarktes - bieten Wohnungsgenossenschaften mehr als fünf Millionen Menschen in Deutschland guten und sicheren Wohnraum. Sie gewährleisten für ihre Mitglieder lebenslanges und sicheres Wohnen. Der GdW und das Bundesbauministerium haben den Wettbewerb "Genossenschaftspreis Wohnen" erstmals im Jahr 2008 ausgelobt. Unter der Schirmherrschaft der Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks sind nun beim Genossenschaftspreis 2015 zum dritten Mal vorbildliche Projekte unter dem Wettbewerbsmotto "Technik pfiffig angewandt - ein Gewinn für die Mitglieder" prämiert worden. Insgesamt wurden drei Projekte mit einem Preis und weitere zwei mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

Die Preisträger im Einzelnen:

Die EVM Berlin - Erbbauverein Moabit, Eingetragene Genossenschaft, wurde für den Einsatz innovativer Technik bei energiesparenden Heizungssystemen in einem Neubau ausgezeichnet. Im Fürstenberg-Kiez in Berlin-Karlshorst entsteht ein generationengerechtes Wohnhaus mit ökologischer Energieversorgung, in dem das genossenschaftliche Miteinander befördert werden soll. Die benötigte Heizenergie wird aus dem Abwasser gewonnen und ist auch für die umliegenden Bestandswohnungen nutzbar. Die Nutzer dieser Wohnungen können somit ebenfalls von dieser nachhaltigen und hocheffizienten Lösung durch erhebliche Senkung der Betriebskosten profitieren. Für den Neubau und Bestand wird insgesamt von einer CO2-Einsparung von mindestens 50 Prozent ausgegangen. Als Wärmequelle für die geplante Wärmepumpenanlage dient kommunales Abwasser. Partner bei der Realisierung des Projekts sind die Berliner Wasserbetriebe. In der Tiefgarage des Neubaus, die über Aufzüge mit allen Etagen verbunden ist, werden zudem 75 Tiefgaragenplätze inklusive Ladestationen für Elektroautos und über 150 Fahrradstellplätze entstehen. Die 2- bis 6-Zimmerwohnungen sind barrierefrei gestaltet, von der Haustür bis zum Balkon mit einem Ausblick in die geschützte Grünanlage. Die multivalente Grundrissstruktur ermöglicht bei Bedarf die Schaffung alternativer Wohnformen. Ergänzt wird das generationenübergreifende Projekt mit Räumlichkeiten für einen Bewohnertreff und einen Gemeinschaftsgarten. Die Mitglieder und Anwohner werden von Beginn an durch Vor-Ort-Informationen und -veranstaltungen sowie über die Homepage der Genossenschaft regelmäßig über das Projekt informiert.

Ebenfalls prämiert wurde die Westsächsische Wohn- und Baugenossenschaft eG Zwickau für ihr Projekt "Ein Zuhause mit (Mehr-)Wert!". Durch den Einsatz von technischer Gebäudeausrüstung sollen für die Mitglieder bestmögliche Voraussetzungen für ein attraktives Zuhause geschaffen werden. Sowohl aktuell als auch zukünftig werden Komfort, Sicherheit, effiziente Energieeinsparung und Bezahlbarkeit miteinander verbunden. Angesichts des demografischen Wandels, sinkender Renten und steigender Betriebskosten geht die Genossenschaft gemeinsam mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau neue Wege. Seit 2013 werden die Bestandsgebäude der Genossenschaft mit einer bestimmten technischen Gebäudeausrüstung im Rahmen einer Vollsanierung ausgestattet, wobei der Fokus auf Energieeinsparpotenzialen liegt. Zur Standardausrüstung gehören u. a. Präsenzschalter und elektronische Thermostat-Hygrometer zur Regelung der Raumtemperatur bei Verlassen der Wohnung sowie Fensterkontakte, die automatisch die Heizkörper drosseln, um Wärmeverluste zu vermeiden. Weiterhin wird eine Smart Home-Infrastruktur geschaffen, um beispielsweise Kostenverbrauch und Energieträger auswerten und in signifikante Energieeinsparungen umsetzen zu können. Nach Abschluss des Pilotprojektes wurden gemeinsam mit den Nutzern der neuen Wohnungen Befragungen und Mieterworkshops durchgeführt, um Erfahrungen auszutauschen und das eigene Nutzerverhalten zu optimieren. Dies hat auch eine neue Transparenz zwischen den Mitgliedern der Genossenschaft und den Partnern des Projektes geschaffen. Mit den Maßnahmen sollen ältere Mitglieder die Möglichkeit erhalten, möglichst lange selbstbestimmt wohnen zu können, aber auch jüngere Generationen angesprochen werden, die bereits mit Technik zur Steigerung der Lebensqualität umgehen können. Im Rahmen eines zweiten Forschungsprojekts wurde eine Ambient Assisted Living (AAL)-Musterwohnung in das Quartierskonzept integriert und Ende 2014 eröffnet.

