Freitag, 02. Dezember 2016


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Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V. ab 1. November 2008

(lifePR) (Berlin, ) Mit der Einführung des neuen Namens Arsenal - Institut für Film und Videokunst präsentieren sich die ehemaligen Freunde der Deutschen Kinemathek ab 1. November 2008 mit veränderter Programmstruktur, neuem Erscheinungsbild und neuer Monatsbroschüre, die nicht nur das Programm des Kino Arsenal enthält, sondern auch über alle weiteren Aktivitäten des Instituts für Film und Videokunst informiert.

Kino hat sich verändert: Nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch im Hinblick auf sein Verhältnis zu anderen Bereichen von Kunst, Kultur und Gesellschaft. In Zeiten zunehmender Unübersichtlichkeit rückt der neue Name die Vermittlungsarbeit unserer Institution stärker in den Mittelpunkt. Sämtliche Tätigkeitsbereiche werden deutlicher hervorgehoben: Neben Kino und Verleih leistet das Arsenal - Institut für Film und Videokunst begleitende Vermittlung, Forschung und Wissenstransfer, was künftig noch weiter ausgebaut wird.

Mit unserem Relaunch reagieren wir auf Veränderungen der Zeit mit einer Grunderneuerung unserer Institution, die die vorhandenen Ressourcen sichtbar und besser zugänglich macht sowie neue Wege beschreitet.

arsenal kino präsentiert mit der "Magical History Tour" und dem neu konzipierten Berlin-Programm "Blickpunkt Potsdamer Platz" zwei regelmäßige Programmschienen.

Das darüber hinausgehende Programm wird in Zukunft klarer konturiert und fokussiert.

Das Novemberprogramm verdeutlicht dieses neue Konzept:

- Werkschau: Die Filme von und mit Clint Eastwood zeigen die ungewöhnliche Karriere eines Hollywoodstars und die Geschichte des populären amerikanischen Kinos, vom Beginn seiner Schauspielkarriere mit den Italo-Western Sergio Leones und den Action-Thrillern Don Siegels bis hin zu Eastwoods eigenen renommierten Regiearbeiten, für die er zwei Mal mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.
- Buchpräsentation: Das bei b_books erschienene Buch "Wer sagt denn, dass Beton nicht brennt, hast Du's probiert? West-Berlin 80er" zur gleichnamigen Filmreihe, die im Oktober 2006 im Arsenal stattfand, nähert sich aus der Perspektive des Kinos der besonderen gesellschaftlichen und kulturellen Verfasstheit Berlins in den 80er Jahren. Wir zeigen ein Auswahlprogramm mit Gästen.
- Komplette Retrospektive Guy Debord erstmalig in Deutschland: Unter dem Titel "Mit dem Kino gegen das Kino - Die Filme von Guy Debord" präsentieren wir alle Filme des französischen Philosophen und Filmemachers, begleitet von Vorträgen von Thomas Y. Levin, Diedrich Diederichsen, Roberto Ohrt und Diskussionen.
- Kuratorenstipendium des DAAD beim Arsenal: "It's Not The Homosexual Who Is Perverse, But The Situation In Which He Lives: Kunst, Kino, Kontext Now" heißt das Projekt, das Gastkurator Ian White (Filmkurator der Whitechapel Gallery in London) für uns erarbeitet hat. Benannt nach Rosa von Praunheims berühmtem Film von 1971, erforscht es das Verhältnis zwischen einer Filmpräsentation und ihrem Kontext und verlässt daher auch den konventionellen Kinoraum.

Diese vier Programmreihen, die inhaltlich wie formal kaum unterschiedlicher sein könnten, sind Ausdruck eines kuratorischen Gesamtkonzepts, das davon ausgeht, dass Kino stets in Veränderung begriffen und deshalb ständig "neu zu erfinden" ist.

Darüber hinaus gibt es einige Einzelveranstaltungen, die sich zwischen Forschung (FilmDokument, Aus den Archiven des Filmvermittelnden Films) und 20er-Jahre-Glamour bewegen (Rising Stars, Falling Stars).

arsenal transfer fördert den öffentlichen Diskurs zur Sprache, Geschichte und Zukunft des Films in Symposien, Podiumsdiskussionen, Workshops, Lectures, Ausstellungen. Eine Sommerakademie ist in Planung. Der interdisziplinäre Ansatz öffnet neue Räume: Galerie, Club, mediale Inszenierung - Film ist nicht mehr nur mit dem Kino verbunden.

arsenal kollektion besteht aus rund 9000 Werken. Die Filmsammlung dokumentiert unsere Auffassung von Film(geschichte) als "living archive" und umfasst historische Impulse avantgardistischer Filmgeschichte ebenso wie aktuelle Strömungen der Film- bzw. Videokunst. Die zukünftige Aufgabe besteht verstärkt darin, die Kollektion aufzuarbeiten, zu erweitern und durch nutzungsorientierte Archivierung und Digitalisierung verfügbar zu machen.

arsenal distribution umfasst ein Verleihprogramm von rund 2000 Titeln. Entstanden ist der Verleih aus dem Wunsch, die Filme des Forums über die Zeit des Festivals hinaus einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Das betrifft auch heute vor allem die Filme, die keinen kommerziellen Verleih finden können. Gezeigt werden sie vor allem in Kommunalen und Arthouse Kinos. 2002 wurde der Bereich um das künstlerisch experimentelle Filmschaffen an der Schnittstelle zur Bildenden Kunst erweitert. Die Präsentation von Videokunst und Experimentalfilmen, die inhaltlich und formal häufig nicht der Kinonorm entsprechen, im eigenen Haus, auf Festivals, in Kunst- und Galerieräumen trägt dazu bei, die Bedingungen des Kinos ständig neu zu erforschen.

arsenal forum steht auch künftig für neue Strömungen des Weltkinos und unverbrauchte Erzählformen. Unkonventionelle, essayistische Filmwerke, Langzeitbeobachtungen, Dokumentarfilme, unbekannte Kinematografien - in dieser Sektion der Internationalen Berliner Filmfestspiele begegnet sich alles, was jenseits des Mainstreams liegt. Forum expanded erweitert das Programm seit 2006 um eine Auswahl an aktuellen Film-, Video- und Rauminstallationen sowie Performances.

arsenal service bietet umfassende Beratung und Recherchemöglichkeiten für Kuratoren, Wissenschaftler und Filminteressierte, entwickelt Konzepte und stellt Vorführtechnik für Orte außerhalb des Kinos zur Verfügung. Für öffentliche wie private Veranstaltungen können die Kinosäle inklusive Veranstaltungstechnik angemietet werden.

arsenal edition publiziert Bücher und DVDs zu den Programmen des Instituts für Film und Videokunst.Auf einer Pressekonferenz am Freitag, den 31. Oktober 2008, ab 10.30 Uhr, möchten wir Ihnen den hier skizzierten Relaunch im Detail vorstellen. Bitte reservieren Sie das Datum; eine Extra-Einladung zur Pressekonferenz wird Mitte/Ende Oktober verschickt.

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