Dienstag, 06. Dezember 2016


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Schluss mit der MwSt-Diskriminierung des Gastgewerbes!

Über 2000 Gastronomen marschieren auf den Bundesplatz und fordern

(lifePR) (Bern/Zürich, ) Über 2000 Gastronomen aus der ganzen Schweiz sind am Montag, 19. April 2010, in über 50 Reisecars und Postautos nach Bern gereist und durch die Berner Altstadt auf den Bundesplatz marschiert. Sie kämpfen für die Beseitigung der Mehrwertsteuer-Diskriminierung des Gastgewerbes. Für Speisen und alkoholfreie Getränke im Restaurant muss nämlich dreimal so viel Mehrwertsteuer bezahlt werden als im Detailhandel. Diese Benachteiligung des Gastgewerbes und seiner Gäste ist ungerecht. GastroSuisse, der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz, startete deshalb zum ersten Mal in seiner Geschichte eine eidgenössische Volksinitiative.

Der Verzehr von Speisen und Getränken in einem Restaurant, einem Café oder einer Bar ist heute alltäglich und für viele Menschen über Mittag sogar unumgänglich. Trotzdem werden die Gäste und das Gastgewerbe durch den Staat bestraft und diskriminiert, denn der Verzehr von Getränken und Speisen wird mit einem Mehrwertsteuersatz von 7,6% belegt. Der Verzehr der gleichen Getränke und Speisen aus einem Take-away-Kiosk oder aus dem Laden wird jedoch nur mit 2,4% besteuert.

Das Gastgewerbe fordert in seiner Volksinitiative, dass Speisen und alkoholfreie Getränke unabhängig vom Verzehrort gleich besteuert werden. "Wir starten heute die Unterschriftensammlung für ein legitimes Anliegen unserer Gäste", so GastroSuisse-Zentralpräsident Klaus Künzli in seiner Ansprache auf dem Bundesplatz. "Es ist ungerecht, wenn Sie für ein Mittagessen im Restaurant 7,6% Mehrwertsteuer bezahlen, während der Schnellverpfleger unter den Lauben seine Pizzaschachtel für 2,4% von der Stadt entsorgen lässt", rief er den zahlreichen Konsumenten zu, die sich zur Kundgebung gesellten.

"Ich kann mich nicht damit abfinden, dass Gäste und Gastgewerbe seit Jahren durch die nationale Steuerpolitik im Vergleich zu anderen Konsumenten und Anbietern ungleich behandelt werden", erklärte Ständerat Dr. Hans Hess, Mitglied des überparteilichen Initiativkomitees. Im Dezember 2004 habe er daher im Ständerat eine Motion eingereicht. Der Bundesrat hat auf seine Motion mit einem neuen Vorschlag geantwortet und dem Parlament eine Botschaft für einen Einheitssatz unterbreitet, der sehr kontrovers aufgenommen wurde. Offen bleibt zurzeit die Frage, wie es mit dem Einheitssatz weiter geht.

Ständerat Dr. Hans Hess signalisierte deshalb grosses Verständnis für die Unzufriedenheit der Wirte, die zur Kenntnis nehmen mussten, dass sich bei der Mehrwertsteuer des Gastgewerbes so schnell nichts ändert.

Zusätzlich zu Ständerat Dr. Hans Hess sind weitere namhafte Persönlichkeiten bereit, mit ihrem Namen bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern dieses Landes für ein Ende der Diskriminierung einzustehen. Im Initiativkomitee figurieren unter anderem zwölf Ständeräte und Nationalräte, die weltbekannten Spitzenköche Philippe Rochat und André Jaeger, Hans-Ulrich Bigler, der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, und Urs Masshardt, der Direktor der Arbeitnehmerorganisation Hotel- und Gastro-Union.

Die heute lancierte eidgenössische Volksinitiative will gleich lange Spiesse für alle. Sie stärkt damit die Konkurrenzfähigkeit des Schweizer Gastgewerbes, das 228'000 Personen beschäftigt und rund 10'000 Jugendlichen einen Arbeitsplatz bietet. Das Gastgewerbe ist eine eigentliche "Jobmaschine", die angesichts der schwierigen Märkte und des starken Frankens vor grossen Herausforderungen steht. Umso wichtiger ist es, bei der Mehrwertsteuer gegenüber anderen Ländern, wie beispielsweise Frankreich, nachzuziehen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Gastronomie zu stärken.

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Rund 21'000 Mitglieder (Hotels, Pensionen, Gasthöfe, Restaurants und Cafés), organisiert in 26 Kantonalsektionen und vier Fachgruppen, gehören dem grössten gastgewerblichen Arbeitgeberverband an.

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