Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Ein Buch ist ein E-Book ist ein Computerspiel ist ein Film ist eine Website

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Auf den Inhalt kommt es an! Die Vielfalt und Komplexität der Verlagsprodukte wird mit der fortschreitenden Digitalisierung immer größer. Damit wandeln sich auch die Büchermenschen und ihre Berufe. Ein- und Ausblicke bietet das Fachprogramm der Frankfurter Buchmesse 2008.

Frage: "Was ist ein Buch?" Antwort: "Eine von vielen Möglichkeiten, Inhalte aufzubereiten, in Umlauf zu bringen und zur Diskussion zu stellen." Alternativen, dies zu tun, sind zum Beispiel Webseiten, Datenbanken, Filme, Computerspiele oder Audio-Dateien. In Anbetracht dessen ist es nicht erstaunlich, dass seit mehreren Jahren über 30 Prozent der auf der Frankfurter Buchmesse ausgestellten Produkte digital sind. "Die Verlagsbranche zählt immer noch zu den stärksten Sparten der Kultur- und Kreativindustrie", sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, und nennt auch einen der Gründe hierfür: "Weil sie sich darauf versteht, die fortschreitende Digitalisierung zu ihren Gunsten zu nutzen."

Auch die Internationalisierung der Branche schreitet weiter voran, und das weltweite Lizenzgeschäft boomt. Wie die Branche, so auch die Buchmesse: Mit einer Zunahme der vermieteten Fläche von über einem Prozent wird es in den Messehallen enger als in den vergangenen Jahren, vor allem in den Bereichen Wissenschaft (Halle 4.2), englischsprachige Welt (Halle 8) und Mittel- und Osteuropa (Halle 5.0). 7.052 Aussteller aus 101 Ländern haben sich bisher angemeldet, bis zur Messe in fünf Wochen erwarten die Organisatoren, das Vorjahresergebnis zu erreichen. Das LitAg, Literary Agents & Scouts Centre, das 2008 sein 30. Jubiläum feiert, ist dieses Jahr sogar um fünf Prozent mehr ausgelastet als im Vorjahr - ein Zeichen dafür, dass es dem internationalen Lizenzhandel, unter anderem auch mit digitalen Verwertungsrechten, gut geht.

E-Books auf dem Vormarsch

Fest steht: Das Angebot digitaler Produkte aus der Verlagsbranche wächst weiter. 361 Aussteller der Frankfurter Buchmesse 2008 führen E-Books in ihrem Sortiment. E-Books stellten 2007 etwa zwei Prozent der ausgestellten Produkte, dies dürfte sich ändern: Mit dem Hype um die neue Generation von Lesegeräten wie Kindle, iLiad und Sony E-Reader ist für 2009 jede Menge Bewegung im Markt zu erwarten, gerade im Bildungs- und Belletristikbereich.

Abgesehen von Produktvorstellungen widmen sich auf der Messe Veranstaltungen aller Art den Folgen der Digitalisierung: Mit der Buchpiraterie beschäftigt sich die International Publishers Association bei ihrem Jahreskongress am Messe-Freitag. Das Forum Innovation (Halle 4.2) wird unter anderem belegt von libreka!, Google, Amazon und anderen Volltextsuche-Spezialisten. Aber auch Publikumsverlage wie S. Fischer und Hoffmann & Campe mischen hier dieses Jahr ganz vorne mit, wenn es darum geht, neue Geschäftsmodelle vorzustellen. Wie Belletristik online funktionieren kann, zeigt auch der neue Gemeinschaftsstand Books & Bytes in der Halle 3.0. Im Rahmen von Podiumsdiskussionen fragt man sich, ob E-Books nicht der Ausweg aus der mangelnden Distributions-Infrastruktur für Gedrucktes sein könnten, zum Beispiel in der arabischen Welt (Donnerstag, 10.00 Uhr, Internationales Zentrum, Halle 5.0 D 901) und ob die Internet-Literatur das gedruckte Wort bald obsolet macht, wie es sich in China andeutet (Mittwoch, 10.15 Uhr, Forum Dialog, 6.1 E 913).

