Donnerstag, 08. Dezember 2016


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So klingt’s im Ländle

Traditionelle Volksmusiker treffen sich / 7.000 Besucher beim 12. Volksmusiktag Baden-Württemberg in Neuhausen ob Eck erwartet

(lifePR) (Tuttlingen, ) Neuhausen ob Eck - Traditionelle Volksmusik aus vergangenen Jahrhunderten wird am Sonntag 7. September rund 7.000 Besucher ins Freilichtmuseum in Neuhausen ob Eck (Kreis Tuttlingen) locken. Über 30 Volksmusikgruppen, die sich der überlieferten Musik unserer Vorfahren verschrieben haben, kommen zum musikalischen Stelldichein auf den Südzipfel er Schwäbischen Alb. Der Landesmusikrat Baden-Württemberg und das Museumsdorf haben eingeladen. In Stuben, Scheunen, in den Gassen und auf den Plätzen des Museums spielten die Musikgruppen aus allen Regionen des Landes Melodien und Lieder, die einst in Wirtshäusern und bei Festen erklangen.

Die Gäste sind nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Mitsingen und Tanzen eingeladen. Eine Tanzmeisterin zeigt bei einem Kurs die wichtigsten Schritte. Wer Lust hat, kann sich in der Stallscheuer Haberstenweiler bei Rheinländer, Schottisch oder Ländler zu Klängen von Trompete, Klarinette, Hackbrett oder Dudelsack auf die Tanzdielen wagen. Ferner geben Instrumentenbauer, wie er Ihringer Hackbrettbauer Rainer Schrumpf Einblicke in ihre Arbeit. Kinder dürfen einfache kleine Volks-Instrumente selbst anfertigen.

Das Volksmusiktreffen beginnt am Vorabend mit dem sogenannten "Danzbodaglüha". Dazu haben die Organisatoren fünf Gruppen auch aus den angrenzenden Gebieten eingeladen: die Südtiroler Tanzlmusig, die Appenzeller Striichmusig Bänziger, die Böhmerwälderdudelsackmusik aus Tschechien sowie für Württemberg die Stäffelesgeiger und für Baden die Freiburger Bråtwurschtmusig. Im Schafstall und im Museumsgasthof Ochsen spielen die Musikanten abwechselnd zum "Danz" auf. Nach Angaben des Arbeitskreises Volksmusik im Landesmusikrat kehrt die Volksmusik in die Dorfwirtschaften zurück. Das wird insbesondere durch das vom Landesmusikrat Baden-Württemberg initiierte Aktion "Aufspiela beim Wirt" gefördert (www.volksmusik-bw.de).

«Jenseits von Kitsch und Kommerz, live und ohne Musikantenstadl- Playback wird die handgemachte Musik wieder heimisch, wo sie hingehört: in Stuben, Scheuern und auf Dorfplätzen», sagt Wulf Wager, Vorsitzender vom Arbeitskreis Volksmusik des Landesmusikrates Baden-Württemberg und Organisator des Volksmusiktags. Die authentische Volksmusik grenze sich klar von der «volkstümelnden Schar» in TV und Radio ab, betont der Experte. Museumsleiter Walter Knittel ergänzt: "Das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck und die traditionelle Volksmusik unseres Landes ergänzen sich ideal zu einem Edelstein der Volkskultur"

Der Landesmusikrat organisiert regelmäßig Seminare für Volksmusikanten, «die sich nicht vom Einheitsklangteppich überdecken und hinter sorgsam gebundenen Ährensträußen verstecken wollen». Mehr als 200 Volksmusikgruppen gibt es nach Einschätzung Wagers in Baden- Württemberg. Die Menschen suchten vor allem ein Stück Identität, aber auch Heimatgefühl in der Musik. «Die Originalität zählt, nicht die Professionalität der Darbietung.»

Wager kritisiert, dass in Radio und Fernsehen die Sehnsucht nach Heimat zuweilen «gnadenlos ausgenutzt» werde. «Mit dem Abebben der Schlagererfolgswelle zum Ende der 70er Jahre entdeckten findige Medienmanager die 'Volksmusik' als gewinnträchtiges Geschäft», führt er aus. «Es sind immer wiederkehrende alpenländische Klischees, die ständig neu angerichtet den Schlager im Dirndl präsentieren. Das hat mit unserer "echten" Volksmusik nichts zu tun.»

Für die Pflege des traditionellen Kulturerbes sei vielmehr die Musik interessant, wie sie vor rund 200 Jahren «bei den damals wenigen Tanzanlässen zu hören war». Wager erinnert daran, dass Musikanten, die zum Tanzen gebraucht wurden, bis ins 19. Jahrhundert hinein, zur untersten Schicht im Volk gehörten. Einerseits geliebt vom Volk, wurden sie andererseits außerhalb des Wirtshauses verachtet, weil sie tranken und Frauen nachstellten.

Weitere Infos im Internet
www.freilichtmuseum-neuhausen.de
www.volksmusik-bw.de

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