Dienstag, 24. Januar 2017


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Breite Mehrheit stimmt für Darlehen für den Friedrichstadtpalast

Sanierungskonzept erfährt breite Zustimmung im Berliner Senat – „Friedrichstadtpalast ist auf einem guten Weg“ – Steigende Auslastungszahlen und Ticketverkäufe belegen die Trendwende

(lifePR) (Berlin, ) Der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat in seiner heutigen Sitzung mit breiter Mehrheit beschlossen, dem Friedrichstadtpalast ein rückzahlbares Darlehen in Höhe von 3,5 Millionen Euro zu gewähren und damit seine breite Unterstützung für das Sanierungskonzept an der Friedrichstraße 107 unterstrichen.

Kulturstaatssekretär André Schmitz begrüßt diese Entscheidung: "Der Friedrichstadtpalast ist auf einem guten Weg. Deshalb ist dieser Überbrückungskredit gut angelegtes Geld und zeigt: Berlin steht zu seinem Friedrichstadtpalast. Ich bin optimistisch, dass das größte Revuetheater Europas die BerlinerInnen und ihre Gäste auch in Zukunft in seinen Bann ziehen wird und blicke mit Spannung der Oktober-Premiere von 'Qi - eine Palast-Phantasie'entgegen."

"Ich freue mich sehr für mein Haus über die fraktionsübergreifende Zustimmung im Abgeordnetenhaus und die damit auch verbundene ideelle Unterstützung der Politik", so Berndt Schmidt, Intendant des Friedrichstadtpalastes. "Dieses Vertrauen hat aber auch handfeste Gründe, denn wir sind nach Jahren sinkender Auslastung wieder auf einem guten Weg. Unser Haus ist mit seiner programmatischen Ausrichtung ein unwiederbringlicher Solitär in der deutschen Kulturlandschaft und daher jede Erhaltungsanstrengung wert.

Zudem machen wir unsere Hausaufgaben." So stiegen die Zuschauerzahlen aufgrund von rigiden Programmänderungen im 1. Halbjahr erstmals wieder seit fünf Jahren um knapp zehn Prozent. Auch die Sommerrevue im August war mit knapp 70 Prozent der erfolgreichste August seit vielen Jahren. Die Personalkosten sinken ab 2009 um 1,8 Monatsgehälter pro Jahr und weitere Einsparungen folgen. Zudem liegt die Vorauslastung für die neue Show "Qi - eine Palast-Phantasie" (Premiere am 9. Oktober 2008) per Dezember mit verkauften und reservierten Karten bereits bei über 50.000 Tickets. Schmidt dazu: "Vier Wochen vor der Premiere ist das ein exzellenter Wert. Niemand hätte in zehn Monaten Umbauzeit mehr erreichen können." Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt ab dem Jahr 2011 bis 2020. Der Zinssatz beträgt 4,5 Prozent.

In Folge negativer - und im Kern unbegründeter - Berichterstattung, der Friedrichstadtpalast stünde vor dem Aus, kam auch wieder in einigen Medien die Diskussion auf, ob die Revue eine Zukunft habe. Schmidt dazu: "Ich weiß nicht, wie man diese Frage beim mit Abstand besucherstärksten Theater des Landes Berlin stellen kann. Wenn wir auf den letzten Rängen stünden, ja, wenn die Besucherzahlen weiter dramatisch sinken würden, ja. Als größter Gastgeber Berlins und mit deutlich steigenden Zuschauerzahlen kann ich aber nicht erkennen, was die Fragesteller da umtreibt." Mit der heutigen Entscheidung des Hauptausschusses geht der Blick nun wieder nach vorne. Schmidt: "Jetzt freuen wir uns besonders auf die Preisverleihungs-Gala 'Goldene Henne' am 17. September 2008 bei uns im Palast, die neben höchst bekannten Showgrößen unter anderem auch mit Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler außerordentlich prominent besetzt sein wird." Die "Goldene Henne" wird im MDR Fernsehen ab 20.15 Uhr live aus dem Friedrichstadtpalast übertragen, darin in der Welturaufführung auch eine Choreographie von "Schwanensee - reloaded" aus der neuen Show "Qi - eine Palast-Phantasie", getanzt vom Ballett des Friedichstadtpalastes.

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