Berufsbilder in Bewegung

Wenn die Möglichkeiten der "Verpackung" und Verbreitung von Inhalten derart im Umbruch sind, so sind es auch die einzelnen Aufgabenfelder der Branchenteilnehmer. Fragen rund um neue Berufsbilder, gewandeltes Selbstverständnis und Strategien im Digitalisierungsprozess widmet sich deshalb vom 14. bis 19. Oktober 2008 ein großer Teil des Fachprogramms der Frankfurter Buchmesse und zwar entlang der gesamten Produktions-, Vertriebs- und Verwertungskette von Autor bis Leser, von Herstellung bis Web 2.0 (siehe Veranstaltungstipps "Berufe in Bewegung"). Besonders spannende Diskussionen wird es zum Beispiel auf dem neuen B.I.T.-Sofa im Foyer der Halle 4.2 geben, denn hier wird es täglich Veranstaltungen rund um die provokante These geben: Sind herkömmliche Bibliotheken tot?

Mit der Zukunft der Branche beschäftigen sich auch die STM-Verlage (Science, Technology, Medicine) bei ihrem internationalen Kongress mit dem Titel: "Forward from Forty: STM in its Fifth Decade". Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels weiht den digitalen Aussichten gleich eine ganze Veranstaltungsplattform, das Forum Zukunft in der Halle 4.0. Und das 30. International Supply Chain Specialists Meeting beleuchtet die Kernfragen und Probleme, die innerhalb der digitalen Produktions- und Vertriebskette entstehen.

Die ganze Welt in Frankfurt, Kinder- und Jugendbücher im Fokus

Es ist unter anderem der internationale Ansatz, der diese zahlreichen Veranstaltungen und damit die Frankfurter Buchmesse zu einer einzigartigen Ideenbörse macht. Mutige Blicke über den Tellerrand gewährt deshalb Jahr für Jahr auch das deutsch- und englischsprachige Fachprogramm des Sortimenter- & Fachbesucher-Zentrums in der Halle 4.0, das in Kooperation unter anderem mit der European Booksellers Federation EBF/IBF organisiert wird. Hier steht 2008 das Kinder- und Jugendbuch im Mittelpunkt - seit Jahrzehnten eine feste Konstante im Buchgeschäft und doch ständig mit neuen Trends und Themen überraschend. International geht es auch zu, wenn die Abu Dhabi International Book Fair oder das neue German Book Office New Delhi zur "Teatime" laden. Im Rahmen der traditionellen "Business Breakfasts" werden außerdem die Buchmärkte des Maghreb, Kroatiens und Chinas vorgestellt. Auch im Übersetzer-Zentrum und im Internationalen Zentrum stehen neue Märkte und verschiedenste Kulturräume im Mittelpunkt, wobei ein besonderer Fokus auf dem diesjährigen Ehrengast Türkei und China (Ehrengast 2009) liegt.

Multinationale Konzerne und Kleinstverlage, Globales und Lokales, Bücher und Bytes, alte Hasen und Neueinsteiger, Sortimenter und Online-Händler, Hersteller und Antiquare, Autoren und Leser, Bildungsbeauftragte und Lernende, Fachbuch und Belletristik, und ein Fachprogramm, das allen Ansprüchen gerecht wird... - das bietet die Frankfurter Buchmesse ihren Ausstellern und Besuchern. Ausgewählte Angebote, nach Zielgruppen sortiert, finden sich in unserer Pressemappe zur Vorschau-Pressekonferenz am 10. September 2008 (www.buchmesse.de/pressemappen), im Dokument mit dem Titel "Ein Buch ist ein E-Book ist ein Computerspiel ist ein Film ist eine Website". Das komplette Programm der Frankfurter Buchmesse 2008 auf www.buchmesse.de/veranstaltungskalender.

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