Freitag, 09. Dezember 2016


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26 Puffertage in den Schulferien

"Hängepartie" zwischen AOK Bayern und KZVB beschert den bayerischen Zahnärzten auch 2015 Honorarausfall

(lifePR) (Kempten, ) Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) ruft, wie vermutet, auch 2015 Puffertage in der zahnärztlichen Behandlung aus. Bereits in der Zeit vom 17. August bis einschließlich 11. September 2015 erhalten die bayerischen Zahnärzte für die Behandlung von AOK-Versicherten lediglich ein Drittel des vereinbarten Honorars zugesichert. Die "Hängepartie" um das Budget zwischen AOK Bayern und KZVB, die den rd. 9.900 bayerischen Vertragszahnärzten bereits im Jahr 2014 sage und schreibe 79 Puffertage bescherte, geht also weiter.

Der FVDZ Bayern hatte bereits im Dezember 2014 aufgrund des anhaltenden Budgetstreits zwischen AOK und KZVB ausgedehnte Puffertage für 2015 prognostiziert. Während der Puffertage erhält die Zahnarztpraxis für Versicherte der AOK nur ein Drittel des vereinbarten Honorars garantiert.

Die Puffertage gelten für zahnerhaltende, sog. konservierend-chirurgische Leistungen, das sind beispielsweise Füllungen und Wurzelbehandlungen. "Die aktuellen Puffertage in den Sommerferien sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein und treffen auch Urlauber bei akuten Beschwerden", sagt FVDZ-Landesvorsitzender Christian Berger. "Die Praxen erhalten dabei zu wenig Honorar, um damit die laufenden Praxis- und Personalkosten zu bezahlen."

"Die gründliche eingehende Untersuchung dauert deutlich länger als 10 Minuten. Während der Puffertage erhält der Zahnarzt für die Behandlung des AOK-Versicherten gerade einmal 5,64 Euro zugesichert; das ist in etwa der Gegenwert von zwei kleinen Latte Macchiato", vergleicht Berger. Bei dieser Untersuchung wird der gesamte Zahnstatus erhoben, die Mundgesundheit des Patienten untersucht sowie die Beratung durchgeführt.

Der FVDZ Bayern hofft auf die Solidarität der AOK-Versicherten mit ihrem Zahnarzt. "Schmerzpatienten werden natürlich immer behandelt", sagt Christian Berger. "Im Notfall sind wir für jeden Patienten da!" Viele Behandlungen seien aber aufschiebbar. Berger hat auch Verständnis, wenn bayerische Zahnärzte/innen während der Puffertage, die bis ans Ende der bayerischen Sommerferien dauern, Urlaub planen und die Praxen schließen. Gleichzeitig appelliert der FVDZ Bayern an die beiden Verhandlungspartner AOK Bayern und KZVB, endlich eine Einigung im Honorarstreit zu erzielen. Sonst drohen im Herbst und vor Weihnachten wieder monatelange Puffertage.

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