Sonntag, 04. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 62101

Christofer Kochs - Die Summe der Möglichkeiten

Im Kabinett: Manfred Rademacher - Kammermusik / 22. August bis 22. September 2008 / Eröffnung 22. August 2008, 19.30 - 21.30 Uhr

(lifePR) (Wuppertal, ) Im Mittelpunkt der Kunst von Christofer Kochs steht die menschliche Figur, die bis zur Zeichen- oder Schemenhaftigkeit stilisiert wird. Diese Thematik bearbeitet Kochs in allen Gattungen, in der Fläche der Leinwand, wie in der Dreidimensionalität der Skulptur. Darüber hinaus setzt er Malerei, Skulptur und Grafik in Abhängigkeit voneinander zu neuen Bildplastiken zusammen, in denen er die Grenzen der Gattungen durchbricht. Überdeutlich zeigen seine Arbeiten ein Wechselspiel zwischen Verdichtung und Auflösung der zentralen menschlichen Figur. Die schemenhaften menschlichen Figuren scheinen in einen undefinierten Bildraum hinein zu diffundieren. In einigen Bildern wird durch die Schichtung einzelner Farbflächen eine Räumlichkeit angedeutet, während in anderen der transparente Bildträger Tiefe simuliert. Es ist ein Wechselspiel der Wahrnehmung, das den Bildern eine mystisch verklärte Aura verleiht und so den Betrachter in ihren Bann zieht.

Christofer Kochs wurde 1969 in Osnabrück geboren. Nach seinem Abitur arbeitete er in der Lithografiewerkstatt von Jan Prein in Augsburg, bis er 1992 sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München aufnahm. 1993 wurde ihm der Grafikpreis der Stadt Senden verliehen und im Jahr darauf war er am Aufbau des Künstlerhauses mit Druckwerkstatt "Richard Wagner Hof" beteiligt. 1995 erhielt er den Lukas-Cranach-Förderpreis der Stadt Kronach, sowie den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg. 1996 wurde er Meisterschüler bei Prof. Berger und arbeitete als Assistent in der Lithografiewerkstatt bei Prof. Karl Imhof. Im selben Jahr erhielt er sowohl den Förderpreis für Junge Künstler in Markoberdorf, als auch den Böhmlerpreis und das Erasmus-Stipendium der Stadt München. Zwischen 1998 und 2003 lehrte er im Fachbereich Lithografie an der Fachhochschule Augsburg. In dieser Zeit erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien. Neben dem Atelierstipendium des Bayrischen Ministeriums für Forschung, Wissenschaft und Kultur, das ihm 2000 verliehen wurde, war er 2001 und 2004 als Artist in Residence an der School of Arts in Sydney, Australien. Seit 2007 lehrt er Zeichnen an der Universität Dortmund und Malerei an der Alanus Akademie in Bonn. Seine Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen auf der ganzen Welt. Christofer Kochs lebt und arbeitet in Augsburg.

Die "Kammermusik" von Manfred Rademacher steht in ihrem künstlerischen Ausdruck einem "Sinfonieorchester" in nichts nach. Es ist in erster Linie das kleine Format, das diese Bezeichnung rechtfertigt. Rademacher unterscheidet so seine neueren Papierarbeiten von seinen früheren Leinwänden. Das tonangebende Instrument, der Körper, mittels dessen die eruptive Malweise im großen Format erst wahrhaftig wurde, war durch einen tragischen Unfall außer Kraft gesetzt worden. Mühsam eroberte er sich einen eingeschränkten Bewegungsrahmen zurück. Die "Vögel", ein symbolisch, wie mythologisch aufgeladenes Motiv, scheinen Rademachers Situation widerzuspiegeln, das Gefangensein im eigenen Körper, begleitet von einer drängenden kreativen Kraft. Sie weisen in diesem Zusammenhang zu einer neuen Symbolik. In ihrer farbenfrohen Dynamik spiegeln sie Hoffnung - ein Versprechen Erlösung zu finden in der Kunst. Die vibrierenden lebendigen Körper machen uns Mut, unsere Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Die in größtmöglicher Auflösung begriffenen, in rhythmisch von innen nach außen verdichteten Harmonien, virtuos komponierten Farbgeschöpfe, vermögen es, dem aufmerksamen Betrachter Flügel zu verleihen.

Manfred Rademacher wurde 1952 in Leichlingen geboren. Er besuchte von 1970-72 die Werkkunstschule in Wuppertal. Darauf folgte ein Studium in der Fachrichtung Kunst und Design an der Fachhochschule Köln. 1975 machte er sein Examen bei Professor Karl Marx. Anschließend studierte er Kunst und Erziehungswissenschaften auf Lehramt für die Sekundarstufe II und schloss 1981 erfolgreich ab. 1989 erhielt er ein Grafikstipendium des Kultusministeriums NRW. Von 1993 bis 2002 war er als Hochschuldozent an der Universität Hannover im Fachbereich Architektur, Malerei und Grafik tätig. 2002 wurde seine künstlerische Tätigkeit abrupt durch einen tragischen Unfall unterbrochen. 2004 unternimmt der Künstler einen Neubeginn mit Arbeiten auf Papier. Manfred Rademacher lebt und arbeitet in Solingen.

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