Sonntag, 04. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 60314

12 Labors für ÖLN-Bodenuntersuchungen zugelassen

(lifePR) (Ettenhausen, ) Für die Anbauperiode 2008/2009 sind 13 Labors für die im ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) vorgeschriebenen Bodenuntersuchungen zugelassen worden. Die dafür notwendige Ringanalyse wurde von der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART durchgeführt. Alle teilnehmenden Labors haben die Qualitätsanforderungen erfüllt. Die Analysequalität der Labors liegt in der Schweiz auch im Vergleich zum Ausland auf einem sehr hohen Niveau.

Wenn die Bodenanalysen für die Düngeberatung verwendet werden sollen, müssen neben den vorgeschriebenen Bodenuntersuchungen noch zusätzliche Parameter analysiert werden. Zu empfehlen ist auch eine einmalige Standortuntersuchung. Für diese Analyse führte die ART ebenfalls eine Ringanalyse mit interessierten Labors durch.

Die Labors, die für die Bodenuntersuchungen für den ÖLN zugelassen sind, wie auch diejenigen, welche für die Düngerberatung und für Standortuntersuchungen von der ART empfohlen werden, sind in der untenstehenden Liste aufgeführt. Die Liste kann auf dem Internet heruntergeladen werden: http://www.art.admin.ch/dms_files/02511_de.pdf

Von den 15 privaten Labors, die sich an der Ringanalyse beteiligt haben, bieten lediglich drei Labors das gesamte Analysenprogramm (ÖLN-Analysen, Düngeberatung für alle Kulturgruppen, Standortbeurteilung) an.

Bei den für die Zulassung durchgeführten jährlichen Ringanalysen erhalten alle inte-ressierten Bodenuntersuchungslabors identische Proben, die sie gemäss den "Schweizerischen Referenzmethoden der Eidgenössischen landwirtschaftlichen Forschungsanstalten" analysieren. Der Vergleich der verschiedenen Analyseresultate ermöglicht, eventuelle Mängel bei der Durchführung der Analysen aufzudecken. So wird eine hohe und gleich bleibende Qualität der Analysen für die Praxis sichergestellt.

Für die im ÖLN vorgeschriebenen Bodenuntersuchungen müssen mindestens die Parameter pH-Wert, Phosphor und Kalium analysiert werden. Zusätzlich ist auf sämt- lichen Flächen des Ackerbaus der Humusgehalt zu bestimmen. Für die Phosphor- und Kalium-Analysen wird gemäss Beschluss des Bundesamtes für Landwirtschaft ausschliesslich die Ammonium-Acetat+EDTA-Methode (AAE10) anerkannt.

Bodenanalysen für den ökologischen Leistungsnachweis
Die «Verordnung über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft» (DZV) verlangt von den Landwirtinnen und Landwirten im Rahmen des ökologischen Leistungsnachweises mindest alle 10 Jahre Bodenuntersuchungen auf allen Parzellen. Davon ausgenommen sind alle Flächen mit Düngeverbot, wenig intensiv genutzte Wiesen nach Artikel 46 sowie Dauerweiden. Betriebe, welche keine N- oder P-haltigen Dünger zuführen, sind von der Bodenuntersuchung befreit, wenn ihr Viehbesatz pro Hektare düngbare Fläche folgende Werte nicht überschreitet: 2,0 Düngergrossviehein-heiten (DGVE)/ha in der Talzone; 1,6 DGVE/ha in der Hügelzone; 1,4 DGVE/ha in der Bergzone I; 1,1 DGVE/ha in der Bergzone II; 0,9 DGVE/ha in den Bergzonen III und IV und wenn sich aufgrund der durchgeführten Bodenuntersuchungen seit dem 1. Januar 1999 keine Parzelle in den Versorgungsklassen «Vorrat» (D) oder «ange-reichert» (E) gemäss den «Grundlagen für die Düngung im Acker- und Futterbau» Ausgabe 2001 (GRUDAF) befindet. Dank der Analyseresultate kann die Düngerverteilung auf die einzelnen Parzellen optimiert werden. Die Analysen müssen durch ein zugelassenes Labor nach anerkannten Methoden durchgeführt werden (DZV Art. 14).

Bodenanalysen für die Düngeberatung
Die Forschungsanstalten empfehlen, Bodenproben zur Düngeberatung bei anerkannten Labors mit den von den Forschungsanstalten empfohlenen Bodenuntersuchungsmethoden analysieren zu lassen. Labors, die für die ÖLN-Analysen zugelassen sind, genügen den Anforderungen für die Düngeberatung nicht automatisch. Die Bodenuntersuchung für die Düngeberatung umfasst zusätzliche Parameter, die für eine pflanzen- und umweltgerechte Düngung von Bedeutung sind. Angaben zur Wahl von Bodenuntersuchungsmethoden und die Interpretation der Resultate für die Düngeberatung sind in den GRUDAF und den entsprechenden Dokumenten für den Obst-, Wein-, Gartenbau zu entnehmen. Anleitungen zur Entnahme von Bodenproben und entsprechende Begleitformulare können bei den Labors angefordert werden. Bei alkalischen und tonigen Böden (pH über 7,2; Tongehalt grösser als 30%) eignet sich die für den ÖLN vorgeschrieben AAE10-Methode nicht. Die Labors sind aufgefordert, diese Werte nicht zu interpretieren. Bei solchen Böden ist die CO2-Methode (Feldbau) oder die H2O10-Methode (Spezialkulturen) für die Bodenuntersuchung zu verwenden. Für die Düngeberatung wird empfohlen, die Böden alle vier bis sechs Jahre auf den Nährstoffgehalt zu untersuchen.

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