Die Wohnbau Detmold eG wurde für ihr Projekt "webWohnen" ausgezeichnet. Mit diesem Projekt stellt sich die Wohnbau Detmold eG generationenübergreifenden Herausforderungen, die durch den demografischen Wandel und seine Auswirkungen auf die Bewohnerstruktur bedingt sind. Durch die Kombination von genossenschaftlichen Werten und Fortschritt will sie auch jüngere Menschen für die Idee der Genossenschaft begeistern. Seit November 2012 erhalten alle Mitglieder beim Bezug einer Wohnung kostenlos einen Tablet-PC (inkl. Basisinternetflatrate). In 5 bis 6 Jahren sollen alle Haushalte der Genossenschaft mit einem Tablet ausgestattet sein. Das Herzstück des Projekts ist eine neu entwickelte App, die ein Nachbarschafts- und Serviceportal umfasst. Während das Nachbarschaftsportal das Kennenlernen der Mitglieder über den gesamten Bestand der Genossenschaft hinweg befördern soll und Hilfe zur Selbsthilfe bietet, wird über das Serviceportal die Kommunikation zwischen den Mitgliedern und der Genossenschaft, u. a. durch Bereitstellung wichtiger Unterlagen, verbessert. Mit dem interaktiven, genossenschaftlichen Netzwerk wird das generationenübergreifende Zusammenleben gestärkt. Darüber hinaus können vor allem ältere Mitglieder über die webWohnen-App auf ausgewählte Warenanbieter und Dienstleister, wie z. B. im Bereich Pflege, zurückgreifen. Die Genossenschaft profitiert von einer Steigerung der Prozesseffizienz u. a. durch schnellere und zielgerichtete Informationen der Mitglieder. Das Serviceportal soll mittelfristig die wichtigste Säule der Kommunikation werden. Besonders hervorzuheben ist, dass durch Unterstützung der Genossenschaft die älteren Mitglieder an die neue Technik herangeführt und mit der digitalen Welt vertraut gemacht werden.

Anerkennungen:

Mit Anerkennungen wurden beim Genossenschaftspreis Wohnen 2015 die Märkische Scholle Wohnungsunternehmen eG Berlin für ihr Projekt "Bezahlbare Energieeffizienz - innovativ und sozialverträglich" und die Wohnbaugenossenschaft wagnis eG München für ihr Projekt "wagnis 4 am Ackermannbogen".

Eine Broschüre mit einer ausführlichen Darstellung der Preisträger und Anerkennungen mit ihren Projekten finden Sie hier. Medienvertreter können die Broschüre zur Preisverleihung kostenfrei unter presse@gdw.de bestellen.

Sehen Sie sich die Videos der Preisträger "Genossenschaftspreis Wohnen 2015" im Youtube-Kanal des GdW an.

Preisträger:

EVM Berlin - Erbbauverein Moabit, Eingetragene Genossenschaft mit dem Projekt "Neubau im Fürstenberg-Kiez: Wärmegewinnung aus Abwasser"

Für den Direktlink zum Youtube-Video des Preisträgers EVM Berlin - Erbbauverein Moabit, Eingetragene Genossenschaft klicken Sie hier!

Westsächsische Wohn- und Baugenossenschaft eG Zwickaumit dem Projekt "Ein Zuhause mit (Mehr-)Wert!"

Für den Direktlink zum Youtube-Video des Preisträgers Wohnbau Westsächsische Wohn- und Baugenossenschaft eG Zwickauklicken Sie hier!

Wohnbau Detmold eG mit dem Projekt "webWohnen"

Für den Direktlink zum Youtube-Video des Preisträgers Wohnbau Detmold eG klicken Sie hier!


 

 

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

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